Hochzeitssuppe

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Hochzeitssuppe mit Fleischklößchen (hier aus Putenhackfleisch), dazu Brötchen
Hochzeitssuppe mit Fleischklößchen, Spargel und Eierstich

Eine Hochzeitssuppe ist eine klare Suppe auf der Basis einer Fleischbrühe, regional unterschiedlich angereichert mit Kombinationen von Hühnerfleisch, Fleischklößchen, Markklößchen, Leberknödeln, Brätspätzle, Flädlestreifen, Spargelköpfen, Nudeln, Backerbsen, Schöberl oder Eierstich, teilweise werden auch Rosinen zugegeben.

Die Hochzeitssuppe wird in Norddeutschland und Süddeutschland von Hochzeitspaar und Gästen traditionell nach der Trauung eingenommen und bildet meist den Auftakt des Menüs bei der Hochzeitsfeier. Es gibt sie jedoch auch in anderen Regionen Deutschlands, da die Brautsuppe für alle Gäste früher Bestandteil jedes Hochzeitsfestes war.

Eine Variante ist die Westfälische Hochzeitssuppe, die traditionell aus Rindfleisch (Suppenfleisch) zubereitet wird. Auch sie bildet den Auftakt des Hochzeitsmenüs, gefolgt vom kalt serviertem Rindfleisch mit Remouladensoße, Silberzwiebeln und Gewürzgurken als zweitem Gang.

Im Land Hadeln im nördlichen Niedersachsen ist die Hadler Hochzeitssuppe bekannt, die aus einer klaren Suppe mit Rindfleisch, Fleischklößchen, Reis, Blumenkohl und Spargel besteht. Dazu wird Stuten bzw. oft auch Rosinenstuten gereicht.

Es gibt zahlreiche Rezepte für Hochzeitssuppen in regionalen Kochbüchern. Im Handel sind auch Fertigsuppen unter dieser Bezeichnung erhältlich.

Die türkische Hochzeitssuppe heißt Dügün Çorbasi und basiert ebenfalls auf Rindfleischbrühe.

Literatur[Bearbeiten]