Hochschule für Fernsehen und Film München

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Hochschule für Fernsehen und Film München
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Gründung 19. Juli 1966
Trägerschaft staatlich
Ort München
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Präsident Gerhard Fuchs
Studenten 391 WS 2013/14[1]
Mitarbeiter 85, davon 35 wiss. Mitarbeiter
Website www.hff-muc.de
Gebäude der HFF in der Gabelsberger Straße.
Eingangsbereich der HFF

Die Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) ist eine staatliche Hochschule in Trägerschaft des Freistaats Bayern. Die Filmhochschule hat etwa 350 Studierende. Die Frauenquote beträgt ca. 48 %.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Ehemaliges Gebäude der HFF in der Frankenthaler Straße.

Initiiert und mitgegründet wurde die Hochschule am 19. Juli 1966[3] vom seinerzeitigen Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks, Helmut Oeller, der dort einige Jahre lehrte und später auch Präsident der Hochschule war. Seit dem Gründungsjahr durchliefen 1664 Studenten das Studium an der HFF München. Von 1967-1988 war die Münchner Filmhochschule in einer alten Villa in der Kaulbachstraße untergebracht. Da das Gebäude für den Unterricht in allen Fächern nur bedingt geeignet war, wurde auch in den Räumen der Kaulbachstraße, des früheren Deutschen Instituts für Film und Fernsehen (DIFF), den Studios des BR am Rundfunkplatz und in Freimann, der Bavaria in Geiselgasteig und des ZDF in Unterföhring unterrichtet. 1988 erfolgte schließlich der Umzug in die ehemalige Bettfedernfabrik im Münchner Stadtteil Giesing. Die HFF München bekam dabei ihr erstes eigenes Film- und Fernsehstudio. 2007 feierte die HFF München ihr 40-jähriges Bestehen, sowie die Grundsteinlegung für ein neues Gebäude im Münchner Museumsviertel auf dem ehemaligen Gelände des Südgebäudes der TU München, das an der Gabelsberger Straße gegenüber der Alten Pinakothek entstand und am 15. September 2011 eingeweiht wurde. Heute lautet die Postanschrift Bernd-Eichinger-Platz 1.[4]

Die HFF ist Gründungsmitglied beim MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und -weiterbildung in Bayern.

Studiengänge[Bearbeiten]

Bewerbungen erfolgten zwischen 15. November und 28. Februar jeden Jahres für 5 verschiedene Studiengänge.

  • Abteilung III – Regie Kino- und Fernsehfilm (7–9 Studienplätze)
  • Abteilung IV – Regie Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik (7–9 Studienplätze)
  • Abteilung V – Produktion und Medienwirtschaft (10–15 Studienplätze)
  • Abteilung VI – Drehbuch (7–9 Studienplätze)
  • Abteilung VII – Kamera (7–9 Studienplätze)

Obligatorisch für die Studenten aller oben genannten Studiengänge sind die Lehrangebote der

  • Abteilung I – Kommunikations- und Medienwissenschaft
  • Abteilung II – Technik

Zusätzliche Wahlfächer bieten studiengangsübergreifende Lehrangebote:

  • Creative Writing
  • Fernsehjournalismus
  • Werbe-, PR- und Imagefilm

Ferner existiert in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding der Aufbaustudiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik.

Seit 2007 bietet die HFF München Teile ihres technischen Studienganges auch für Externe an. Das Studienzentrum für Filmtechnologie der HFF München führt seit 2009 von Februar bis April Praxis- und Theorieworkshops zu filmtechnischen Themen durch. Außerdem sind einige Module auch als E-Schulungen buchbar.

Ranking[Bearbeiten]

Im Filmhochschul-Ranking des Nachrichtenmagazins Focus (Ausgabe 22/2006), das in Zusammenarbeit mit dem Art Directors Club entstand, belegte die HFF München einen Platz im Mittelfeld. Die Filmakademie Baden-Württemberg, die Internationale Filmschule Köln, die Kunsthochschule für Medien Köln und die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin belegten die Spitzenplätze. Neben der Reputation der Hochschule waren die Betreuungssituation der Studierenden, die technische Ausstattung und die Zahl der gewonnenen Preise ein Bewertungskriterium.[5] Dem gesamten Filmhochschul-Ranking des Focus und des Art Directors Clubs wurde später von verschiedenen Seiten schwerste methodische Fehler vorgeworfen.[6]

Nach dem aktuellen Ranking der US-amerikanischen Zeitschrift "The Hollywood Reporter" belegt die HFF München Platz 16 als einzige deutsche Filmhochschule unter 25 bewerteten Filmhochschulen weltweit.[7] Als beste europäische Filmhochschule firmierte La Fémis (Paris, Frankreich) auf Platz 6. Platz 1 belegte die US-amerikanische Filmhochschule der University of Southern California.[8]

Erfolge bei den Oscars[Bearbeiten]

Einige Absolventen und Studenten der HFF München wurden für den Oscar bzw. Studenten-Oscar nominiert oder erhielten selbigen: Katja von Garnier konnte 1994 den Studenten-Oscar für Abgeschminkt entgegennehmen, Florian Gallenberger wurde 2000 mit dem Studenten-Oscar und 2001 mit dem Kurzfilm-Oscar für Quiero ser ausgezeichnet, Caroline Link erhielt 1997 eine Oscar-Nominierung für Jenseits der Stille und gewann ihn schließlich 2003 für Nirgendwo in Afrika. 2005 krönte die Oscar-Nominierung von Die Geschichte vom weinenden Kamel den Filmerfolg der beiden HFF-Studenten Luigi Falorni und Byambasuren Davaa. Am 25. Februar 2007 erhielt das Stasi-Drama Das Leben der Anderen von Florian Henckel von Donnersmarck den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Im Mai 2007 wurden Fair Trade von Michael Dreher und Milan von Michaela Kezele für den Studentenoscar nominiert. Im Jahr 2014 erhielt Lennart Ruff den Studenten-Oscar in Gold für seinen Kurzfilm Nocebo.

Professoren[Bearbeiten]

Aktuell lehren Axel Block, Doris Dörrie, Georg Feil, Gerhard Fuchs, Michaela Krützen, C. Bernd Sucher, Andreas Gruber, Michael Gutmann, Manfred Heid, Christian Köster, Franz Kraus Toni Lüdi, Claus Richter, Josef Rödl, Peter C. Slansky, Heiner Stadler, Peter Zeitlinger ständig an der HFF.

Honorarprofessoren der HFF sind u. a. weiterhin Michael Ballhaus, Andy Goldstein, Kurt Hentschel, Helmut Jedele, Reinhold Kreile, Johannes Kreile, Dieter Kronzucker, Caroline Link, Helmut Oeller, Fritz Pleitgen, Bettina Reitz, Günter Rohrbach, Richard Lawrence Ross, Albert Scharf, Mathias Schwarz, Georg Stefan Troller, Karl-Heinz Weigand und Wim Wenders.

Zu den ehemaligen Professoren der HFF zählen u. a. Wolfgang Längsfeld († 2012), Clemens Münster, Eberhard Piltz († 2011), Peter Przygodda († 2011), Gerd Ruge und Klaus Schreyer.

Bekannte Absolventen[Bearbeiten]

Absolventen der Hochschule für Fernsehen und Film München sind u.a. Maren Ade, Franz Xaver Bogner, Peter F. Bringmann, Sven Burgemeister, Jakob Claussen, Byambasuren Davaa, Doris Dörrie, Uli Edel, Klaus Eichhammer, der wohl berühmteste deutsche Filmproduzent Bernd Eichinger, der Regisseur mehrerer Katastrophenfilme (u.a. 2012) Roland Emmerich, Tom Fährmann, Max Färberböck, Florian Gallenberger, Dennis Gansel, Katja von Garnier, Hajo Gies, Dominik Graf, Nina Grosse, Benjamin Heisenberg, Veit Helmer, Florian Henckel von Donnersmarck, Nico Hofmann, Sherry Hormann, Rainer Kaufmann, Mika Kaurismäki, Karl Walter Lindenlaub, Caroline Link, Vivian Naefe, Uschi Reich, Thomas Riedelsheimer, Marcus H. Rosenmüller, Josef Rödl, Michael Schaack, Michael Schanze, Hans-Christian Schmid, Heiner Stadler, Herman Weigel, Wim Wenders, Egon Werdin und Sönke Wortmann.

Des Weiteren gehören Christian Becker, Christoph Biemann, Christian Ditter, Andreas Dorau, Jakob M. Erwa, Frauke Finsterwalder, Sikander Goldau, Esther Gronenborn, Jörg Grünler, Benjamin Herrmann, Christoph Hochhäusler, Vanessa Jopp, Lutz Konermann, Thomas Kronthaler, Gabi Kubach, Sebastian Kutzli, Niels Laupert, Joachim Masannek, Rainer Matsutani, Sebastian Niemann, Lasse Nolte, Jobst Oetzmann, Philipp J. Pamer, Wolfram Paulus, Christopher Roth, Lennart Ruff, Dorothee Schön, Marco Serafini, Peter Stauch und Tomy Wigand zum Kreis der Absolventen der HFF München.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Fernsehen und Film München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierende an Hochschulen Wintersemester 2013/14 (PDF; 4 MB; Seite 78) Abgerufen am 25. September 2014
  2. Peter C. Slansky: Filmhochschulen in Deutschland. Geschichte - Typologie - Architektur. edition text + kritik, München 2011. ISBN 978-3-86916-116-7
  3. HFF-München. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  4. Monika Lerch-Stumpf (Hg): HFF-Guide, Band 1: Kurs A-Q, München 2007
  5. Focus Ranking der Filmhochschulen Ausgabe 22/2006.
    Erläuterungen zur Recherche, Focus Online gefunden am 28. Dezember 2006.
    Erläuterungen zur Datenerhebung, Focus Online gefunden am 28. Dezember 2006.
  6. Peter C. Slansky: Filmhochschulen in Deutschland. Geschichte - Typologie - Architektur; S. 777 ff. edition text + kritik, München, 2011. ISBN 978-3-86916-116-7
  7. The Hollywood Reporter:http://www.hollywoodreporter.com/gallery/thrs-top-25-film-schools-354506#16, Ausgabe 25. Juli 2012
  8. The Hollywood Reporter:http://www.hollywoodreporter.com/news/hollywood-reporter-top-25-film-schools-usc-ucla-afi-353726, Ausgabe 25. Juli 2012

48.14675711.569038Koordinaten: 48° 8′ 48″ N, 11° 34′ 9″ O