Hirschstein

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hirschstein (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hirschstein
Hirschstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hirschstein hervorgehoben
51.25638888888913.356944444444137Koordinaten: 51° 15′ N, 13° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Höhe: 137 m ü. NHN
Fläche: 34,46 km²
Einwohner: 2105 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01594
Vorwahlen: 035267, teilweise 035268Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 070
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
OT Prausitz
01594 Hirschstein
Webpräsenz: www.hirschstein.de
Bürgermeisterin: Christine Gallschütz (CDU)
Lage der Gemeinde Hirschstein im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen) Diera-Zehren Ebersbach (bei Großenhain) Glaubitz Gröditz Großenhain Hirschstein Käbschütztal Nossen Klipphausen Lampertswalde Nossen Lommatzsch Meißen Moritzburg Gröditz Niederau Nossen Nünchritz Priestewitz Radebeul Radeburg Riesa Röderaue Schönfeld Stauchitz Strehla Tauscha Thiendorf Klipphausen Weinböhla Lampertswalde Wülknitz Zeithain Sachsen Dresden Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Mittelsachsen Landkreis Nordsachsen BrandenburgKarte
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Hirschstein (Landkreis Meißen, Sachsen) ist eine ländliche Gemeinde im Einzugsgebiet der Sportstadt Riesa.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hirschstein liegt im mittleren Teil des Landkreises Meißen, am nördlichen Rand der Lommatzscher Pflege und grenzt im Osten an der Elbe. Die Nachbarstädte sind Meißen (13 km) und Riesa (7 km). Die Bundesstraße 6 führt zwischen den Ortsteilen Mehltheuer und Pahrenz durch die Gemeinde. Hirschstein gilt als eines der Elbweindörfer.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Amtliche Ortsteile der Gemeinde sind:[2]

Wappen[Bearbeiten]

Das Hirschsteiner Wappen ist ein künstliches Wappen, das nach dem Zusammenschluss der vorherigen Gemeinden Hirschstein und Prausitz erstellt wurde. Es zeigt den legendären Hirsch, den Kreuzstein nahe Boritz und eine Holländerwindmühle.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Hirschstein, Lithographie, um 1836

Bereits 1205 wurde das Schloss Hirschstein erstmals urkundlich erwähnt. 1291 starb hier Friedrich Tuta, Markgraf von Meißen, nach einer Jagd, angeblich nach dem Genuss von vergifteten Kirschen.

Im Zweiten Weltkrieg von 1944 bis 1945 diente das Schloss als Gefängnis für den König Leopold von Belgien mit seiner Familie, der hier interniert war.

Die Gemeinde Hirschstein wurde am 1. April 1996 in die Gemeinde Mehltheuer eingegliedert. Diese neue Gemeinde wurde am 1. Oktober 1996 wiederum in Hirschstein umbenannt.[3] Schließlich wurden die Gemeinden Bahra, Boritz, Heyda und Prausitz eingegliedert.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 60,2 %
 %
40
30
20
10
0
33,1 %
23,0 %
17,9 %
5,5 %
20,6 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 5 Sitze
  • Wählervereinigung Mehltheuer "Vereinigte Dorfgemeinschaft" (WVM): 3 Sitze
  • Für eine starke Gemeinde Hirschstein (SGH): 3 Sitze
  • Regionalbauernverband Elbe/Röder e.V. (RBV): 3 Sitze

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Ortsteil Heyda produziert die Fahrzeugmanufaktur Sachsen seit 2009 einen Nachbau des AC Cobra.

Vereine und Initiativen[Bearbeiten]

  • Bürgerinitiative „Deponie Althirschstein“ (BIDA)
  • GRÜNE LIGA Hirschstein e.V.
  • Gesangsverein Prausitz 1896 e.V.
  • SV Hirschstein
  • Rassegeflügel- u. Kleintierzüchterverein Mehltheuer

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Walpurgisnacht in Mehltheuer
  • Lehmgrubenfest der BIDA in Althirschstein
  • Mühlenhoffest und Deutscher Mühlentag an der Windmühle in Pahrenz jeweils am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag
  • Straßenfest Heyda

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Hirschstein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 41. Heft: Amtshauptmannschaft Meißen-Land. C. C. Meinhold, Dresden 1923, S. 202.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hirschstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliche Gemeindeteile von Hirschstein im Regionalregister Sachsen
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014