Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

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Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
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Gründung 1. August 1971
Trägerschaft staatlich
Ort Würzburg, Schweinfurt
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Präsident Robert Grebner
Studenten 8.833 WS 2012/13[1]
Mitarbeiter 510 (WS 2012/13)
davon Professoren 202 (WS 2012/13)
Website www.fhws.de

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) ist eine 1971 gegründete Fachhochschule in Bayern mit zwei Standorten in Würzburg und Schweinfurt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der heutigen Hochschule Würzburg-Schweinfurt reicht bis 1807 zurück und ist verknüpft mit den Vorgängereinrichtungen „Balthasar-Neumann-Polytechnikum“ des Bezirks Unterfranken, der „Höheren Wirtschaftsschule“ der Stadt Würzburg und der Werkkunstschule der Stadt Würzburg.

Am 1. August 1971 nahm die aufgrund des Bayerischen Fachhochschulgesetzes (FHG) gegründete Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt mit 1566 Studierenden in sieben Studiengängen den Betrieb auf. Am Standort Würzburg wurden die Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft und Grafikdesign (heute Kommunikationsdesign) angeboten, in Schweinfurt die Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen.

Im Laufe der Zeit wurden das Angebot um die Studiengänge Soziale Arbeit (1972), Kunststofftechnik und Vermessung (1973), Informatik (1975), Pflegemanagement (1995), Betriebswirtschaft (1998), Wirtschaftsinformatik (2000), Medienmanagement (2001), Ingenieurinformatik (2003), Logistik (2008) ergänzt.

Von 1991 bis 2000 baute sie im Auftrag des Wissenschaftsministeriums eine neue Abteilung in Aschaffenburg auf. Dort wurde zunächst der Studiengang Betriebswirtschaft angeboten, ab 1997 auch der Studiengang Elektrotechnik. Im Jahr 2000 ging aus der damaligen Abteilung Aschaffenburg eine eigenständige Fachhochschule hervor.

Am 14. Februar 2003 legte der damalige Wissenschaftsminister Hans Zehetmeier den Grundstein für ein knapp 14,5 Millionen Euro teures Hörsaalgebäude für die Abteilung Schweinfurt. Im Keller des Gebäudes finden sich moderne Computersäle. Im Erdgeschoss bietet eine großzügige Aula Platz für Veranstaltungen. Kreisförmig um diesen Versammlungsraum befinden sich Dekanate, Büros und der größte Hörsaal des Gebäudes. Im ersten und zweiten Stock des von Stahlbeton und Aluminium dominierten Baus finden sich klimatisierte und multimedial ausgestattete Hörsäle.

Eröffnungsfeier der sanierten Aula in der Hochschule Schweinfurt mit dem bayerischen Wissenschaftsminister Thomas Goppel

Nach der Einweihung durch Wissenschaftsminister Thomas Goppel am 4. Oktober 2004, findet in dem zirka 3000 Quadratmeter großen Rundbau ein Großteil des Lehrbetriebs in der Abteilung Schweinfurt statt. Die älteren Gebäude am Standort Schweinfurt wurden weitestgehend geräumt. Es finden dort seit 2004 umfangreiche Renovierungsmaßnahmen statt.

2006 hat die Hochschule Würzburg-Schweinfurt die Namensrechte des größten Hörsaals der Hochschule (Abteilung Würzburg) an Aldi-Süd vermietet. Die Sparkasse Würzburg hat sich 2006 als „Sponsor“ eines weiteren Hörsaals zur Verfügung gestellt. Kurze Zeit später wurden folgende weitere Hörsaalsponsoren gefunden:

Im Jahr 2008 wurde der Name „Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt“ in „Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt“ geändert. Seit 1. Mai 2011 führt die Hochschule den offiziellen Namen „Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt“.

Hochschule[Bearbeiten]

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist mit 8.833 Studierenden (WS 2012/13), 202 Professoren (WS 2012/13), 22 Lehrkräften für besondere Aufgaben und weiteren 286 Mitarbeitern die drittgrößte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern.

Das Studienangebot der zehn Fakultäten umfasst aktuell 35 Studiengänge mit Diplom-, Bachelor- und Masterabschlüssen.

In Würzburg wurde das neue Hörsaal- und Laborgebäude am Sanderheinrichsleitenweg Anfang September 2011 an die Hochschule übergeben.

In Schweinfurt wurde eine Erweiterung der Hochschule am Grünen Markt, gegenüber der Kilianskirche übergeben. Dieser Neubau wurde von der SWG erstellt, kostete etwa 9,6 Millionen Euro und wurde vom Freistaat Bayern von der SWG für mindestens 12 Jahre angemietet. Er bietet als Campus II Platz für 720 Studierende, verteilt auf sieben Hörsäle. Er wurde am 10. August 2011 offiziell eingeweiht.[2]

Studiengänge der FHWS[Bearbeiten]

in Würzburg[Bearbeiten]

Hauptgebäude in Würzburg, Sanderring 8
  • Architektur (Bachelor)
  • Bauingenieurwesen (Bachelor)
  • Betriebswirtschaft (Bachelor)
  • E-Commerce (Bachelor)
  • Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation (Technik/Wirtschaft)(Master)
  • Fachübersetzen (Wirtschaft/Technik) (Bachelor)
  • Fachübersetzen und mehrsprachige Kommunikation (Master)
  • Informatik (Bachelor)
  • Informationsdesign (Master)
  • Informationssysteme (Master)
  • Innovation im Mittelstand (i2m, Master)
  • Integrales Planen und Bauen (Master)
  • Kommunikationsdesign (Bachelor)
  • Kunststoff- und Elastomertechnik (Bachelor)
  • Marken- und Medienmanagement (M3ve, Master)
  • Medienmanagement (Bachelor)
  • Pflege- und Gesundheitsmanagement (Bachelor)
  • Soziale Arbeit (Bachelor und Master)
  • Vermessung und Geoinformatik (Bachelor)
  • Wirtschaftsinformatik (Bachelor)

in Schweinfurt[Bearbeiten]

Hörsaalgebäude in Schweinfurt
  • Business and Engineering (Bachelor, englischsprachig)
  • Elektro- und Informationstechnik (Bachelor und Master)
  • Mechatronik (Bachelor)
  • Logistics (Bachelor, englischsprachig)
  • Logistik (Bachelor)
  • Maschinenbau (Bachelor)
  • Technomathematik (Bachelor)
  • Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor und Master)

Weiterbildende Masterstudiengänge[Bearbeiten]

  • Gesundheitsmanagement
  • International Business with Focus on Asia or Central and Eastern Europe
  • International Business - Business with Europe (in Cooperation with Christ University in Bangalore, India)
  • Musiktherapie für Menschen mit Behinderung und Demenz

Auslandskontakte[Bearbeiten]

Die FHWS bietet ein weltweites Netz von über 60 Partnerhochschulen, an denen Studierende ein Auslandsstudium absolvieren können. Der Hochschulservice Internationales an beiden Abteilungen sowie die Auslandsbeauftragten der Fakultäten unterstützen und beraten die Studierenden bei Auslandspraktika, Abschlussarbeiten mit Firmen, deren Sitz sich im Ausland befindet, bei Auslandsaufenthalten sowie bei Fragen der Finanzierung und Stipendien.

Studentische Projekte[Bearbeiten]

Mainfranken Racing e.V.[Bearbeiten]

Seit September 2006 existiert (gegründet von Studierenden) der gemeinnützige Verein Mainfranken Racing e.V., der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Ausbildung von Studenten, sowie der Interdisziplinarität zwischen den Fachbereichen an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt zu unterstützen. Die Studenten von Mainfranken Racing e.V. nehmen am jährlich stattfindenden Konstruktionswettbewerb, der Formula Student Germany teil, der in Deutschland vom Verein Deutscher Ingenieure ausgerichtet wird.

Die Formula Student wurde 1981 von der SAE, dem amerikanischen Pendant des deutschen Verbandes der Automobilbauer, eingeführt. Seitdem haben sich zusätzliche Events in England, Italien, Australien, Japan und seit 2006 auch der Event in Deutschland etabliert. Weitere folgen sicher bald. Hauptsächlich mit Unterstützung einer Vielzahl von Sponsoren und Unterstützern und der Fakultät Maschinenbau wurden 2007 der MFOne nach nur achtmonatiger Entwicklungsarbeit der Studenten vorgestellt. Die Nachfolgefahrzeuge MFTwo, MFThree, MFFour, MFFive und MFSix wurden 2008, 2009, 2010, 2012 und 2013 fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Zurzeit wird an der Fertigstellung des MFSeven gearbeitet.

Erwähnt werden sollte der Grundgedanke hinter dem Projekt. Es geht keineswegs nur darum, einen Rennwagen zu bauen, sondern interdisziplinär die Entstehung eines selbst entwickelten Fahrzeugs mitzuerleben und zu gestalten. Hier können perfekt die in Vorlesungen angeeigneten theoretischen Inhalte verknüpft, vertieft und angewendet werden. Bei diesem Projekt gibt es für jedes Semester etwas zu lernen und Möglichkeiten sich einzubringen. Anfangs mit einfachen, aber dennoch interessanten Hilfsarbeiten über leichtere Konstruktionsaufgaben bis hin zu eigenverantwortlichen Komponentenentwicklungen mit mehreren beteiligten Studenten.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist Mitglied im MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und -weiterbildung in Bayern. Gabriele Goderbauer-Marchner, bis 2010 Professorin für Mediengeschichte und Medienpolitik im Studiengang Medienmanagement, war bis Ende 2009 langjährige Geschäftsführerin des MedienCampus Bayern.

Kritik[Bearbeiten]

Die FHWS benannte einzelne Hörsäle entsprechend der Wünsche von Sponsoren um; so gibt es z. B. die Hörsäle „Aldi Süd“, „Fresenius Medical Care“ und die „Warema Renkhoff Aula“. Vorstandsvorsitzende der Firma Warema Renkhoff SE ist Angelique Renkhoff-Mücke, die gleichzeitig im Hochschulrat der FHWS sitzt, was Kritiker als Interessenkollision werten.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Einweihung mit Schlüsselübergabe und Eröffnung des Campus´ II der FHWS in Schweinfurt. Stärkung des Wissenschaftsstandortes Schweinfurt. Abgerufen am 18. August 2011.
  3. Günther Bartsch: Fragwürdige Allianzen. In: Wertheimer Zeitung vom 2./3. Februar 2013

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

50.04494517805610.210182666667Koordinaten: 50° 2′ 42″ N, 10° 12′ 37″ O