Hochschuldidaktik

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Hochschuldidaktik beschäftigt sich mit allen Aspekten von Lernen, Lehren und Studium an Hochschulen.

Dies betrifft zum einen die kritische Auseinandersetzung mit Inhalten von Studiengängen und die Studienreform, der Weiterentwicklung von Studiengängen. Dieser „Inhaltsaspekt“ von Studium und Lehre stand in der „Hochkonjunktur“ der Hochschuldidaktik während der 1960er Jahre im Mittelpunkt und basierte auf einer grundlegend gesellschaftskritischen Haltung, welche Gegenkritik nach sich zog. Der „Vermittlungsaspekt“, d. h. die Planung und Durchführung von Unterricht und Lehrveranstaltungen ist erst später in den Fokus gerückt, als verstärkt die Frage diskutiert wurde, was „gute“ Lehre ausmacht und wie diese gefördert werden kann. Dennoch ist Hochschuldidaktik keine Verlängerung von Schulpädagogik oder deren Übertragung auf eine andere Institutionsform, sondern "sie ist vielmehr auf Wissenschaftstheorie, -geschichte, -soziologie angewiesen. Hochschuldidaktik ist von Wissenschaftsforschung und Wissenschaftsdidaktik nicht zu trennen (...)" (Huber, 1995, S. 114).

In der aktuellen Diskussion wird Hochschuldidaktik oft auf diesen Aspekt verkürzt, wenngleich gerade im Kontext des Bologna-Prozesses auch die Frage der Inhalte und der Struktur von Studiengängen einer kritischen Auseinandersetzung bedarf.

Hochschuldidaktische Weiterbildung ist keine Voraussetzung für die Berufung zum Hochschullehrer. Hochschuldidaktik wird daher als Angebot an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Lehrbeauftragte oder bereits tätige Professorinnen und Professoren gestaltet. Anders als in anderen europäischen und anglo-amerikanischen Ländern ist nur in den wenigsten Bundesländern in Deutschland der Nachweis einer didaktischen Qualifikation für die Tätigkeit als Lehrender einer Hochschule erforderlich.

Entwicklung des Fachs[Bearbeiten]

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In den 1960er Jahren hatte Hochschuldidaktik Konjunktur, wollte man doch Hochschulen grundlegend reformieren und eine „neue“ Lehre zur Geltung bringen. Ausgehend aus dem Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) und der Bundesassistentenkonferenz entwickelte sich der „Arbeitskreis für Hochschuldidaktik“ (AHD). Ende 1969 und Anfang 1970 wurden die ersten hochschuldidaktischen Zentren an der TU Berlin und der Universität Hamburg gegründet. Nach einer Phase der Institutionalisierung von Hochschuldidaktischen Zentren an verschiedenen Universitäten ist die Hochschuldidaktik im deutschsprachigen Raum relativ schnell in die Kritik geraten. Ihre Fortbildungsangebote fanden oft ungenügend Nachfrage und die Umsetzung in den Hochschulen blieb gering. Statt die Widerstände zu analysieren, wurde die Hochschuldidaktik zunehmend infrage gestellt und immer mehr an den Rand gedrängt. Die meisten der seinerzeit gegründeten Einrichtungen wurden bis heute aufgelöst, umbenannt oder reorganisiert.

In der DDR begann die Institutionalisierung der Hochschulpädagogik als eigene Wissenschaftsdisziplin bereits Ende der fünfziger Jahre, wenngleich unter politischem Vorzeichen: Neben hochschuldidaktischen Fragestellungen beschäftigte sich die DDR-Hochschulpädagogik besonders mit der politisch-ideologischen Erziehung der Studierenden. Das deutschlandweit erste „Institut für Hochschulpädagogik“ wurde 1961 in Rostock gegründet, an anderen Universitäten wurden „hochschulpädagogische Arbeitszentren“ gegründet, seit den siebziger Jahren bestanden an allen Universitäten und Hochschulen der DDR hochschulpädagogische Abteilungen. Für den Erwerb der seit der Dritten Hochschulreform von allen Hochschullehrern geforderten Facultas docendi war der Teilnahmenachweis hochschulpädagogischer Lehrveranstaltungen notwendig. Nach der Wiedervereinigung wurde die ostdeutsche Hochschulpädagogik aufgrund ihrer politischen Belastung vollständig abgewickelt.

In den 1990er Jahren hat vor allem das Thema E-Learning die hochschuldidaktische Diskussion beherrscht. Das Thema war Motor für hochschuldidaktisch angelegte Projekte und Innovationen, wie z. B. die Forcierung des fall- und problemorientierten Lernens in der Hochschule.

Erst Ende der 1990er Jahre hat die Hochschuldidaktik mit der Umsetzung der Bologna-Beschlüsse zur europaweiten Einführung gestufter Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master stärkere Aufmerksamkeit erhalten. Die damit erforderlichen Änderungen, wie Modularisierung der Studienangebote, studienbegleitendes Prüfungswesen, systematische Evaluation usw. hat den Stellenwert der Hochschuldidaktik im Hochschulsystem gestärkt. Ziel war die Integration aktivierender Methoden in die Vorlesung als höchster Form der Lehre (zu der man mit der Habilitation befähigt wird) und die Gestaltung von aktiverenderen Veranstaltungen, z.B. durch Methoden des Situierten oder Problembasierten Lernens oder Lernen durch Lehren. Durch die zunehmend selbstverständliche Nutzung von E-Learning an Hochschulen ist der Bedarf an Kompetenzentwicklung bei den Lehrenden gestiegen. Auch hier stellen sich neue Anforderungen an die Hochschuldidaktik. Damit muss sich die Hochschuldidaktik auf einen Umbruch ihrer Arbeit und einen neuen Stellenwert in Hochschule und Gesellschaft besinnen: Von einer oft randständigen Disziplin zu einem interdisziplinären Fach, das sich mit der Theorie und Praxis der Gestaltung von Lehre an Hochschule beschäftigt.

Der Begriff Hochschuldidaktik wird in den letzten Jahren seltener genutzt. Zeitschriften haben sich umbenannt, um der breiteren Entwicklung im Bereich Lehren und Lernen Rechnung zu tragen, beispielsweise die „Zeitschrift für Hochschuldidaktik“ in „Zeitschrift für Hochschulentwicklung“, und ehemals hochschuldidaktische Einrichtungen sprechen heute z. B. von „Akademischer Personalentwicklung“.

Obwohl bereits in den 60er-Jahren die wesentlichen Methoden effizienter Bildung bekannt waren und seit damals in der Erwachsenenbildung zunehmend angewendet werden, hat sich in der Hochschullehre an Universitäten bis heute wenig geändert: Die meisten Veranstaltungen sind Vorlesungen und auch die Seminare sind meist "Vorlesungen mit nicht ganz so vielen Zuhörern".

Arbeitsansätze der Hochschuldidaktik[Bearbeiten]

Hochschuldidaktik kann sich unterschiedlich verorten (vgl. Huber, 1995, S. 129): als Teil der Wissenschaftsforschung, der (Aus-)Bildungsforschung, als Teil einer sozialwissenschaftlich-interdisziplinär orientierten Erziehungswissenschaft oder als Teil einer historisch verstandenen Sozialisationsforschung. Innerhalb dieser Verortung kann man sechs "Arbeitsansätze" unterscheiden (ebd.):

  • Unterrichtstechnologischer Ansatz: Hierbei liegt der Fokus auf der Forschung und Entwicklung effizienter Lehrangebote. Die Methoden bauen meist auf der empirischen Unterrichtsforschung auf.
  • Sozialpsychologischer Ansatz: Bei diesem Ansatz steht die Begleitung und soziale Komponente im Vordergrund, denn Probleme des Studiums werden in der Kontaktarmut und Unpersönlichkeit des Studium gesehen. Es werden vor allem eine Verbesserungen der Kommunikation und Kooperation in Lernsituationen durch Kleingruppenarbeit, Tutorenprogramme oder Kommunikationstrainings als Lösung gesehen.
  • Curricularer oder didaktischer Ansatz: Das Problem der Hochschulbildung liegt darin, dass Ziele und Inhalte des Studiums unzureichend begründet sind und zu Orientierungs-, Motivations- und Lernproblemen der Studierenden führen. Lösungsansätze werden aus dem Bereich der Curriculumsforschung entlehnt.
  • Beschäftigungsorientierter Ansatz: Während die bisherigen Ansätze eher inneruniversitär verortet sind, geht der beschäftigungsorientierte Ansatz dahin, den Berufsbezug der Studiengänge stärker zu betonen und sich um die Anschlussfähigkeit Gedanken zu machen.
  • Sozialisationstheoretischer Ansatz: Er macht die Frage zum Ausgangspunkt, wie sich Studierende und Lehrende innerhalb der Hochschule entwickeln und widmet sich u.a. den Fragen nach Identität und Habitus.
  • Der wissenschaftstheoretische und wissenschaftsdidaktische Ansatz sieht die Probleme der Hochschulbildung in einer Krise der Wissenschaft selbst, in der Expansion und Auffächerung von empirischen Einzelwissenschaften. Er befasst sich mit den Auswirkungen der Wissenschaft auf Studienbedingungen.

In den letzten drei Ansätzen wird also deutlich, dass der Blick der Hochschuldidaktik auf die Universität breiter sein kann als die Fokussierung auf Lehr-Lernsituationen, und unterschiedliche Facetten haben kann. Hochschule kann als Ausbildungsanstalt, Sozialisationsumwelt oder Wissenschaftsbetrieb thematisiert werden – und damit ändern sich auch Aufgaben und Handlungsfelder der Hochschuldidaktik.

Diese Ansätze und Handlungsebenen haben weitläufige Auswirkungen, zum einen auf das Selbstverständnis der Hochschuldidaktiker, wo sie sich verorten, zum anderen auf die Forschungsmethodologie (vgl. ebd. S. 134): Von empirisch-analytischem Vorgehen bis hin zur Aktions- oder Interventionsforschung reicht das Spektrum der Methodologie.

Netzwerke und Verbünde[Bearbeiten]

Netzwerk Hochschuldidaktik NRW

Mit seinen zwölf Mitgliedshochschulen (Stand: Januar 2013) bietet das Netzwerk Hochschuldidaktik NRW eine Plattform für nordrhein-westfälische Hochschulen, hochschuldidaktische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Neben einer regen Beteiligung an der bundesweiten hochschuldidaktischen Diskussion, wird das netzwerkeigene Zertifikatsprogramm "Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule" stetig weiterentwickelt und durch die Mitgliedshochschulen Bergische Universität Wuppertal, Deutsche Hochschule der Polizei, Deutsche Sporthochschule Köln, Fachhochule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Universität Paderborn, Universität Siegen sowie die Westfälische Wilhelms-Universität Münster ausgestaltet. Über das Website-Portal des Netzwerks Hochschuldidaktik NRW werden Lehrveranstaltungen ortsübergreifend beworben. Das Netzwerk definiert seine Arbeit in Einklang mit den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD).

Einrichtungen an deutschen Hochschulen[Bearbeiten]

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Das Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen (ZeLL) der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (ehemals Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel) bietet Unterstützung bei der Anwendung von hochschuldidaktischen Alternativen zu den herkömmlichen Lehrkonzepten. Das ZeLL ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte zentrale Einrichtung für die Lehrenden und Studierenden der Ostfalia.
TH Aachen
An der RWTH Aachen besteht seit 1974 das Zentrum für Lern- und Wissensmanagement (vormals hochschuldidaktisches Zentrum), welches ein umfassendes Angebot in den Bereichen Lehren/Lernen, Führung/Management und Forschung unter dem Titel „Fit für die Hochschule“ anbietet. Das ZLW arbeitet auf europäischer Ebene eng zusammen im Verbund der IDEA League.
Uni Bamberg/Bayreuth/Erlangen-Nürnberg
Die Fortbildungszentren Hochschullehre (FBZHL) sind jeweils für die Entwicklung und Durchführung hochschuldidaktischer Fortbildungsprogramme an den drei Universitäten Bamberg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg verantwortlich.
TU Berlin
Die Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) bietet seit 1996 hochschuldidaktische Weiterbildung in ihrem Weiterbildungsprogramm [1] für das wissenschaftliche Personal der TU Berlin: neben Angeboten zu Lehren und Lernen (Hochschuldidaktik für alle Phasen der Laufbahn von Hochschullehrenden) gibt es auch Kurse zu Forschungsmanagement, Wissenschaftskommunikation sowie Arbeits- und Managementtechniken. Das hochschuldidaktische TU-Zertifikat wurde von der dghd 2006 und 2011 erfolgreich akkreditiert.
Uni Bielefeld
An der Universität Bielefeld besteht seit 2004 der Arbeitsbereich Lehren & Lernen[2]. Zentrales Angebot ist ein Zertifikatsprogramm für Hochschullehre[3], das Fort- und Weiterbildung zu Lehrthemen mit der Entwicklung und Erprobung von neuen Konzepten für Lehrveranstaltungen und für die Betreuung und Begleitung von Studierenden verknüpft. Der Arbeitsbereich Lehren & Lernen versteht sich als Konzeptionslabor für die Lehre in den Fächern an der Universität Bielefeld.
Uni Dortmund
An der Technischen Universität Dortmund befindet sich die zur Zeit größte Einrichtung im deutschsprachigen Raum, das „Hochschuldidaktische Zentrum“, unter Leitung von Johannes Wildt.
Uni Duisburg
An der Universität Duisburg-Essen ist insbesondere die medienbezogene Hochschuldidaktik, u. a. mit dem E-Competence Ansatz und dem Duisburg Learning Lab (Michael Kerres), bekannt geworden. Das dortige Zentrum für Hochschuldidaktik wurde 2005 erweitert zu einem Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung.
Uni Hamburg
Eine der bekannten Einrichtungen im deutschsprachigen Raum ist das Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung (ZHW), das 1971 als Interdisziplinäres Zentrum für Hochschuldidaktik (IZHD) an der Universität Hamburg gegründet wurde. Unter Leitung von Rolf Schulmeister (bis 2008), Marianne Merkt (2008-2012), Antonia Scholkmann (2012-2014) und Ivo van den Berk (2014) hat dieses Zentrum die Hochschuldidaktik maßgeblich beeinflusst. 2006 wurde die ehemals senatsunmittelbare Einrichtung IZHD in ZHW umbenannt und in die Fakultät 4 (Fakultät für Erziehungswissenschaft, Bewegungswissenschaft und Psychologie) integriert. Das ZHW hat neben dem hochschuldidaktischen Studiengang „Master of Higher Education“ (MoHE) mehrere große Drittmittelprojekte im Bereich E-Learning (z. B. Methodenlehre Baukasten, Projektlinie Awareness/Neue Lehr- und Lernkultur im E-Learning im Projekt KoOP) und hochschuldidaktischer Forschung (USUS, ProFile) durchgeführt. Das Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung wurde zum 1. Oktober 2014 übergeleitet in das Interdisziplinäre Zentrum für universitäres Lehren und Lernen (IZuLL, vorläufiger Name).
Uni Köln
Als bislang jüngste hochschuldidaktische Einrichtung in Nordrhein-Westfalen eröffnete im Januar 2008 das ZHD Zentrum für Hochschuldidaktik an der Universität zu Köln.
Weitere Angebote
An anderen Hochschulen wird hochschuldidaktische Arbeit in anderen Einrichtungen, wie z. B. Weiterbildungsabteilungen, organisiert.
In Baden-Württemberg und in Bayern ist die Arbeit der Hochschuldidaktik jeweils in drei hochschulübergreifenden Zentren organisiert. Für Fachhochschulen ist das Zentrum für Hochschuldidaktik (DiZ) gegründet worden.
In Berlin hat sich ein hochschulübergreifendes Zentrum für Hochschullehre etabliert[4]. Das Berliner Zentrum für Hochschullehre (BZHL) bietet hochschuldidaktische Workshops für alle Lehrenden der 13 öffentlichen Universitäten und Hochschulen an, inklusive eines Zertifikatsprogrammes für Hochschullehre[5]. Weitere Schwerpunkte liegen in der Planung und Durchführung von On-Demand Maßnahmen[6] und in einem Coachingprogramm für ProfessorInnen.
Seit 2006 bietet der Hochschulevaluierungsverbund Südwest (HESW) den Lehrenden der Mitgliedshochschulen (Universitäten und Fachhochschulen des Landes Rheinland-Pfalz, Universität Frankfurt, Universität des Saarlandes) die Möglichkeit, hochschuldidaktische Veranstaltungen zu besuchen. Diese werden vom Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) (Mainz) organisiert (und durchgeführt). Angestrebt ist eine Vernetzung innerhalb der Mitgliedshochschulen, so dass Veranstaltungen an allen Standorten stattfinden können.
Das Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften bietet im Rahmen der AG „Hochschuldidaktik Literaturwissenschaft“ regelmäßig stattfindende Workshops für Lehrende an, stellt Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und dient als Plattform für den gegenseitigen Austausch zwischen Dozenten (Teaching center).
In Sachsen existiert seit 2009 ein hochschulübergreifendes Zentrum[7], das für Lehrende sächsischer Hochschulen hochschuldidaktische Weiterbildung, kollegiale Beratung, ein E-Journal und Veranstaltungen wie Ringvorlesungen und eine Jahrestagung organisiert.
Die Deutsche Sporthochschule Köln hat sich 2010 in Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsagentur einem „Hochschuldidaktischen Gesamtkonzept“ verpflichtet, um die Lehrkompetenz ihrer Hochschullehrer zu verbessern.[8]

Einrichtungen im Ausland[Bearbeiten]

Universität Zürich
Die Hochschuldidaktik der Universität Zürich, ehemals Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik (AfH), ist die größte hochschuldidaktische Einrichtung der Schweiz.

Neue Tendenzen in der Methodik[Bearbeiten]

Im Zuge der Modularisierung (Bologna-Prozess) halten im Hochschulbereich Unterrichtsmethoden Einzug, die zwar schon seit den 1960er-Jahren bekannt sind, aber bisher dem Schulbereich vorbehalten waren. Da neben den Fachinhalten auch Schlüsselqualifikationen als Lernziel festgelegt werden, bemühen sich die Lehrenden Verfahren anzuwenden, die eine effektivere Wissens- und Kompetenzvermittlung sichern (Projektlernen, Videofeedback als Methode zur Steigerung der Lehrkompetenz, Lehrcoaching und Lehrportfolios). Es findet eine schrittweise Ablösung von traditionellen frontalen Unterrichtsarrangements (Trichtermodell) zu konstruktivistischen Methoden statt (siehe beispielsweise Joachim Grzega[9] mit Lernen durch Lehren).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wagner, Wolf (1977/ 2002): Uni-Angst und Uni-Bluff. Wie studieren und sich nicht verlieren. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt. (1992 wurde die Originalausgabe vollständig überarbeitet, deren Qualität wird unterschiedlich beurteilt).
  • Huber, Ludwig (1995): Hochschuldidaktik als Theorie der Bildung und Ausbildung. In: Dieter Lenzen (Hrsg.): Enzyklopädie Erziehungswissenschaft. Ausbildung und Sozialisation in der Hochschule., Band 10, S. 114-138. Stuttgart/Dresden: Klett. ISBN 978-3129399545
Blickpunkt Hochschuldidaktik

ist eine Buchreihe der Universität Hamburg:

Weblinks[Bearbeiten]

Studium[Bearbeiten]

  • ZHW (vormals IZHD), Universität Hamburg (Regelstudienzeit: ca. 4 Semester): „Master of Higher Education“ Weiterbildungsstudiengang zum Erwerb der akademischen Lehrqualifikation. Akkreditierter Masterstudiengang seit 2005. Zuvor Ergänzungsstudium mit Zertifikatsabschluss „Lehrqualifikation für Wissenschaft und Weiterbildung“ (1999–2007).
  • MOHE, Donau-Universität Krems (4 Semester berufsbegleitend): „Master of Higher Education – Exzellente Hochschullehre“ vermittelt Lehrqualifikationen für eine Lehrtätigkeit an Hochschulen.
  • THM, Technische Hochschule Mittelhessen/ Hochschulzentrum für Weiterbildung: Der Studiengang „Methodik und Didaktik in angewandten Wissenschaften“ ist für alle Fachdisziplinen offen und richtet sich an Absolventinnen und Absolventen eines ersten Fachstudiengangabschlusses (unabhängig der fachlichen Ausrichtung), die Interesse an einer Weiterentwicklung der Fachdidaktik haben. Abschluss: „Master of Higher Education“

Übersichten[Bearbeiten]

Zeitschriften[Bearbeiten]

Gesellschaften[Bearbeiten]

Forschung[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Hochschuldidaktik der ZEWK an der TU Berlin
  2. Lehren & Lernen
  3. Zertifikatsprogramm für Hochschullehre
  4. Berliner Zentrum für Hochschullehre
  5. Zertifikatsprogramm am BZHL
  6. On-Demand Maßnahmen am BZHL
  7. Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen
  8. Deutsche Sporthochschule Köln u. ConsultContor: Hochschuldidaktisches Gesamktonzept der DSHS Köln. Stand Februar 2011. (PDF).
  9. Grzega, Joachim (2003): LdL in universitären Kursen: Ein hochschuldidaktischer Weg zur Vorbereitung auf die Wissensgesellschaft; Grzega, Joachim (2005): Lernen durch Lehren und Forschung: Bildungs-, lehr- und lernökonomische Hinweise und Materialien