Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

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Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Gründung 1963
Trägerschaft staatlich
Ort Braunschweig
Bundesland Niedersachsen
Staat Deutschland
Präsident Dipl.-Ing. Nikolas Lange
Studenten 1.065 WS 2012/13[1]
Website hbk-bs.de
Bibliothek der HBK, umgesetzter Pavillon Mexikos auf der Expo 2000

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK Braunschweig) ist eine 1963 gegründete Kunsthochschule in Braunschweig.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig begann im Jahr 1790: Johann Carl Kahnt gründete im Auftrag des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand ein architektonisch-technisches Zeicheninstitut. Nach dessen Schließung wurde der Unterricht vom Braunschweiger Gewerbeverein übernommen, der 1841 unter Federführung von Johannes Selenka das „Zeichnen-Institut“ ins Leben rief. Aus diesem Zeicheninstitut hat sich später über verschiedene Stationen die staatlich anerkannte städtische Handwerker-Kunstgewerbeschule und kurz darauf die Meisterschule des Deutschen Handwerks entwickelt.[2]

Der eigentliche Vorläufer der HBK war die Staatliche Hochschule für Bildende Künste (SHFBK), die 1963 aus der städtischen Werkkunstschule Braunschweig hervorging. 1978 gründete sich aus der SHBFK die Hochschule für Bildende Künste (HBK). Schon die SHFBK war seit 1972 den wissenschaftlichen Hochschulen des Landes gleichgestellt und wurde wenige Jahre später als künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule in das Niedersächsische Hochschulgesetz einbezogen; sie hat seitdem das Promotions- und Habilitationsrecht. Mit dieser Anerkennung verbunden war eine personelle und räumliche Erweiterung der Hochschule. 1984 konnte der preisgekrönte Neubau der Braunschweiger Architekten Krämer, Sieverts & Partner eingeweiht werden, einige Jahre später wurde ein mehrstöckiges ehemaliges Fabrikgebäude bezogen, in dem viele der künstlerischen Klassen und Ateliers großzügig untergebracht sind. Als vorerst letzte Ergänzung des Hochschulcampus ist der Erweiterungsbau der Bibliothek aus Teilen des abgebauten mexikanischen Pavillons auf der EXPO 2000 nach einem Entwurf des Architekten Ricardo Legorreta dazu gekommen.[2]

An der HBK sind momentan rund 1.200 Studierende in den Studiengängen Medienwissenschaften (B.A., M.A.), Freie Kunst (Diplom, Meisterschüler), Kommunikationsdesign (B.A.), Communication Arts (M.A.), Industrial Design (B.A.), Industrial Design/Transportation Design (M.A.), Kunstvermittlung (auslaufend), KUNST.Lehramt (B.A., M.Ed.), Kunstwissenschaft (B.A., M.A.) sowie Darstellendes Spiel (B.A., M.Ed.) eingeschrieben.

Organisation[Bearbeiten]

Die Hochschule ist eine Einrichtung des Landes zugleich eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie hat eine Präsidialverfassung. Die HBK Braunschweig ist nicht im herkömmlichen Sinn in Fakultäten gegliedert. Das Besondere der HBK besteht darin, dass die Aufgaben eines Fakultätsrats durch den Senat, die Dekanatsfunktion durch das Präsidium wahrgenommen werden. Um die Arbeitsfähigkeit sowie - kräfte innerhalb des Lehr- und Dozentenkörpers der HBK Braunschweig sicherzustellen, wurden auf einer Ebene innerhalb von Senat und Präsidium durch entsprechende Vorbereitungen der Senats- und Präsidiumsbeschlüsse alle an der HBK durch Hochschullehrer vertretenen Studiengänge insgesamt drei Fächergruppen zugeordnet. Entsprechende Fachkommissionen der Studiengänge, die sich in drei Fächergruppen eingliedern, wurden gebildet. Die Beschlüsse werden gefestigt und aufeinander abgestimmt durch Wahlen innerhalb der Senatssitzungen mit den jeweiligen Vertretern der Fachkommissionen.[3] Diesen Fachkommissionen sind Aufgaben in Anlehnung an die Regelungen für Fakultäten beziehungsweise Dekanate zugewiesen:

  • Fachkommission (FK) I Freie Kunst
  • Fachkommission (FK) II Gestaltung
  • Fachkommission (FK) III Kunstwissenschaft, Medienwissenschaften

An der Hochschule für Bildende Künste bestehen zur Zeit folgende wissenschaftliche Einrichtungen (Institute):

  • Institut für Kunstwissenschaft (IKW)
  • Institut für Medienforschung (IMF) mit den Abteilungen Medienkunst, Mediendesign und Medienwissenschaft
  • Institut für Performative Künste und Bildung (IPKB)
  • Institut für Transportation Design (ITD)

Lehrkörper[Bearbeiten]

Partnerhochschulen[Bearbeiten]

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig unterhält offizielle Hochschulpartnerschaften mit:[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Straka (Hg.): HBK Katalog Volume 1+2, Kunst – Design – Wissenschaften. (Studienjahre 2004 bis 2006).
  • Barbara Straka (Hg.): HBK Katalog Volume 3, Kunst – Design – Wissenschaften. (Studienjahre 2006 bis 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. a b Geschichte der HBK auf hbk-bs.de, abgerufen am 6. September 2012
  3. Fachkommissionen der HBK auf hbk-bs.de, abgerufen am 6. September 2012
  4. Hochschulpartnerschaften

52.257510.501666666667Koordinaten: 52° 15′ 27″ N, 10° 30′ 6″ O