Hirtzfelden

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Hirtzfelden
Wappen von Hirtzfelden
Hirtzfelden (Frankreich)
Hirtzfelden
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Guebwiller
Kanton Ensisheim
Koordinaten 47° 55′ N, 7° 27′ O47.9119444444447.4452777777778211Koordinaten: 47° 55′ N, 7° 27′ O
Höhe 206–217 m
Fläche 22,10 km²
Einwohner 1.171 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 53 Einw./km²
Postleitzahl 68740
INSEE-Code

Rathaus Hirtzfelden

Hirtzfelden ist eine französische Gemeinde mit 1171 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Guebwiller, zum Kanton Ensisheim und zum 2000 gegründeten Kommunalverband Essor du Rhin.

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt in der Oberrheinebene zwischen Rhein und Ill, etwa auf halbem Weg zwischen Breisach am Rhein und Mülhausen. Das 22,1 km² große Gemeindegebiet wird hauptsächlich durch Ackerflächen geprägt (Fluren Rufacker Weg, Schlittweg, Rustenharter Bann, Colmarer Pfad, Ensisheimer Strasse, Gemeindeackerweg, Mittelfeld, Mittelzug, Allmend, Kurzerzug, Fessenheimer Strasse, Baseler Weg, Munchhauser Weg, Battenheimer Weg, Krummer Schlittweg, Fahnackerweg, Diebsweg und Neugesetz).

Knapp 30 % des Gemeindegebietes sind bewaldet. Der Gemeindeforst (Forêt communale d’Hirtzfelden) besteht aus zwei Teilen: Le Niederwald im Nordosten und ein Teil des Bois de Rothleible im Westen.

Durch den Osten des Gemeindeareals führt der Rhein-Rhône-Kanal, der heute nur noch von Sportbooten befahren wird. Zur Zeit der Indienststellung in den 1830er Jahren entstand ein kleiner Hafen zwei Kilometer östlich des Ortskerns, der einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.

Nachbargemeinden sind Rustenhart im Norden, Balgau im Nordosten, Fessenheim im Osten, Roggenhouse im Südosten, Munchhouse im Süden, Réguisheim und Meyenheim im Westen sowie Oberentzen und Niederentzen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste Erwähnung des Dorfes unter dem Namen Hiruzfeld als Geschenk an die Abtei Murbach stammt aus dem 8. Jahrhundert. Der Name leitet sich vom Wort Hirsch ab, was im Wappen der Gemeinde zum Ausdruck kommt. Im Waldgebiet Bois de Rothleible wurden in Grabhügeln Artefakte aus römischer Zeit gefunden. Man nimmt an, dass sich hier eine Kreuzung der Römerstraßen Burgundische Pforte-Breisach und Egisheim-Basel befand. Hitzfelden gehörte den Habsburgern, später regionalen Herrschaften aus Landser und Ottmarsheim. 1446 war Hirtzfelden im Besitz Basels, im 18. Jahrhundert abhängig von der Vogtei Ensisheim.

1920 wurden die Überreste eines Friedhofs aus der Zeit der Merowinger gefunden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
544 559 561 741 848 981 1099

Um den alten Dorfkern an der Straße Ensisheim-Rustenhart entstanden seit Ende der 1970er Jahre sternförmig zahlreiche neue Häuserzeilen. Die Bevölkerung Hirtzfeldens verdoppelte sich in den letzten 45 Jahren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wasserturm Hirtzfelden mit den Wappen der Gemeinden Hirtzfelden, Roggenhouse und Munchhouse

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hirtzfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien