Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

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Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
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Gründung 1970
Trägerschaft Behörde für Wissenschaft und Forschung
Ort Hamburg
Staat Deutschland
Präsident Jacqueline Otten (Seit 1. März 2014)
Studenten 14.928 WS 2012/13[1]
Frauenquote: 38,7 %
Professoren 370 und ca. 400 Lehrbeauftragte
Netzwerke UAS7
Website http://www.haw-hamburg.de/
Campus Berliner Tor (Altbau Maschinenbau und Neubau Wirtschaft)
Standort Armgartstraße, Modeschule
Grundzertifikat

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (kurz: HAW Hamburg) ist die zweitgrößte Hochschule in Hamburg und die drittgrößte Fachhochschule in Deutschland. Seit dem WS 2010/2011 studieren an ihr ca. 13.661 Studierende in 63 verschiedenen Studiengängen. Sie werden unterrichtet von 370 Professoren und Professorinnen sowie weiteren 400 Lehrbeauftragten. Gegliedert ist die HAW Hamburg in vier Fakultäten.

Obwohl Fachhochschulen in Deutschland grundsätzlich kein Promotionsrecht haben, ist es unter besonderen Voraussetzungen Studenten in den Forschungsprojekten dennoch möglich, in einer Kooperation mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und der University of the West of Scotland eine Dissertation zu verfassen.[2]

Entstehung[Bearbeiten]

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1970 entstand aus vier Ingenieurschulen, darunter die Wagenbauschule und das 1905 gegründete Staatliche Technikum am Berliner Tor (Hamburg), und sechs Höheren Fachschulen die Fachhochschule Hamburg als eine der ersten Fachhochschulen Deutschlands. Ihren heutigen Namen erhielt sie im Zuge der Internationalisierung der Studiengänge im August 2001.[3]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die HAW Hamburg unterhält Partnerschaften zu 170 anderen Hochschulen und Partnern[4] in aller Welt wie zum Beispiel zur Technischen Universität Shanghai in der Volksrepublik China, der Universität Huelva (Spanien) und dem Institute of Technology Tallaght in Dublin (Irland). Zudem wird innerhalb der „Shanghai-Hamburg College“-Kooperation zwischen der HAW Hamburg und der TU Shanghai ein Maschinenbau- und ein Elektrotechnikstudium für chinesische Studenten angeboten. Die Vorlesungen werden zu 30% in deutscher Sprache durch Professorinnen/Professoren der HAW Hamburg gehalten. Das Shanghai-Hamburg College ist auf dem Gelände der TU Shanghai beheimatet. Seit 2005 erhalten die Absolventen des Shanghai-Hamburg College neben dem chinesischen Bachelor auch einen akkreditierten deutschen Bachelorabschluss. Der Bachelorstudiengang Informations- und Elektrotechnik ist nahezu mit den gleichen Inhalten auch auf Englisch als Information Engineering zu studieren. Im Studiengang European Computer Science sind zwei Auslandssemester(5. und 6. Semester) Pflicht. Danach erhalten sie sowohl den Bachelor-Abschluss der HAW Hamburg als auch den der jeweiligen Partnerhochschule. Rund 1800 ausländische Studierende (13,1 Prozent aller Studierenden) aus über 100 Nationen studieren derzeit an der HAW Hamburg [4]

Standorte[Bearbeiten]

Da die HAW Hamburg aus verschiedenen Hochschulen hervorgegangen ist, findet man ihre Standorte in ganz Hamburg:

  • Berliner Tor 5-13, 21 und Stiftstraße 69 (im Bezirk Mitte, Stadtteil Sankt Georg, Zentraler Campus Berliner Tor)
  • Lohbrügger Kirchstraße 65 im Bezirk Bergedorf im Stadtteil Lohbrügge (Campus Bergedorf)
  • Alexanderstraße 1 (im Stadtteil Sankt Georg, neu bezogen ab März 2010, unweit des Campus Berliner Tor)
  • Armgartstraße 25 (im Bezirk Nord, Stadtteil Hohenfelde, ab Wintersemester 2010/2011 Modecampus Armgartstraße)
  • Wartenau 15 (im Stadtteil Hohenfelde bis Sommer 2010 Teil des Campus Armgartstraße/Wartenau)
  • Finkenau 35 (im Bezirk Nord, Stadtteil Uhlenhorst, ab Wintersemester 2010/2011 auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg, Eröffnung des neuen HAW-Standorts Mediencampus Finkenau geplant 20. September 2010 nach Fertigstellung des Umbaus der ehemaligen Frauenklinik, 3/4 des Gebäudes werden dann durch die HAW genutzt, eine Erweiterung durch einen Neubau 2011 bis 2013 ist geplant, als Zwischenlösung wird ein Mensazelt errichtet)

Departments[Bearbeiten]

Die einzelnen Departments sind in vier Fakultäten zusammengefasst. Eine Auflistung der jeweiligen Studiengänge der Departments findet sich sowohl für die Bachelor-[5] als auch für die Masterstudiengänge[6] auf der Homepage . Die ehemaligen Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik sind inklusive der beteiligten Studierenden in die neu gegründete HafenCity Universität ausgegliedert worden. Dort sind zudem der ehemalige Fachbereich Architektur der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der Fachbereich Stadtplanung der Technischen Universität Hamburg-Harburg zu finden.

Besonderheit: Ausbildung der Beamtenanwärter[Bearbeiten]

Die Anwärter des gehobenen, allgemeinen Verwaltungsdienstes[7] bei der Freien und Hansestadt Hamburg werden, anders als in anderen Bundesländern, nicht mehr an einer speziellen Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung (FHÖV) ausgebildet, sondern seit 2005 an der HAW. In den Jahren 2008-2010 wurden auch die vergleichbaren Anwärter der Freien Hansestadt Bremen an der HAW integriert. Seit 2011 werden die Anwärter dagegen wieder in Eigenverantwortung an der Hochschule Bremen unterrichtet, sodass die gemeinschaftliche Ausbildung mit dem Studienabschluss des Jahrgangs 2010 im September 2013 endete. Dieser vergleichsweise neue Studiengang für Beamtenanwärter wurde Public Management benannt. Die Studierenden erhalten im Regelfall nach sechs Semestern ihren Bachelor, zwei davon verbringen sie in Praxisstationen in der Hamburger Verwaltung.

Bekannte Persönlichkeiten (Auszug)[Bearbeiten]

Siehe auch: Hochschullehrer der HAW Hamburg in der Wikipedia

Trivia[Bearbeiten]

Um das Gebäude am Berliner Tor 5 stand seit Ende der Bauarbeiten, 2001, bis Ende 2009, ein Baugerüst mit Abdeckungen. Dies sollte verhindern, dass Teile der Glasfassade zu Boden stürzen und dort Menschen verletzen könnten. Seit Fertigstellung des Gebäudes stürzten mehrmals Teile der Glasfassade zu Boden. Menschen wurden jedoch nicht verletzt. Das Gebäude hat 2.400 Glasplatten mit Abmessungen von 1,2 m x 1,2 m und einem Gewicht von 80 kg. Dieses Problem betrifft auch das angrenzende Suite Hotel, da die gleichen Materialien verwendet worden sind. Ursache dieses Problems war nach einem Artikel des Hamburger Abendblatts [8] die in manchen Glasscheiben eingeschlossene Substanz Nickelsulfid, welches sich bei Temperaturen unter 379 °C langsam ausdehnt und somit das Glas ohne Außeneinwirkung zum Zerbersten bringt. Seit Mitte 2008 wurden alle Glasscheiben nach und nach ersetzt.

Bereits bei dem Bau dieses Gebäudes gab es Probleme, so dass aufgrund eines Statikfehlers ein Teil des Rohbaus einstürzte.[9]

Seit Anfang 2010 sind die Arbeiten beendet. Allerdings ist die Hochschule damit ihr Gerüst nicht los, es ist nur ein Gebäude weiter gezogen. Am E&I Hochhaus ist anscheinend Beton von der Fassade abgeplatzt und hinunter gestürzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Promotion
  3. Geschichte der HAW
  4. a b Daten Fakten über die HAW Hamburg
  5. Bachelorstudiengänge
  6. Masterstudiengänge
  7. Duales Studium gehobener allgemeiner Verwaltungsdienst
  8. Hamburger Abendblatt vom 18 September 2007 Baumängel: Glasregen an der Hochschule
  9. HAW-K Chaos an der Mensa ?

53.5562710.02196Koordinaten: 53° 33′ 23″ N, 10° 1′ 19″ O