Hiten

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Hiten

Hiten Raumsonde
NSSDC ID 1990-007A
Missionsziel Erdmond
Auftraggeber ISAS
Aufbau
Trägerrakete Mu-3S2
Startmasse 200 kg (inklusive Treibstoff)
Verlauf der Mission
Startdatum 24. Januar 1990
Startrampe Uchinoura Space Center
Enddatum 14. Mai 1994
 
24. 01. 1990 Start
 
19. 03. 1990 Aussetzen von Hagoromo
 
15. 02. 1992 eine Umlaufbahn um den Mond erreicht
 
10. 04 1993 Aufschlag auf dem Mond

Hiten (jap. 第13号科学衛星ひてん(MUSES-A)[1], Dai-13-gō kakaku eisei Hiten (Muses-A), dt. „Wissenschaftssatellit Nr. 13 Hiten (Muses-A)“) war eine japanische Raumsonde, die zwischen 1990 und 1993 in der Nähe des Erdmondes aktiv war.

Mission[Bearbeiten]

Bei Hiten handelte es sich um ein Technologieexperiment. Die Sonde trug lediglich einen S-Band Transponder als Nutzlast. Die wissenschaftliches Mission beschränkte sich auf die Messung von Staubpartikeln zwischen Erde und Mond. Hiten sollte zunächst von einem Erdorbit nahe am Mond vorbeifliegen und dort die Tochtersonde Hagoromo (はごろも) aussetzen. Später wurde Hiten selbst mit Hilfe eines swing-by-Manövers an der Erde in eine Umlaufbahn um den Mond befördert.

Hiten trug vor dem Start den Namen Muses-A, wurde mit einer Mu-3S2-Trägerrakete ins All befördert. Die Sonde wog 200 kg.

Verlauf[Bearbeiten]

  • Hiten startete am 24. Januar 1990 in eine Umlaufbahn um die Erde.
  • Der erste nahe Vorbeiflug am Mond fand am 19. März 1990 statt. Dabei wurde die 12 kg schwere Tochtersonde Hagoromo ausgesetzt. Hagoromo schlug eine Umlaufbahn um den Mond ein. Der Kontakt zu diesem Mondsatelliten ging allerdings noch am selben Tag verloren.
  • Nach dem swing-by-Manöver an der Erde erreichte auch Hiten am 15. Februar 1992 eine Umlaufbahn um den Erdmond.
  • Die Sonde schlug am 10. April 1993 auf den Mond auf.

Ergebnis[Bearbeiten]

Die Mission Hiten wurde von den Japanern im großen und ganzen als erfolgreich gewertet, obwohl der Transponder der Sonde bereits am 21. Februar 1990 versagte und die Kommunikation mit Hagoromo nicht klappte. Eine detaillierte Erforschung des Mondes durch Japan war mit der Mission LUNAR-A für 1997 und SELENE für 2007 angekündigt worden. Allerdings erwies sich die Entwicklung der Penetratoren für Lunar-A schwieriger als gedacht. Aus diesem Grund wurde der Start der Sonde mehrfach verschoben. Das Mutterschiff selbst wurde eingelagert. Anfang 2007 wurde der Start auf Grund des Verfalls der Sonde ganz aufgegeben. Japan plant die entwickelten Penetratoren in andere Missionen zu integrieren. SELENE wurde 2007 gestartet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ひてん. JAXA, abgerufen am 3. Juli 2010 (japanisch).