Historisches Lexikon der Schweiz

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Die ersten drei Bände des HLS in den drei Sprachausgaben
Chefredaktor Marco Jorio

Das Historische Lexikon der Schweiz (HLS) ist ein von 1988 bis 2014 laufendes Projekt, das den Stand des Wissens über die Geschichte der Schweiz in Form einer Enzyklopädie darstellt.

Herausgeberin des HLS ist die Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), die unter dem Patronat der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte steht. Die Finanzierung erfolgte durch die Schweizerische Eidgenossenschaft aus Steuergeldern. Die Redaktion umfasste etwa vierzig Mitarbeiter, insgesamt arbeiteten über 2'500 Autoren am Projekt, hinzu kamen 100 Berater und rund 200[1] Übersetzer. Chefredaktor war der Historiker Marco Jorio.

Werk[Bearbeiten]

Das HLS brachte jährlich einen Band heraus. So entstanden bis 2014 dreizehn Bände und rund 60'000 Artikel zu Personen, Familien, Orten und Sachthemen. 2002 erschien der erste Band, im Herbst 2011 der zehnte, 2014 der dreizehnte und letzte.

Das Werk erscheint in vollem Umfang in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Auf Französisch heisst es Dictionnaire historique de la Suisse (DHS), auf Italienisch Dizionario storico della Svizzera (DSS). Die Beiträge der Autoren werden in die jeweils anderen Sprachen übersetzt.

In der vierten Landessprache Rätoromanisch erscheinen seit 1999 Ortsartikel als jährliche Vorabpublikationen. In den Jahren 2010 und 2012 erschienen die beiden Bände des Lexicon istoric retic (LIR), der zweibändigen rätoromanischen Teilausgabe in Rumantsch Grischun. Diese Ausgabe hat zum Ziel, die Entwicklung des rätischen und bündnerischen Raumes, also des heutigen dreisprachigen Kantons Graubünden sowie einiger angrenzender Regionen, in ihren historischen und kulturellen Zusammenhängen möglichst umfassend darzustellen.

Seit 1998 ist eine Version im World Wide Web online abrufbar. Das so genannte e-HLS (e-DHS; e-DSS) enthält die volle Stichwortliste sowie die von der Schlussredaktion freigegebenen Artikel, jedoch keine Illustrationen. Seit 2004 ist auch das e-LIR rätoromanisch online. Die Namenregister mit aktualisierten Zusatzinformationen und den bio-bibliographischen Angaben werden seit 2009 auch in das Biographie-Portal integriert. Anfang August 2013 startete das "Projekt Neues HLS" unter der Leitung von Christian Sonderegger, dem bisherigen Stellvertreter des Chefredaktors. Ziel ist der Aufbau einer multimedialen, mehrsprachigen und ständig aktualisierten Online-Datenbank.

Vorgänger des HLS war das Historisch-Biographische Lexikon der Schweiz (HBLS), das Victor Attinger zwischen 1921 und 1934 herausgegeben hatte.

Bibliographie[Bearbeiten]

In deutscher Sprache[Bearbeiten]

In französischer Sprache[Bearbeiten]

In italienischer Sprache[Bearbeiten]

In Rumantsch Grischun[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Xaver Bischof: Das Historische Lexikon der Schweiz und die Ostschweiz, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 123. Jg. 2005, S. 209–215 (Digitalisat)
  • Peter Haber: Historisches Lexikon der Schweiz, in: Traverse, 2007, 40, S. 127–133 (PDF, 114 KB)
  • Renato Morosoli: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Arbeitsstelle Kanton Zug in: Tugium, Jahrbuch des Kantons Zug, 2000, 16, S. 9–16 (PDF, 152 KB; Download nur nach Anmeldung; nach unten blättern, da erste Seite fast leer ist!) Behandelt insbesondere die Arbeitsweise bei der Artikelerstellung

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liste der Übersetzer