Hinterrhein

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss Hinterrhein; andere Bedeutungen unter Hinterrhein (Begriffsklärung).
Hinterrhein
Alpen-, Vorder- und Hinterrhein

Alpen-, Vorder- und Hinterrhein

Daten
Gewässerkennzahl CH: 283
Lage Graubünden; Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Rheinwaldhorn, Güferhorn, Rheinquellhorn
46° 29′ 55″ N, 9° 3′ 45″ O46.4986111111119.06252400
Quellhöhe 2'400 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Zusammenfluss mit Vorderrhein46.8233333333339.4077777777778590Koordinaten: 46° 49′ 24″ N, 9° 24′ 28″ O; CH1903: 750244 / 187683
46° 49′ 24″ N, 9° 24′ 28″ O46.8233333333339.4077777777778590
Mündungshöhe 590 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1810 m
Länge 64 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen (mit Dischmabach 72 km)
Einzugsgebiet 1693 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss[1] MQ
59,6 m³/s
Der Hinterrhein in Splügen

Der Hinterrhein in Splügen

Der Hinterrhein, im rätoromanischen Idiom Sutsilvan Rein Posteriur, ist einer der Quellflüsse des Rheins und liegt im Schweizer Kanton Graubünden. Er entspringt an den Hängen von Rheinwaldhorn, Güferhorn und Rheinquellhorn und vereinigt sich bei Reichenau mit dem Vorderrhein zum nunmehr nur noch Rhein genannten Fluss.

Verlauf und Tallandschaft[Bearbeiten]

Das Tal des Hinterrheins besteht von oben nach unten aus drei Geländekammern: dem Rheinwald mit Splügen als grösster Ortschaft, dem Schams mit Andeer und der Region Domleschg/Heinzenberg mit Thusis. Dazwischen liegen die einst gefürchteten Verkehrshindernisse der Rofflaschlucht oberhalb des Schams und der Viamala unterhalb.

Der Ursprung des Hinterrheins ist vom Dorf Hinterrhein über die Zapporthütte SAC (2'276 m) in rund vierstündiger Fusswanderung zu erreichen. Der oberste Teil des Tals ist über den San-Bernardino-Pass mit dem Tessin verbunden; von Splügen aus führt der historische[2] Splügenpass nach Chiavenna in der italienischen Provinz Sondrio. Von Thusis zweigt die Strasse nach Davos, respektive zum Julierpass und zum Albulapass ab.

Der Hinterrhein ist mit 64 Kilometern und maximal, gemessen über den Dischmabach als längstem Fliessweg[3], 72 Kilometern Länge etwas kürzer als der Vorderrhein mit, gemessen über den Rein da Medel, etwa 76 Kilometern. Er ist jedoch mit einer Wasserführung von 59.6 m³/s grösser als der Vorderrhein, der 53,8 m³/s führt.[1] Zur Frage der Quelle des Rheins siehe Rheinquelle.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

  • Usser Teiltobel Bach (links)
  • Höhbergtobel (links)
  • Weissbach (links)
  • Grattobel (rechts)
  • Brunstbach (links)
  • Schgräjendbach (rechts)
  • Maseggbach (rechts)
  • Plattenbach (links)
  • Räppierbach (links)
  • Kappelbach (rechts)
  • Altnerschbach (links)
  • Areuabach (rechts)
  • Hoflibach (links)
  • Chratzlibach (rechts)
  • Függschtobelbach (links)
  • Tambobach (rechts)
  • Hüscherenbach (rechts)
  • Stutzbach (links)
  • Strahlentobelbach (rechts)
  • Wissbach (links)
  • Steilerbach (links)
  • Töbeli (links)
  • Surettabach (rechts)
  • Lungbach (links)
  • Averser Rhein (Ragn da Ferrera, zweitgrösster Nebenfluss, rechts)
  • Ual da Pignia (rechts)
  • Fundogn (links)
  • Ual da Suden (links)
  • Plattera (links)
  • Ual da Reischen (rechts)
  • Nolla (links)
  • Albula (Alvra, grösster Nebenfluss, rechts)
  • Scharanser Tobel (rechts)
  • Caznerbach (links)
  • Almenser Tobel (rechts)
  • Tomilser Bach (rechts)
  • Val da Treps (rechts)

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hinterrhein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hydrologischer Atlas der Schweiz 2002, Tafel 5.4 Natürliche Abflüsse 1961–1980 (Ausschnitt)
  2. Wandern Schweiz: Kulturhistorischer Wanderweg Via Spluga
  3. Die Fliesswege des zum Hinterrhein-System gehörenden Albula-Landwasser-Systems sind länger und wasserreicher als der Hinterrhein selbst.