Hochschule Albstadt-Sigmaringen

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Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Hochschule für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften
Logo
Motto Erfolgreich studieren.
Gründung 1. Oktober 1971
Trägerschaft staatlich
Ort Albstadt und Sigmaringen
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Rektorin Ingeborg Mühldorfer
Studenten 2.925 WS 2012/13[1]
Netzwerke IBH
Website www.hs-albsig.de

Die Hochschule für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften in Albstadt und in Sigmaringen liegt in Baden-Württemberg.

Die Schwerpunkte der Hochschule liegen auf drei Gebieten:

  • Fakultät 1: Engineering in Albstadt
  • Fakultät 2: Business and Computer Science an beiden Standorten
  • Fakultät 3: Life Sciences in Sigmaringen

Die Hochschule ist Mitglied der 2005 gegründeten Hochschulregion Tübingen-Hohenheim mit der Universität Hohenheim und der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie den Hochschulen Nürtingen-Geislingen, Hochschule Reutlingen und Rottenburg. Das Ziel dieser Vereinigung ist, bei Projekten in der Infrastruktur, Verwaltung, Forschung und Lehre enger zu kooperieren.

Neben der Möglichkeit eines herkömmlichen Studiums bietet die Hochschule auch ein kombiniertes Studium in den Bereichen „Maschinenbau“ und „Kommunikations- und Softwaretechnik“ an, wobei mit Unternehmen aus der Region kooperiert wird (sogenanntes „Albstädter Modell“: 2 Jahre verkürzte Berufsausbildung, 2 1/2 Jahre verkürztes Bachelor-Studium). Im Bereich „Betriebswirtschaft“ besteht am Standort Sigmaringen eine ähnliche Kooperation mit der Hohenzollerischen Landesbank Kreissparkasse Sigmaringen.

Die Hochschule ist seit mehreren Jahren Mitglied im Verbund Internationale Bodensee-Hochschule und bietet derzeit an beiden Standorten zusammen 19 Studiengänge mit Bachelor und Master -Abschlüssen an. Derzeit nehmen 3.021 Studenten das Angebot wahr.

Geschichte[Bearbeiten]

1971 wurde die Staatliche Ingenieurschule in die Fachhochschule Sigmaringen umgewandelt. Der damalige Diplomstudiengang war „Bekleidungstechnik“. Es folgte der Diplomstudiengang „Ernährungs- und Hygienetechnik“. In den Jahren 1985/86 stellte sich der damalige Fachbereich „Haushalts- und Ernährungstechnik“ die Aufgabe, das Studienangebot der Fachhochschule in Sigmaringen zu verbreitern, um den Bedarf der Wirtschaft gerecht zu werden und um den Standort zu stärken.

Der Antrag der Fachhochschule auf die Einrichtung des Studienganges „Pharmatechnik“ wurde durch Unternehmen der Pharmaindustrie unterstützt, zum Wintersemester 1987/88 wurde er an der Fachhochschule Sigmaringen erstmals in Deutschland angeboten.[2] 1988/89 wurde Albstadt zweiter Standort und es entstand die Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen. Die Bekleidungstechnik wurde nach dort verlegt. Weitere Studiengänge kamen in den Folgejahren hinzu. In Sigmaringen wurde mit der Betriebswirtschaft (BWL) ein neuer Fachbereich eingerichtet. Im Zuge der 2004 beginnenden Umstellungen vom Diplom zu Bachelor und Master wurde aus der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen schließlich die heutige Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

Beide Standorte bildeten ein differenziertes Studienangebot heraus: In Albstadt entstanden 1989 zusätzlich der Diplomstudiengang „Technische Informatik“ und kurz danach „Maschinenbau“. 1995 kam der Diplomstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ dazu. Im Jahr 1999 gingen aus der „Technischen Informatik“ die beiden Diplomstudiengänge „Wirtschaftsinformatik“ und „Kommunikations- und Softwaretechnik“ hervor. Ab Anfang 2005 wurden sämtliche Studiengänge von Diplom auf Bachelor umgestellt. Ein Jahr später entstand mit „Management and Information Systems“ ein neues Masterangebot, gefolgt von einem Master-Studiengang „Systems Engineering“. Neu am Standort Albstadt ist seit dem Wintersemester 2009/2010 der Bachelor-Studiengang „Technische Textilien“.

In Sigmaringen kam 1998 der Diplomstudiengang „Betriebswirtschaft“, im Sommersemester 2000 der Masterstudiengang „Biomedical Engineering“ und im Wintersemester 2000/2001 der Diplomstudiengang „Facility Management“ hinzu. Zeitgleich mit der Umstellung in Albstadt wurde auch am Standort Sigmaringen das bisherige Studienangebot auf Bachelor umgestellt. Seitdem bietet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen am Standort Sigmaringen die Bachelorstudiengänge „Betriebswirtschaft“, „Lebensmittel, Ernährung und Hygiene“, „Pharmatechnik“ und „Facility Management“ an. Neu hinzugekommen sind hier seit 2008 Masterstudiengänge in „Betriebswirtschaft und Management“, „Facility Design and Management“ sowie „Biomedical Engineering“.

Im Wintersemester 2012/13 erreichte die Hochschule erstmals die Marke von 3000 Studenten; in Albstadt sind 1615 Studenten eingeschrieben, in Sigmaringen 1.406.[3] Ab diesem Semester gab es auch eine Veränderung im Rektorat: Den Platz des bisherigen Rektors Günter Rexer nimmt fortan Ingeborg Mühldorfer ein.

Gebäude[Bearbeiten]

Beide Standorte sind bei der Zahl der Studierenden annähernd gleich groß, zeigen jedoch unterschiedliche bauliche Bilder.

Standort Albstadt

In Albstadt verteilen sich die Studiengänge auf drei nah beieinander liegende Gebäude, unter anderem eine umgenutzte ehemalige Textilfabrik, sämtlich unmittelbar am Rand der Altstadt des Kernortes Ebingen gelegen. Der Hochschulstandort Sigmaringen zeigt hingegen eine klare Campus-Struktur, gelegen auf einer Anhöhe außerhalb der Stadt.

Standort Sigmaringen

Der Landkreis Sigmaringen, Bauträger des Hochschulneubaus in Sigmaringen, erhielt von der Architektenkammer Baden-Württemberg 1995 die „Auszeichnung für Beispielhaftes Bauen“. Mit dem zweiten Erweiterungsbau ist ein klar strukturierter, heller und funktionaler Baukörper in Nord-Süd-Richtung mit 100 Metern Länge entstanden. Zusätzlich zum Erd- und Obergeschoss gibt es ein Hanggeschoss über die Hälfte der Gesamtlänge. Der Hauptzugang führt durch das jetzige Hauptgebäude, den so genannten ersten Erweiterungsbau aus dem Jahr 1995. Es schließt in Erdgeschoss und Obergeschoss an den Neubau an. Der nördliche Ausgang führt auf den Campus, der südliche Eingang zu dem um 66 Plätze erweiterten Parkplatz.[4]

Bereits die Gesamtplanung für die Fachhochschule Anfang der 1990er Jahre sah einen zweiten Anbau vor. Von April 2007 bis März 2009 wurde ein Erweiterungsbau mit 1.980 Quadratmeter Nutzfläche errichtet. Die Baukosten wurden bei der Genehmigung 2002 auf 7,5 Millionen Euro gedeckelt. Für die Innenausstattung stand der Hochschule eine weitere Million Euro zur Verfügung.[4] Bauherr war das Land Baden-Württemberg. Die Planung und Durchführung hat das Architekturbüro Glück und Partner aus Stuttgart vorgenommen.[5] Am 8. April 2009 wurde der Neubau feierlich durch Ministerpräsident Günther Oettinger für die Fakultät Life Science übergeben.[6]

Kunst am Bau[Bearbeiten]

Im Rahmen von Kunst am Bau befinden sich in und an dem Hochschschulneubau in Sigmaringen mehrere Kunstobjekte, darunter zwei Bilder des Künstlers Johannes Rave („Ohne Titel“, 1993), zwei Bilder der Künstlerin Barbara Ehrmann („Gedankenmaschine I“ und „Gedankenmaschine II“, 1993), die Collage „Studie zu einem Konzept“ (1994), fünf Radierungen von Wolfram Ullrich („Islands“, 1992) und zwei Plastiken von Romain Fink („Zwei Gitter (Rot + Grün)“, 1994).

Studienangebote[Bearbeiten]

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten]

Fakultät 1 - Engineering
Fakultät 2 - Business and Computer Science
Fakultät 3 - Life Sciences
Fakultät 4 - Computer Science/Informatik

Masterstudiengänge[Bearbeiten]

Fakultät 1 - Engineering
Fakultät 2 - Business and Computer Science
  • Betriebswirtschaft und Management (BWM), Campus Sigmaringen
Fakultät 3 - Life Sciences

Rankings[Bearbeiten]

Im Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) im Mai 2010 wurde der Studiengang Maschinenbau hervorragend und die Studiengänge Pharmatechnik sowie Lebensmittel/Ernährung/Hygiene sehr gut bewertet.[7]

Angewandte Forschung[Bearbeiten]

Das Institut für Angewandte Forschung (IAF) bündelt und fördert die Forschungs- Aktivitäten. Es will außerdem zwischen Unternehmen mit Forschungsaufgaben und der Hochschule verbinden. Unter dem Dach des IAF gibt es neben dem Fachinstitut für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften vier spezielle Fachinstitute in den Bereichen Life Sciences, Informatik und Maschinenbau:

Partnerhochschulen (Auswahl)[Bearbeiten]

Internationalisierung erfährt die Hochschule Albstadt-Sigmaringen durch Austauschvereinbarungen mit 47 Partnerhochschulen weltweit. Diese sind unter anderem:

Förderverein[Bearbeiten]

Der Verein der „Freunde und Förderer der Hochschule Albstadt-Sigmaringen e.V.“ wurde am 4. November 1998 gegründet. Die Neugründung erfolgte durch den Zusammenschluss der „Freunde und Förderer der Fachhochschule Sigmaringen e.V.“ (gegründet am 14. November 1968 als „Freunde der Staatlichen Höheren Fachhochschule Sigmaringen e.V.“) und des „Aufbauvereins für die Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen e.V.“ (gegründet am 4. März 1988). Zu den Aufgaben gehört nicht nur die finanzielle Unterstützung der Hochschule, sondern auch der aktive Gedankenaustausch zwischen Theorie und Praxis.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Lutz Ringwelski: Hochschule. 20 Jahre Pharmatechnik sind eine Erfolgsgeschichte. In: Schwäbische Zeitung. 2. Januar 2007.
  3. Neue Rektorin begrüßt 729 Erstsemester auf gh-albsig-de, Artikel vom 2. Oktober 2012, abgerufen am 17. Dezember 2012
  4. a b Fachhochschule. Das lange Warten hat sich gelohnt. In: Schwäbische Zeitung. 14. Januar 2009.
  5. Kurt Loescher: Neubau der Fachhochschule Sigmaringen-Albstadt fertig - Ministerpräsident Oettinger übergibt Haus. Traum vom neuen Gebäude erfüllt. In: Südkurier. 9. April 2009.
  6. Vera Romeu: Hochschule Sigmaringen-Albstadt. Neubau ist Investition in die Zukunft. In: Schwäbische Zeitung. 9. April 2009.
  7. CHE-Ranking: Drei Fächer mit Bestnoten, Pressemitteilung HS Albstadt-Sigmaringen, 6. Mai 2010.
  8. Wahlen beim Förderverein, Pressemitteilung HS Albstadt-Sigmaringen, 8. Dezember 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochschule Albstadt-Sigmaringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien