Hindernis (Pferdesport)

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Hindernisse gibt es in mehreren Disziplinen des Pferdesports. Es gibt Hindernisse, die gesprungen werden müssen, beispielsweise beim Springreiten, Jagdreiten und bei der Vielseitigkeit und Hindernisrennen. Fahrsport-Hindernisse müssen durchfahren werden. Außerdem gibt es Geschicklichkeitparcours für die Westerndisziplin Trail und Parcours für Gelassenheitsprüfungen.

Hindernisse für den Fahrsport und beim Springreiten werden unten beschrieben.

Bauweise[Bearbeiten]

Bewegliche Hindernisse werden meistens aus dicken, bunten Holzstangen und Hindernisständern gebaut.

Hindernisse beim Springreiten[Bearbeiten]

Die Parcours-Hindernisse für Springprüfung werden aus beweglichem Material aufgebaut. Rechts und links der Sprünge werden Fänge gestellt, damit das Pferd sich besser auf den Sprung konzentriert.

Steilsprünge[Bearbeiten]

Ein Steilsprung wird aus zwei Ständern, Stangen, Planken und anderem beweglichem Material gebaut.

  • Ein Rick besteht nur aus Stangen.
  • Planken sind breiter und auffälliger als Stangen und können Pferde irritieren, wenn sie Planken als Sprünge noch nicht kennen. Andererseits wirken Sie massiver als Stangen, sodass die Pferde mehr Vorsicht am Sprung zeigen und das Risiko geringer ist als bei Stangen, dass nachlässige Vorderbeine zum Abwurf führen. Aus Sicherheitsgründen liegen Planken meist auf extrem kleinen Auflagen, sodass wiederum die geringste Berührung zum Abwurf führt.
  • Eine Mauer besteht aus undurchsichtigen Mauerteilen, die je nach Aufbau in der Höhe variiert werden können. Eine Mauer ist undurchsichtig, die Pferde können also nicht sehen was sich direkt hinter der Mauer befindet. Pferde mit mangelndem Vertrauen in den Reiter verweigern daher Mauersprünge eher als sonstige Hindernisse. Springt das Pferd die Mauer, wird nur sehr selten gerissen, da die massige Optik zu viel Vorsicht bei den Pferden führt.

Hochweitsprünge[Bearbeiten]

Ein Hochweitsprung wird meistens aus vier Ständern, Stangen, Planken und anderm beweglichem Material gebaut.

  • Oxer
  • Doppelrick
  • Triplebarre: besteht aus drei Ricks, die in der Höhe ansteigen. Die Flugkurve muss damit den höchsten Punkt über der letzten Stange haben und nicht mittig über dem Sprung.
  • Verdener Bank (Cavaletti oder niedrige Stange vor Steilsprung)
  • Hogback (dachförmig)
  • überbauter Wassergraben

Weitsprünge[Bearbeiten]

  • Wassergraben

Kombination[Bearbeiten]

Eine Kombination besteht aus mehreren Sprüngen, zwischen denen ein oder zwei Galoppsprünge liegen. Eine Kombination aus zwei Sprüngen heißt zweifache Kombination, eine aus drei Sprüngen dreifache Kombination.
In einem Derby werden auch spezielle Hinderniskombinationen, wie Pulvermanns Grab aufgebaut.

In-Out[Bearbeiten]

Liegt kein Galoppsprung zwischen den Sprüngen, also muss das Pferd nach der Landung sofort wieder abspringen, nennt man sie In-Out. In-Outs dürfen nicht zu hoch sein. In-Outs sind insbesondere in Gymnastikreihen und beim Freispringen sehr beliebt, da sie das Rhythmusgefühl trainieren und übereilige Pferde zur Konzentration erziehen.

Hindernisse für den Fahrsport[Bearbeiten]

Hindernisse beim Geländefahren[Bearbeiten]

Auf Marathonstrecken für das Geländefahren oder auf Fahrtrainingsplätzen gibt es spezielle Fahrhindernisse, zum Beispiel Wasserhindernisse oder mechanische Hindernisse/Trockenhindernisse. Die Hindernisse werden meist aus stabilen Holzpfosten und Stangen gebaut. Wenn möglich wird das natürliche Gelände einbezogen, indem die Hindernisse rund um Bäume oder am Hang gebaut werden. Bei großen Veranstaltungen gibt es kunstvoll gestaltete Hindernisse. Meist sind jedoch fest installierte Hindernisse aufwendiger als solche, die nur für eine Veranstaltung gebaut werden.

Hindernisse beim Hindernisfahren[Bearbeiten]

Beim Hindernisfahren oder Kegelfahren wird so schnell wie möglich durch einen Parcours mit Toren aus Kegelpaaren gefahren. Auf den Kegeln liegen Bälle, die bei Berührung herabfallen (Fehler). Die Tore sind nur wenig breiter als die Spurbreite der Wagen. Die Kegelpaare müssen in der richtigen Reihenfolge, so schnell wie möglich, fehlerfrei durchfahren werden.