Hinterhauptbein

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11. Unterkiefer (Mandibula)
Schädel eines Schafes
Os occipitale farbig markiert

Das paarige Hinterhauptsbein (lat. Os occipitale oder kurz Occiput) ist der am Halsübergang gelegene Teil des Hirnschädels. Es bildet den hinteren Abschluss der Schädelhöhle und mit dem Atlas das erste Kopfgelenk.

Das Hinterhauptsbein kann in drei Anteile gegliedert werden:

  • Pars basilaris: Bodenteil, ein Teil der hinteren Schädelbasis
  • Pars lateralis: Seitenteil
  • Squama occipitalis: Hinterhauptsschuppe (Hinterseite), bei der in der Entwicklungsphase unterschieden wird zwischen:
    • Unterschuppe (entsteht durch chondrale Ossifikation)
    • Oberschuppe (entsteht durch desmale Ossifikation)

Zwischen Ober- und Unterschuppe verläuft die Sutura mendosa. Sie verknöchert im 3. Lebensmonat und ist dann als Linea nuchae superior (obere Nachenlinie) am Knochen sichtbar.

Die Hinterhauptsbeine beider Seiten bilden das Foramen magnum (Hinterhauptsloch), durch welches das zentrale Nervensystem verläuft. Hier gehen Rückenmark und Gehirn in einander über. Jedes der beiden Hinterhauptsbeine trägt einen Gelenkknorren (Condylus occipitalis, in der Abb. 2 mit * gekennzeichnet), der die schädelseitige Gelenkfläche für das erste Kopfgelenk bildet.

Auf der Unterseite besitzt das Hinterhauptsbein eine Durchtrittsöffnung für den 12. Hirnnerven (Nervus hypoglossus), die als Canalis nervi hypoglossi bezeichnet wird. Davor erhebt sich ein Fortsatz, der Processus jugularis, der bei Haustieren den Processus paracondylaris trägt (Ursprung des Musculus digastricus).

Auf der Nackenfläche erhebt sich die Protuberantia occipitalis externa, an der Muskeln ansetzen, bei Pferden und Rindern auch das Nackenband.

[Bearbeiten] Literatur

  • F.-V. Salomon: Knöchernes Skelett. In: Salomon, F.-V. u. a. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke-Verlag, Stuttgart 2004, S. 37-110. ISBN 3-8304-1007-7
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