Hochdorf (bei Plochingen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hochdorf
Hochdorf (bei Plochingen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hochdorf hervorgehoben
48.6952777777789.4694444444444292Koordinaten: 48° 42′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 292 m ü. NHN
Fläche: 7,75 km²
Einwohner: 4620 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 596 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73269
Vorwahl: 07153
Kfz-Kennzeichen: ES
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 027
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchheimer Straße 53
73269 Hochdorf
Webpräsenz: www.hochdorf.de
Bürgermeister: Gerhard Kuttler
Lage der Gemeinde Hochdorf im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Böblingen Landkreis Göppingen Landkreis Ludwigsburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tübingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart Aichtal Aichwald Altbach Altdorf (Landkreis Esslingen) Altenriet Altenriet Baltmannsweiler Bempflingen Beuren (bei Nürtingen) Bissingen an der Teck Deizisau Denkendorf (Württemberg) Dettingen unter Teck Erkenbrechtsweiler Esslingen am Neckar Filderstadt Frickenhausen (Württemberg) Großbettlingen Hochdorf (bei Plochingen) Holzmaden Kirchheim unter Teck Köngen Kohlberg (Württemberg) Kohlberg (Württemberg) Leinfelden-Echterdingen Lenningen Lichtenwald Neckartailfingen Neckartenzlingen Neidlingen Neuffen Neuhausen auf den Fildern Notzingen Nürtingen Oberboihingen Ohmden Ostfildern Owen Plochingen Reichenbach an der Fils Schlaitdorf Unterensingen Weilheim an der Teck Wendlingen am Neckar Wernau (Neckar) WolfschlugenKarte
Über dieses Bild

Hochdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Hochdorf liegt etwa 30 km südöstlich von Stuttgart im nordwestlichen Vorland zur Schwäbischen Alb und wenige Kilometer südlich vom Schurwald. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen Plochingen (Westen) und Kirchheim unter Teck (Süden) im unteren Tal des Talbachs, kurz vor dessen Mündung in die Fils.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Ebersbach an der Fils (Landkreis Göppingen) im Osten, Notzingen im Süden, Wernau im Westen, Plochingen im Nordwesten und Reichenbach an der Fils im Norden (alle Landkreis Esslingen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Hochdorf gehören das Dorf Hochdorf und das Haus Ziegelhof sowie die abgegangene Ortschaft Hinterburg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Hochdorf 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser

Hochdorf wurde 1189 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber wohl bereits im 5. Jahrhundert nach Christus entstanden. Bis 1454 war der Ort im Besitz verschiedener Klöster, anschließend gehörte er zu Württemberg, das 1952 im neu gegründeten Südweststaat aufging.

Innerhalb Württembergs gehörte Hochdorf zunächst zum Oberamt Kirchheim und wurde 1485 dem Oberamt Göppingen zugeordnet. 1842 erfolgte die Rückgliederung nach Kirchheim, wo der Ort bis zur Neugliederung der Landkreise 1938 verblieb. Seither gehört Hochdorf zum Landkreis Esslingen.

Hochdorf Panoramaansicht

Religionen[Bearbeiten]

Seit der Reformation ist Hochdorf vorwiegend evangelisch geprägt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Stichtag Einwohnerzahl
1. Dezember 1871 ¹ 880
1. Dezember 1900 ¹ 1.051
17. Mai 1939 ¹ 1.225
13. September 1950 ¹ 1.785
6. Juni 1961 ¹ 2.436
27. Mai 1970 ¹ 3.541
25. Mai 1987 ¹ 4.115
31. Dezember 1995 4.492
31. Dezember 2000 4.720
31. Dezember 2005 4.690
31. Dezember 2010 4.693

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1986–31. März 2009 Roland Erhardt
  • seit 1. April 2009 Gerhard Kuttler

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,86 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Freie Unabhängige Wählervereinigung 4 Sitze (24,33 %)
DIE.MITTE 3 Sitze (23,10 %)
SPD 3 Sitze (20,53 %)
CDU 3 Sitze (20,02 %)
Grüne 1 Sitze (12,03 %)

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber (weiß) auf grünem Dreiberg drei grüne Linden.“ (Bescheid von 1966)

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hochdorf unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Hochdorf in Thüringen, einem Ortsteil der Stadt Blankenhain im Landkreis Weimarer Land.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Seit den 1970er Jahren gibt es mit der Breitwiesenschule in Hochdorf nur noch eine Grundschule. Weiterführende Schulen werden in den Nachbarorten besucht. Für die jüngsten Kinder bestehen zwei Kindergärten in der Gemeinde. Die Kinder- und Jugendbücherei umfasst einen Bestand von 4000 Medien.

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Auf der Gemarkung Hochdorf gibt es ein Einzel- und 11 flächenhafte Naturdenkmale.

  • Lindengruppe (3 Winterlinden)
  • Kreuzeiche (1999 Orkan Lothar zum Opfer gefallen)
  • Ein aufgelassener Agulatensandstein-Steinbruch
  • Der Talbach mit dem Mühlkanal
  • Verschiedene Feldhecken und Feldgehölze

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Martini-Markt
  • Mehrtägiges Musikvereinfest
  • Bauernmarkt

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Heinrich Traub, ehemaliger Bürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Hochdorf gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Hans Blickensdörfer (1923–1997), Sportjournalist und Schriftsteller, lebte zuletzt in Hochdorf
  • Rüdiger Kauf (* 1975), Fußballprofi beim VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld, spielte in seiner Jugend beim TV Hochdorf
  • Siegmar Mosdorf, (* 1952), Politiker (SPD), Bundestagsabgeordneter (1990–2002) und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (1998–2002), Mitbegründer und langjähriger Leiter der Bürgerstiftung Hochdorf
  • Susanne Weber-Mosdorf, (* 1953), Politikerin (SPD), stellvertretende Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (2006–2011), Mitbegründerin der Bürgerstiftung Hochdorf, wohnt in Hochdorf[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Blickensdörfer: Die Baskenmütze. Heyne, München 1975, ISBN 3-453-00480-9.
  • Erich Roos: Dorf-Chronik Hochdorf 1900–1950. Geiger, Horb 2001, ISBN 3-89570-733-3.
  • Gemeinde Hochdorf (Hrsg.), Christof Drüppel: Hochdorf – Geschichte einer Gemeinde im Albvorland. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1989.
  • Gemeinde Hochdorf (Hrsg.): Hochdorf in Bildern – Vorgestern, Gestern und Heute. Geiger, Horb 1982.
  • Der Landkreis Esslingen (Band 2). Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Seite 17.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochdorf (bei Plochingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 243.
  3. Weber-Mosdorf wechselt von Berlin nach Genf, Der Teckbote, Artikel vom 27. Dezember 2005