Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung

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Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung
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Gründung 1906
Trägerschaft staatlich
Ort Konstanz
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Präsident Carsten Manz (seit 15. April 2014)
Studenten 4.535 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter ca. 350 (Mitarbeiter/Professoren)
Netzwerke IBH
Website www.htwg-konstanz.de

Die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (kurz: HTWG Konstanz) ist eine Fachhochschule in Baden-Württemberg in Konstanz. Ihr internationaler Name ist Konstanz University of Applied Sciences.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hochschule Konstanz hat ihren Vorläufer in dem 1906 gegründeten „Technikum Konstanz“. Diese vom Ingenieur Alfred Wachtel gegründete private höhere technische Lehranstalt mit anfangs 28 Studenten und vier Dozenten wurde mit den drei Fachabteilungen Ingenieurschule, Technikerschule und Schule für Werkmeister gegründet. Sie nahm ihren Betrieb zunächst in der Hussenstraße 17 in der Konstanzer Altstadt mit einem Lehrangebot in Elektrotechnik und Maschinenbau auf, das kurz danach um Hoch- und Tiefbau erweitert wurde.

Der Bezug der Ingenieurschule am Rheinufer im Jahre 1911 (mit einem Jahr Verzögerung wegen Hochwasserschäden) ist wegen der ansteigenden Studentenzahl auf 184 zurückzuführen. 1934 erfolgte die Anerkennung als staatliches Technikum. 1938 wurde das Technikum als Staatliche Ingenieurschule Konstanz verstaatlicht. Nach Kriegsende wurde die Ingenieurschule von der französischen Militärverwaltung geschlossen. 1946 wurde der Lehrbetrieb im neuen Staatstechnikum Konstanz wieder aufgenommen. Über die landeseigene Trägerschaft als Staatliche Ingenieurschule Konstanz 1961 entstand schließlich 1971 die Fachhochschule Konstanz. Erster Rektor der neugeordneten Fachhochschule Konstanz war Georg Schug.

Fachhochschule Konstanz[Bearbeiten]

Die Hochschule wurde durch die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebs- und Fertigungstechnik, Konstruktions- und Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Energietechnik, Nachrichtentechnik, Informatik, Naturwissenschaftliche Grundlagen und Sozialwissenschaften sukzessive ausgebaut. Die Studentenzahl stieg von 1.012 im Jahr 1971 bis auf rund 4.500 im Jahr 2013.

Die überregional anerkannte Bodensee-Kunstschule Konstanz (BKK) wurde 1985 als Institut für Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Konstanz eingegliedert. 1995 erfolgte die Integration als Studiengang Kommunikationsdesign in den Fachbereich Architektur und Gestaltung. 1986 wurden das Forschungs- und Transferinstitut Institut für Innovation und Transfer (IIT) sowie die Technischen Akademie Konstanz e.V. gegründet. 1992 erfolgte die Gründung des Studienzentrum Schloss Langenstein (heute: Studienzentrum Villa Rheinburg) sowie der Zentralstelle für Forschung, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit (derzeit: Zentralstelle für Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Lehre und Forschung - ZWÖLF).

In den Jahren 1995 bis 2000 erfolgte ein strategischer Schub der Hochschule mit zahlreichen Umstrukturierungen und baulichen Erweiterungen. 2000 wurde infolge gesetzlicher Bestimmungen der Hochschulrat als höchstes Organ der Hochschule bestimmt. Bachelor- und Master-Abschlüsse wurden flächendeckend eingeführt. 2004 wurde die Hochschule als beste deutsche Hochschule in Sachen Weiterbildung durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. 2005 wurde sie mit dem baden-württembergischen Landesforschungspreis ausgezeichnet – als erste Landes-Fachhochschule überhaupt. 2004 feierte Verband der Freunde, Förderer und Absolventen sein fünfzigjähriges Bestehen. Der Verband hat sich Ende 2006 in Fördergesellschaft der Hochschule Konstanz umbenannt.

Die Hochschule Konstanz hat partnerschaftliche Kontakte zu zahlreichen Hochschulen und Universitäten in aller Welt. Sie gehört zum Verbund Internationale Bodensee-Hochschule.

Das Studienkolleg (SK) der Hochschule Konstanz ist als Zentralstelle für die Zeugnisanerkennung aller ausländischen Studienbewerber an Hochschulen in Baden-Württemberg zuständig. Außerdem bietet das SK Vorbereitungskurse für ausländische Studierende sowie die für eine Studienzulassung erforderlichen Deutsch- und Feststellungsprüfung an.

Fakultäten[Bearbeiten]

Die Hochschule Konstanz hat derzeit folgende Fakultäten:

  • Architektur und Gestaltung
  • Bauingenieurwesen
  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Informatik
  • Maschinenbau
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten]

  • Angewandte Informatik (löste die Studiengänge Software Engineering und Technische Informatik ab)
  • Architektur
  • Automobilinformationstechnik
  • Bauingenieurwesen
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Gesundheitsinformatik
  • Kommunikationsdesign
  • Maschinenbau/Konstruktion und Entwicklung
  • Maschinenbau/Produktion
  • Umwelttechnik und Ressourcenmanagement
  • Verfahrenstechnik und Umwelttechnik
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsingenieurwesen Bau
  • Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau
  • Wirtschaftsrecht
  • Wirtschaftssprachen Asien und Management/Chinesisch
  • Wirtschaftssprachen Asien und Management/Südostasien/Südasien
  • Wirtschaftssprache Deutsch und Tourismusmanagement

Masterstudiengänge[Bearbeiten]

  • Architektur
  • Automotive Systems Engineering
  • Bauingenieurwesen
  • Business Information Technology (BIT): Ist ein Conversion Master (nicht-konsekutiver Master-Studiengang). Die Nicht Wirtschaftsinformatiker erlernen den Einsatz der IT zur Realisierung effizienter Geschäftsprozesse in Unternehmen. Ein bis zu zweisemestriger Auslandsaufenthalt an der Partnerhochschule Staffordshire_University ist möglich. Nach dem viersemestrigen Vollzeitstudium erhält man den Titel Master of Science [M.Sc.] Der Studiengang ist akkreditiert. Dies ermöglicht den Absolventen als Beamte den Zugang zum höheren Dienst oder gute Einstiegschancen in die Wirtschaft. Nach dem Studium bilden sie die Schnittstelle zwischen Anwendern der klassischen Betriebswirtschaft und der Unternehmens-IT.
  • Ehemals Communication Systems Engineering
  • Elektrische Systeme (EIM)
  • Informatik (MSI)
  • Internationales Management Asien (ASM)
  • Kommunikationsdesign
  • Mechanical Engineering and International Sales Management
  • Mechatronik
  • Umwelt- und Verfahrenstechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen Bau
  • Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau

Persönlichkeiten & Alumni[Bearbeiten]

Bekannte Professoren[Bearbeiten]

Bekannte Studenten/Absolventen[Bearbeiten]

Michael Fürst war 2006 der Träger des Max-Weber-Preises für Wirtschaftsethik. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln für seine Dissertation zu „Risiko Governance - Die Wahrnehmung und Steuerung moralökonomischer Risiken“ vergeben und ihm von Vizekanzler Franz Müntefering in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überreicht.[2]

Rektoren/Präsidenten[Bearbeiten]

Verfasste Studierendenschaft AStA / USta[Bearbeiten]

Bis 1977 existierte die Verfasste Studierendenschaft auch an der FH Konstanz. Unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung wurde sie damals von der Landesregierung unter Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) verboten. An ihre Stelle trat eine Unabhängige Studierendenschaft, welche weitgehend die bisherigen demokratischen Strukturen übernahm. Heute existiert ein parlamentarisches System mit einem Studierendenparlament und einem Unabhängigen Studierendenausschuss (UStA) als ausführendem Organ.

Preise der Hochschule[Bearbeiten]

  • Alfred Wachtel Preis (Leistungspreis der Hochschule)
  • Rosel Rödelstab Preis (Preis für soziales Engagement)
  • DAAD-Preis (Leistungspreis für Ausländische Studierende)
  • Preis der IHK Thurgau (Leistungspreis für den besten Schweizer Absolventen eines Jahrgangs der Hochschule)
  • Luca Pacioli – Preis (Preis für das beste Diplom im Studiengangs BWL)
  • Emma Herwegh Preis (für außergewöhnliches Engagement im Studiengang BWL)

Ehrensenator der HTWG Konstanz[Bearbeiten]

  • Hans Dinger (1927-2010), Vorsitzender der Geschäftsführung der MTU München und Friedrichshafen von 1985 bis 1989 und Mitglied des Vorstandes der Daimler-Benz AG von 1986 bis 1989
  • Friedrich Dodel, Geschäftsleitung Siemens, ehemaliges Vorstandsmitglied der Fördergesellschaft sowie des Hochschulrats

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Preise und Auszeichnungen für Forschungsleistungen der Wissenschaftler der HTWG Konstanz
  3. Prof. Dr. Carsten Manz tritt Präsidentenamt an, Nachrichten aus der HTWG, 15. April 2014

Weblinks[Bearbeiten]

47.6670889.171757Koordinaten: 47° 40′ 2″ N, 9° 10′ 18″ O