Hochland von Abessinien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Hochland von Abessinien
Höchster Gipfel Ras Daschan Terara (4533 m)
Lage Äthiopien, Eritrea
Hochland von Abessinien (Äthiopien)
Hochland von Abessinien
Koordinaten 13° 14′ N, 38° 22′ O13.23648333333338.3683583333334533Koordinaten: 13° 14′ N, 38° 22′ O

f

f1
p1
p5

Das bis zu 4.533 m hohe Hochland von Abessinien (auch Hochland von Äthiopien oder Äthiopisches Hochland) bedeckt als Hochgebirge Zentral- und Nord-Äthiopien und reicht mit seinen nördlichsten Ausläufern noch in das nördliche Eritrea (Ostafrika).

Lage[Bearbeiten]

Im Nordwesten Äthiopiens geht das Hochland von Abessinien nach und nach in die Nubische Wüste über. Im Nordosten schließt sich Eritrea an, wo das Gelände zum Roten Meer hin abfällt. Im Südosten stößt das Hochland an den Nordteil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, von dem hier der Ostafrikanische Grabenbruch abzweigt. Dieser beginnt mit dem Abessinischen Graben, der das Abessinische Hochland vom Somali-Hochland trennt, das auch Südliches Äthiopisches Hochland genannt wird. Im Süden geht das Gebirge in den zuvor genannten Grabenbruch über, in dem sich neben einigen anderen Seen der Turkanasee befindet. Südwestlich und westlich schließt sich das Niltal an und die Sümpfe des Sudds.

In Nord-Südrichtung ist das Hochland etwa 1.000 km lang und in West-Ostrichtung bis zu 500 km breit, was etwa der Größe der Alpen entspricht.

Landschaftsbild[Bearbeiten]

Das äthiopische Hochland

Das Hochland von Abessinien ist in verschiedene kleine Einzelgebirge zergliedert, die zum Beispiel Amara, Gurage und Simen heißen.

Aus der sich im Nordwesten an das Hochland anschließenden Nubischen Wüste im Sudan steigt das Gelände nur allmählich über Hochländer und die Landesgrenze nach Äthiopien an. Durch den Nordteil des in diesem Grenzbereich beginnenden Gebirges zieht sich die Sahelzone: Letztere kommt in dieser Gegend als etwa 100 km breiter Streifen aus Richtung Westen und knickt dann nach Norden ab, um vom Nordteil des Hochlands mit bis zu 500 km Breite entlang der Küste des Roten Meeres und damit vor allem durch das Nachbarland Eritrea nach Südosten zu führen. Im Norden herrscht einerseits die Trockensavanne vor, andererseits gibt es dort einen sumpfigen und dichten Urwald, in dem z.B. Elefanten, Raubtiere und Schlangen leben, kaum aber Menschen.

An seinem Ostrand fällt das Hochland von Abessinien steil ab, um in der westlich der Grenze zu Eritrea liegenden Koba-Senke, eine Depression, am Ufer des Karumsee sogar bis auf 116 m unter den Meeresspiegel abzufallen; darin gibt es ein Sumpfgebiet, das von den Bach- und Flussläufen, die aus dem recht niederschlagsreichen Zentrum des Hochlands kommen, gespeist wird. Die östliche Gegend wird von Trocken- und Feuchtsavannen bestimmt, die noch weiter im Osten in den breiten Streifen des bereits erwähnten Sahels übergeht.

In Richtung Südosten, wo sich der oben genannte Grabenbruch in Nordost-Südwest-Richtung durch Äthiopien zieht, geht das Hochland von Abessinien über die Feuchtsavanne in die Dornsavanne des Grabens über; darin befinden sich viele Seen.

Das Zentrum des Gebirges wird zumeist von Grasland auf den waldlosen und felsigen Tafelbergen, die oft senkrecht abfallende Felswände aufweisen, teils aber auch vom tropischen Regenwald bestimmt, und vom mit Nilpferden belebten Tanasee, aus dem der Blaue Nil entfließt. Die Gipfelbereiche vieler dieser eben genannten Plateaus werden bewässert, so dass sich dort eine recht üppige Vegetation und sogar Ackerbau entwickeln konnte; außerdem wird dort Viehzucht betrieben. In den Kriegen der früheren Jahrhunderte waren diese Felsplateaus, die Amba genannt werden, oftmals uneinnehmbare Festungen.

Richtung Südwesten und Westen fällt das Gelände über die Trockensavanne allmählich zu den Tälern des Blauen- und Weißen Nils hin ab.

Klima[Bearbeiten]

Während die Gipfelregionen oftmals ein feucht-tropisches Klima aufweisen, fallen die Täler trocken. Die Regenzeit, die ihre Niederschläge zumeist nur in den Gipfelregionen abregnen lässt (dies ist auch der Grund für die äthiopischen Dürren), dauert von Juni bis September.

Geologie[Bearbeiten]

Gesteine vulkanischen Ursprungs prägen das Hochland von Abessinien. Insbesondere findet man verbreitet eine bis zu zwei Kilometer mächtige Lavadecke, die auf die Aktivität einer magmatischen Großprovinz vor 30 bis 25 Mio. Jahren zurückgeht.

Berge[Bearbeiten]

Semien-Gebirge

Das recht zerklüftete Hochgebirge ist etwa 2.000 bis maximal 4.533 m hoch. Die höchsten Gipfel sind mehrere Monate im Jahr mit Schnee bedeckt, ein Grund dafür, dass der Blaue Nil der aus dem Tanasee und dessen Zuflüssen entspringt, so reichhaltig Wasser erhält.

Die hier aufgeführte Liste der höchsten Berge im Hochland von Abessinien stellt lediglich eine Auswahl von einigen hohen Bergen dar.

  • Ras Daschan Terara (4.533 m) − Sämen-Gebirge
  • Buahit (4.510 m)
  • Talo (4.413 m)
  • Kollo (4.300 m)
  • Guma Terara 4.231 m
  • Guge (4.203 m)
  • Birhan Terara (4.154 m)
  • Amba Alage (3.438 m)
  • Tulu Welel (3.301 m)
  • Dendi (3.292 m)
  • Beleye (3.131 m)

Gewässer[Bearbeiten]

Flüsse:

Seen:

Orte[Bearbeiten]

Staaten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Wiktionary: Abessinien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen