Hindenburglicht

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Hindenburglicht, um 1943-1945, Museum Geiserschmiede Bühlertal
Dosenlicht von G. A. Glafey, Mod. 73, Verwendung bei der Bundeswehr

Das Hindenburglicht, benannt nach dem Oberkommandierenden des deutschen Heeres Paul von Hindenburg, wurde in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges, dann aber auch im Zweiten Weltkrieg im Luftschutzkeller oder bei Stromsperre oder Verdunkelung als Notbeleuchtung eingesetzt.

Es besteht aus einer flachen Schale aus Pappe von ca. 5 bis 8 cm Durchmesser mit einem 1 bis 1,5 cm breiten Rand. Die Form ähnelt dem Deckel eines Schraubglases. Die Pappe war mit Fett getränkt, dadurch wasserabweisend und einigermaßen formstabil. Diese flache Schale war gefüllt mit einem wachsähnlichen Fett (Talg). Ein kurzer, breiter Docht in der Mitte wurde angezündet und brachte für einige Stunden Licht. Nach kurzer Zeit war das Fett geschmolzen. Damit der Docht nicht umfiel, steckte er in einem Fuß aus geeignetem Material.

Einen späten Nachfolger fand das Hindenburglicht im "Dosenlicht". In einer wachsgefüllten Blechdose steht ein Halter mit zwei Dochten. Werden beide entzündet, bildet sich über dem Dosenlicht eine gemeinsame, zungenförmige Flamme, die deutlich heller ist als die Flamme eines einzelnen Dochtes. Dieses Dosenlicht hat sich für Notbeleuchtungen bewährt und ist nach wie vor beim Hersteller erhältlich. Das Dosenlicht war lange Zeit bei der deutschen Bundeswehr eingeführt und Bestandteil der „Einheitslaterne“.

Der allgemein bekanntere Nachfolger des Hindenburglichtes ist das heute weit verbreitete Teelicht.

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