Hitchiti

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Die Hitchiti waren ein Indianervolk Nordamerikas. Ihr Name leitet sich aus der Muskogee Bezeichnung ahit chita was so viel wie „Sieh den Strom hinauf“ bedeutet ab. Ihre Sprache gehörte zur Muskogee-Sprachfamilie. Sie lebten vor allem in einer Stadt gleichen Namens. Diese Stadt befand sich am Ostufer des Chattahoochee Flusses, ca. 6 km unterhalb von Chiaha. Ihr Lebensraum beinhaltete auch eines Schmalen, durch den Fluss begrenzten Streifen Landes im Westen von Georgia. Ihre Sprache das ausgestorbene Hitchiti ist sehr eng mit der Sprache der Mikasuki verwandt. Mikasuki wird heute noch von etwa 500 Personen in Florida gesprochen. Die Sprache gilt als moderner Dialekt des Hitchiti.

Als Benjamin Hawkins die Hitchiti im Jahr 1799 besuchte, lebten sie in zwei Siedlungen. Eine davon Hitchitudshi, auch als Little Hitchiti bezeichnet befand sich auf beiden Ufern des Flint Rivers unterhalb der Mündung des Kinchafoonee Creek. Die zweite Siedlung Tutalosi befand sich 32 km westlich von Hitchitudschi.

Das Volk wird zum ersten Mal historisch im Jahr 1733 erwähnt, als zwei ihrer Mitglieder mit Häuptlingen der Lower Creek zu Gesprächen mit den englischen Gouverneur James Oglethorpe in Savannah zusammentrafen.

Die Sprache der Hitchiti wurde nicht nur in Ihren Siedlungen am Chattahoochee River gesprochen, sondern auch in den Städten der Lower Creek wie in Chiaha, Chiahudshi, Oconee, Sawokli, Sawokliudshi und in Apalachicola. Weiters auch bei den Mikasuki, sowie über Teile von Georgia und Florida nachvollziehbar in der lokalen Namensgebung.

Diese Sprache, die der Sprache der Creek ähnlich ist, jedoch eine archaischere Form aufweist, wird auch als sogenannte weibliche Sprache bezeichnet.

Möglicherweise sprachen auch die Yamasee Hitchiti, jedoch gibt es keinen eindeutigen Nachweis darüber ob sie nicht doch eine eigene Sprache oder die Sprache der Guale gesprochen haben.

Die Hitchiti wurden ein Teil der Creek Nation, wenn auch durch Beibehaltung eines Teils Ihrer Sprache und Gebräuche. Die Mikasuki die mit Angehörigen der Lower Creek nach Florida einwanderten und dort das Volk der Seminolen bildeten, konnten sich als eigenständiger Stamm reorganisieren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Frederick W. Hodge: Handbook of American Indians, 1906.

Weblinks[Bearbeiten]