Hirschpark (Hamburg)

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Lindenallee im Hirschpark, 2011

Der Hirschpark ist ein Park im Hamburger Stadtteil Nienstedten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Gebietes, in dem sich der Hirschpark befindet, ist bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts rückverfolgbar. Der Kaufmann Jean Cesar IV. Godeffroy erwarb im Oktober 1786 die Besitzung aus dem Nachlass von J. B. Rodde. Es war damals das größte Landgut in der Gegend. Im Rahmen der Liquidation von "Joh. Ces. Godeffroy & Sohn" ab 1880 verkaufte Johan Cesar VII. Godeffroy 1890 dem Kaufmann Ernst August Wriedt Park und Gebäude. 1924 erwarb die Gemeinde Blankenese die Flächen, und 1927 machte die Stadt Altona sie der Öffentlichkeit zugänglich. Mit der Eingemeindung Altonas ging der Hirschpark 1938 in den Besitz der Stadt Hamburg über. Die Parkanlage, die damals "Godeffroy's Park" hieß, wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgestaltet. Teile aus der Zeit wie der Schaugarten im französischen Stil um 1855, die Lindenallee, einige Solitärbäume und exotischen Pflanzen wie Azaleen und Rhododendren sind bis heute erhalten. Das Hirschgatter, das dem Park den heutigen Namen gab, wurde von Johan Cesar VI. Godeffroy um 1860 angelegt. Es ist bis heute erhalten und man kann Damwild, Wasservögel und Pfauen beobachten.

Gebäude[Bearbeiten]

Pfau im Hirschpark

Das klassizistische Landhaus J. C. Godeffroy des dänischen Architekten Christian Frederik Hansen und das um 1800 erbaute reetgedeckte Kavaliershaus, in dem von 1950 bis zu seinem Tode 1959 Hans Henny Jahnn wohnte und das heute als Gasthaus Witthüs gern besucht wird, sind bis heute erhalten.[1]An Hans Henny Jahnn erinnern eine Tafel mit Relief am Witthüs sowie ein Findling im Park.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Schnitter: Eine Parkschöpfung aus drei Jahrhunderten. Der Hirschpark am Hamburger Elbhang. In: Stadt und Grün. Das Gartenamt. Jg. 59, Nr. 10, 2010, ISSN 0948-9770, S. 52–57, (Digitalisat).
  • Johann Diederich Hahn-Godeffroy: Als der Falkenstein noch Teil der Godeffroy'schen Forsten war. In: Blankenese. Informationsblatt. Bd. 37, Nr. 12, 1984, ZDB-ID 291031-7, S. 7–11.
  • Paul Th. Hoffmann: Die Elbchaussee. Ihre Landsitze, Menschen und Schicksale. 9. Aufl. Christians, Hamburg 1982, ISBN 3-767-20496-7.
  • Richard Ehrenberg: Aus der Vorzeit von Blankenese und den benachbarten Ortschaften Wedel, Dockenhuden, Nienstedten und Flottbek. Meißner, Hamburg 1897 (Nachdruck. Kötz Verlag, Hamburg 1972).
  • Voigt, A., Die Botanischen Institute der freien und Hansestadt Hamburg, Leopold Voss, Hamburg, Leipzig, 1897, S.6, (online).

Weblinks[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Der Hirschpark auf hamburg.de

53.5589.8239472222222Koordinaten: 53° 33′ 29″ N, 9° 49′ 26″ O