Hochschule Mannheim

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Hochschule Mannheim
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Gründung 1898
Trägerschaft staatlich
Ort Mannheim
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Rektor Dieter Leonhard
Studenten 5.106 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter rund 250
davon Professoren 160[2]
Website www.hs-mannheim.de
Das Hochhaus (Bau H)
Im Gebäude L befindet sich unter anderem die Bibliothek

Die Hochschule Mannheim (bis 2005: Fachhochschule Mannheim – Hochschule für Technik und Gestaltung) ist eine deutsche Fachhochschule mit Sitz in Mannheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hochschule wurde 1898 als private, städtisch subventionierte Ingenieurschule mit den Fächern Maschinenbau und Elektrotechnik von Paul Wittsack gegründet. 1939 wurde sie ganz von der Stadt übernommen und in Städtische Ingenieurschule Mannheim umbenannt. 1962 wurde sie vom Bundesland Baden-Württemberg übernommen und in Staatliche Ingenieurschule Mannheim umfirmiert. In den Folgejahren wurde das Fächerangebot unter anderem durch Chemische Technik, Informatik und Verfahrenstechnik stark erweitert. 1971 erhielt die Ingenieurschule Hochschulstatus und wurde in Fachhochschule für Technik Mannheim umbenannt. 1977 eröffnete man das Hochhaus als Gebäude 10. 1986 erhielt Mannheim im Rahmen eines Bundesmodellversuchs als eine der ersten Fachhochschulen den Studiengang Biotechnologie.

1995 wurde die bislang städtische Fachhochschule für Gestaltung in die Fachhochschule für Technik als Fakultät für Gestaltung mit den Instituten Interaktive Medien, Printorientierte Medien, Zeitbasierte Medien, Fotografie sowie Designwissenschaften eingegliedert. Sie hatte ihren Ursprung in der 1920 gegründeten privaten Werkkunstschule. 1973 war sie von der Stadt Mannheim übernommen worden.

2006 kam es zur Fusion mit der Fachhochschule für Sozialwesen Mannheim. Der Name der Einrichtung ist seit 2005 schlicht Hochschule Mannheim.

Die Hochschule Mannheim ist 2009 als eine der wenigen Hochschulen ohne Promotionsrecht in die European University Association (EUA) aufgenommen worden. Der Beitritt ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit in europäischen Forschungsnetzwerken und die Beteiligung an internationalen Forschungsverbünden.[3]

Studienangebote (Stand Januar 2012)[Bearbeiten]

  • Fakultät für Biotechnologie
  • Fakultät für Elektrotechnik
    • Automatisierungstechnik / Automation Technology (Bachelor)
    • Elektro- und Informationstechnik für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen (Ingenieurpädagogik) (Bachelor) – in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
    • Energietechnik und erneuerbare Energien / Power Engineering and Renewable Energies
    • Translation Studies for Information Technologies (Bachelor) (Kooperation mit der Universität Heidelberg)
    • Automatisierungs- und Energiesysteme (Master)
    • Elektro- und Informationstechnik für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen (Ingenieur-Pädagogik) (Bachelor, Master) (in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg)
  • Fakultät für Gestaltung
  • Fakultät für Informatik
  • Fakultät für Informationstechnik
  • Fakultät für Maschinenbau
    • Maschinenbau / Konstruktion (Bachelor)
    • Maschinenbau / Produktion (Bachelor)
    • Maschinenbau (Master, binationaler Studiengang, dt.-frz.)
    • Maschinenbau (Master)
  • Fakultät für Sozialwesen
  • Fakultät für Verfahrens- und Chemietechnik
  • Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen
    • Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor)
    • Wirtschaftsingenieurwesen (Master)
  • Fakultätsübergreifend

Einige Zahlen (Stand Wintersemester 2009/10)[Bearbeiten]

  • Professorenstellen: 164
  • Sprachlehrer: 15
  • Lehrbeauftragte: 190
  • Mitarbeiter: ca. 250
  • Studierende: 4395

Auslandsbeziehungen[Bearbeiten]

  • Austauschprogramm mit der University of Maryland, College Park, USA
  • Deutsch-französische Studiengänge zusammen mit dem Institut National Polytechnique de Lorraine in Nancy
  • Partnerschaften mit über 50 Hochschulen in 30 Ländern weltweit

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten]

  • Medizinisch orientierte Biotechnologie
  • Medizinische Gerätetechnik
  • Verfahrens- und Umwelttechnik
  • Regenerative Energien
  • Tribologie

Lehrende[Bearbeiten]

  • Thomas Friedrich (* 1959), Philosoph und Designwissenschaftler, seit 2000 Professor, leitet das Institut für Designwissenschaft
  • Dietmar von Hoyningen-Huene (* 1943), Verfahrenstechniker, ab 1972 Professor, 1985 bis 2007 Rektor der Hochschule
  • Rainer Kilb (* 1952), seit 2003 Professor, seit 2003 Dekan der Fakultät für Sozialwesen
  • Jürgen Rochlitz (* 1937), Chemiker, von 1975 bis 2001 Professor für Organische Chemie
  • Claus-Christian Timmermann (* 1947), Elektrotechniker, seit 1979 Professor, 1985 bis 2012 Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik und Optische Nachrichtentechnik

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfram Förster: Hundert Jahre Fachhochschule Mannheim 1898–1998. Mannheim 1998. ISBN 3-9803632-3-6.
  • Hans Willig: Fachhochschule für Technik Mannheim: 75 Jahre Ingenieur-Ausbildung 1898–1973. Mannheim 1973. ISBN 3-87804-021-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. http://www.hs-mannheim.de/die-hochschule/hochschule-in-zahlen.html
  3. Pressemitteilung der Hochschule vom 27. Januar 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochschule Mannheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

49.4695568661118.4822070597222Koordinaten: 49° 28′ 10″ N, 8° 28′ 56″ O