Hobbythek

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Moderiert wurde die Hobbythek von Jean Pütz

Die Hobbythek war eine regelmäßig in monatlichen Abständen erscheinende Sendung zu wechselnden Themen aus dem Bereich Wissenschaft im Alltag, die vom WDR von 1974 bis 2004 produziert wurde. Das Sendungskonzept war dem Do-it-yourself-Gedanken verpflichtet. Die Sendung wurde in vielen dritten Programmen in Deutschland ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Moderation

Moderator aller 347 Sendungen war Jean Pütz, zusammen mit wechselnden Co-Moderatoren. Miterfinder und Co-Moderator von 1974 bis 1981 war Wolfgang Back, der später die erfolgreiche Fernsehsendung Computerclub leitete.

Häufig war als Co-Moderatorin die Diplom-Agraringenieurin Sabine Fricke beteiligt.

In den letzten Produktionsjahren war der österreichische TV- und Radio-Koch Marco Krainer speziell dafür zuständig, in den Sendungen eigens entwickelte Rezepte von verschiedensten Themenbereichen zu präsentieren.

Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs wurde der häufig verwendete Ausdruck

„Ich hab da mal was vorbereitet.“

Jean Pütz: Hobbythek

[Bearbeiten] Wo man die Hobbythek noch findet

Anfänglich waren es mehr handwerkliche Themen, die angesprochen wurden. Zuletzt haben sich die Sendungen immer mehr auf Themen konzentriert, die im alltäglichen Leben eine Rolle spielen. In den Sendungen wurden viele fachliche und verbrauchernahe Informationen präsentiert, die ein gesundes und umweltfreundliches Leben ermöglichen sollten.

Zu jeder Sendung erschien ein kostenloser Hobbytipp, den man sich per Post zuschicken lassen oder seit einigen Jahren auch über das Internet herunterladen konnte und für eine Reihe der letzten Hobbytips noch kann (siehe Weblinks). Informationen zu dem Thema der Sendungen der letzten 3 Jahre sind auch im Internet verfügbar. Zu größeren Themen sind 37 Hobbythek-Bücher erschienen, die über den Buchhandel, zum Teil nur noch antiquarisch bezogen werden können. Diese Bücher sind auch bei vielen Bibliotheken im Bestand. Jean Pütz betreibt selbst einen Onlineshop für Hobbythek-Produkte und vertreibt dort auch die Hobbythek-Bücher.

[Bearbeiten] Bemerkenswerte Themen

Durch einige Themen wurde die Hobbythek berühmt, denn für viele Sendungen werden Forschungen betrieben um das alltägliche Leben zu verbessern. Jean Pütz ist Vertreter der Do-it-yourself-Philosophie.

Bekannt wurde zum Beispiel ein Waschmittel-Baukasten-System, das es ermöglicht, auf Fertigwaschmittel aus dem Handel zu verzichten. Durch eine gezielte Suche nach Wirkstoffen, die sowohl gut wirken als auch umweltschonend und biologisch abbaubar sind, kann der Nutzer relativ preisgünstig - weil auf Unnötiges verzichtet wird - und mit gutem Gewissen waschen.

Für Menschen mit empfindlicher Haut ist der Waschmittel-Baukasten ebenso interessant wie die zahlreichen Rezepte zur Herstellung eigener Körperpflege-Produkte. Hier wurden viele Inhaltsstoffe von käuflichen Produkten, die nachweisliche Nebenwirkungen haben, durch alternative Bestandteile ersetzt. Ebenfalls bekannt sind die Frusips, eine Abkürzung für Fruchtsirup. Sie enthalten neben Fruchtkonzentraten nur Fruchtzucker, aber keinen raffinierten Zucker. Erhältlich waren die "Hobbythek-Produkte" zuerst nur in wenigen spezialisierten Geschäften und Apotheken, später aber zunehmend auch in speziellen Ladenketten.

Philosophie der Hobbythek war es auch immer, dass die Mitarbeiter aus ihren Entwicklungen keine weiteren Profite gezogen haben. So wurden Entwicklungen und Erfindungen Firmen immer kostenlos zur Verfügung gestellt, die sie produzieren und verkaufen wollten. Voraussetzung für die Verwendung der von der Hobbythek eingeführten Namen ist die Einhaltung der Hobbythek-Rezepte, die in der Sendung und den Hobbythek-Büchern vorgestellt wurden.

[Bearbeiten] Weblinks

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