Hinrich Bitter-Suermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hinrich Bitter-Suermann (* 10. März 1940 in Berlin) ist ein deutsch-kanadischer Transplantationschirurg, Hochschullehrer und Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Bitter-Suermann studierte Medizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Georg-August-Universität Göttingen und der Christian-Albrechts-Universität Kiel. 1960 wurde er Mitglied der Corps Nassovia und Hannovera.[1] 1965 wurde er in Göttingen summa cum laude zum Dr. med. promoviert.[2]

In Kiel, Kiruna und Haparanda ausgebildet, ging er an das Addenbrooke’s Hospital in Cambridge. Bei Roy Yorke Calne befasste er sich mit Transplantattoleranz und Organerhaltung. 1974 kehrte er nach Schweden zurück und arbeitete am Universitätskrankenhaus Sahlgrenska (Göteborg). Die Universität Göteborg graduierte ihn 1975 wiederum summa cum laude zum Ph.D. und ernannte ihn im Jahr darauf zum Lecturer für Transplantationschirurgie.

Unterstützt von der Schwedischen Krebsgesellschaft war er 1976/77 Gastforscher am Cancer Research Unit, McGill University, Montreal, Québec, Kanada. Danach war er fünf Jahre am Institut für Pathologie der Georgetown University, Washington, D.C. angestellt. Gleichzeitig arbeitete er in der Immunologie vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases, Bethesda, Maryland. 1977 wurde er Associate Professor und 1981 Professor der Georgetown University.

1982 berief ihn die Dalhousie University, Halifax (Nova Scotia) auf den Lehrstuhl für Chirurgie. Im Queen Elizabeth II Health Sciences Centre und im I.W.K. Hospital for Children engagierte er sich in der Nieren-, Leber- und Pankreastransplantation. Er initiierte das Liver Transplant Program als drittes in Kanada für die Atlantischen Provinzen und gründete das Liver Transplant Institute zur Beschaffung von Fördermitteln.

Für den Wahlkreis Chester-St. Margaret’s saß er im kanadischen Abgeordnetenhaus von Nova Scotia und von 1998 bis 1999 in der 57. Generalversammlung.[3] 1998 vertrat er die kanadische Partei „Progressive Conservative Association of Nova Scotia“ und von 1998 bis 1999 die „Nova Scotia New Democratic Party“.[4] Bei den Landtagswahlen 2003 trat er für seinen Wahlkreis ebenfalls für die New Democratic Party an, unterlag aber mit 36,9 % der Stimmen nur knapp dem Kandidaten der Progressive Conservatives John Chataway.[4]

Nach 24 Jahren kehrte er nach Deutschland zurück. 2007 berief ihn die Universität Heidelberg an ihre Medizinische Fakultät in Mannheim als Direktor des neuen Interdisziplinären Zentrums für Shunt-Chirurgie.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 104, 846; 59, 1177
  2. Dissertation: Untersuchungen der Carotispulskurve bei congenitalen Aortenstenosen, unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungen der einzelnen Zeitwerte zu den intrakardial gemessenen Druckwerten; Übersicht weiterer Veröffentlichungen bei biomedexperts.com
  3. ourcampaigns.com
  4. a b Der Wahlkreis Chester-St. Margaret's in der englischsprachigen Wikipedia.
  5. Universität Heidelberg, Universitätsmedizin Mannheim: Neuer Spezialist für Dialyse-Chirurgie am Klinikum, 11. Dezember 2007