Hirschthal (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hirschthal
Hirschthal (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hirschthal hervorgehoben
49.0488888888897.7561111111111206Koordinaten: 49° 3′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 206 m ü. NHN
Fläche: 1,59 km²
Einwohner: 88 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66996
Vorwahl: 06393
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 021
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Webpräsenz: dahner-felsenland.net
Ortsbürgermeisterin: Yvonne Darsch
Lage der Ortsgemeinde Hirschthal im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Fachwerkhäuser an der Hauptstraße

Hirschthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Hirschthal ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Hirschthal liegt im Sauertal im südlichen Pfälzerwald, dem deutschen Teil des Wasgaus, direkt an der Grenze zu Frankreich. 56,1 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2] Im Norden liegt Schönau, im Süden Lembach. Nächstgrößere Städte sind Weißenburg im Osten und Pirmasens im Nordwesten.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 928 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 80 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 11 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1129 unter dem Namen „Hirzthal“ erstmals urkundlich erwähnt, als Gottfried von Fleckenstein den Ort zusammen mit Schönau dem Kloster St. Walburgis im Hagenauer Forst schenkte.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.[3] Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) war er von 1798 bis 1814 dem Kanton Pirmasens im Departement Donnersberg zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Pfalz im Juni 1815 zu Österreich und auf der Grundlage eines Tauschvertrages im Mai 1816 an das Königreich Bayern. Unter der bayerischen Verwaltung wurde Hirschthal 1817 zusammen mit sechs weiteren Gemeinden in den Kanton Dahn übertragen,[4] der zum Landkommissariat Pirmasens im Rheinkreis gehörte. 1828 hatte das Dorf Hirschthal 80 katholische und 201 protestantische Einwohner.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Hirschthal, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 184
1835 263
1871 266
1905 196
1939 198
1950 126
Jahr Einwohner
1961 147
1970 154
1987 115
1997 115
2005 114
2013 88

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 43,2 Prozent der Einwohner evangelisch und 39,8 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hirschthal besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Geteilt und oben sechsmal von Grün und Silber geteilt, belegt mit einem schrägliegenden roten Krummstab, unten in Schwarz ein goldenes Hirschgeweih“.

Es wurde 1982 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Nähe befindet sich die Ruine der Burg Fleckenstein. Sie liegt auf 370 Metern Höhe und ist die am zweithäufigsten frequentierte Burg im Elsass.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hirschthal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die L 488. Nördlich verläuft in Ost-West-Richtung die B 427.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hirschthal (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. a b Geographisch-statistisches Handbuch von Rheinbaiern, Zweibrücken, 1828, S. 135 (Google Books)
  4. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistische Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Band 4, Neidhard, 1837, S. 228 (Google Books)
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3