Hodenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hodenhagen
Hodenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hodenhagen hervorgehoben
52.76329.588224Koordinaten: 52° 46′ N, 9° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Heidekreis
Samtgemeinde: Ahlden
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 20,15 km²
Einwohner: 3169 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29693
Vorwahl: 05164
Kfz-Kennzeichen: HK
Gemeindeschlüssel: 03 3 58 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 28
29693 Hodenhagen
Webpräsenz: www.hodenhagen.eu
Bürgermeister: Karl-Gerhard Tamke (SPD)
Lage der Gemeinde Hodenhagen im Landkreis Heidekreis
Landkreis Heidekreis Niedersachsen Landkreis Nienburg/Weser Region Hannover Landkreis Verden Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Harburg Landkreis Lüneburg Landkreis Uelzen Landkreis Celle Lindwedel Buchholz Schwarmstedt Essel Hademstorf Gilten Grethem Eickeloh Hodenhagen Böhme Häuslingen Ahlden Frankenfeld Rethem Walsrode Neuenkirchen Bomlitz Schneverdingen Osterheide Bad Fallingbostel Wietzendorf Soltau Munster BispingenKarte
Über dieses Bild
St. Thomas und Maria-Kirche

Hodenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Heidekreis in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Hodenhagen liegt an der Aller im Aller-Leine-Tal. Nachbargemeinden sind Walsrode, Eickeloh, Grethem, Ahlden und Böhme.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Adelsgeschlecht derer von Hodenberg hatte seinen Sitz in der Burg Hodenhagen, die 1244 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.[2] Sie lag etwa 1 km östlich des heutigen Dorfes in unbewohntem Gebiet an einem wichtigen Flussübergang über die Meiße. Die Burg wurde bei kriegerischen Auseinandersetzungen bereits 1289 geschleift. Daran erinnert ein am ehemaligen Standort aufgestellter Gedenkstein aus dem Jahre 1856.[3] Infolgedessen verlegten die Burgherren ihren Sitz weiter westlich in den heutigen Ortsteil Hudemühlen und bildeten so den Ursprung des heutigen Ortes Hodenhagen. Vermutlich errichteten die von Hodenhagen zunächst nur einen Hof mit wehrhaften Bauelementen. 1448 wird Hudemühlen als Burg erwähnt, die Karten zufolge noch im 17. Jahrhundert Umwallungen besaß. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg in ein prachtvolles Renaissanceschloss, allerdings in Fachwerkbauweise, umgewandelt. Es bestand aus drei Hauptgebäuden und einem Wirtschaftsgebäude. Darüber hinaus wies es einen Rund- und einen Rechteckturm auf. Anfang des 19. Jahrhunderts war das Schloss durch Abriss beseitigt worden.

Die zur Samtgemeinde Ahlden gehörende Gemeinde Hodenhagen ist vergleichsweise jung, sie wurde am 1. Oktober 1936 mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Riethagen, Hudemühlen-Burg und Hudemühlen-Flecken gegründet.[3] Die Ortsteile selbst sind wesentlich älter, die erste urkundliche Erwähnung der Siedlungen Riethagen und Hudemühlen stammt aus dem Jahre 1330.[2] Für die 1936 entstandene Gemeinde wurde der historische Name des Geschlechtes deren von Hodenhagen gewählt.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1168 de Hode, 1171 Hude, 1262 Hermanno Hodenhagen und um 1267 Henricus de Hodenhagene.

Ursprünglich nur Hude, identisch mit Hude bei Bremen, zum Beispiel auch Fischerhude, Dockenhude, Steinhude(r Meer) usw. Mittelniederdeutsch hûde „Holzlagerplatz, Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle“, dazu altenglisch hyð „Platz, der das Schiff bei der Landung aufnimmt, ein passendes niedriges Ufer, ein kleiner Hafen“; zusammenfassend etwa: „Holzlagerplatz, Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle, (kleiner) Hafen, Landungsplatz, Bergungsplatz, Platz, der das Schiff bei der Landung aufnimmt, passendes niedriges Ufer, Überfahrtstelle“.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die evangelische St. Thomas- und Maria-Kirche wurde 1768 erbaut. Der gewölbte Chor stammt aus dem Jahr 1424.

Am Ortsrand von Hodenhagen liegt der Serengeti-Park. Alljährlich findet in Hodenhagen das Brinkfest statt; eine Veranstaltung, die am dritten Sonnabend im August Besucher aus dem gesamten Landkreis Heidekreis zum gemeinsamen Feiern einlädt.

Der Legende nach spielte in den Jahren 1584–1588 der Kobold Hinzelmann auf dem Schloss Hudemühlen den Bewohnern und Gästen allerlei Streiche.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Hodenhagen hat zugleich Anschluss an die A 7 (Abfahrt Westenholz) und an die Eisenbahnstrecke Buchholz - Hannover (Heidebahn). Östlich von Hodenhagen liegt der Flugplatz Hodenhagen (EDVH) in Benutzung durch Sportfliegerei.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hodenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hodenhagen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. a b Jürgen Heymel: "Hodenhagen. Aus der Geschichte eines Dorfes" Gronemann, Walsrode 1994
  3. a b Sabine Lemke: "50 Jahre Gemeinde Hodenhagen. Eine Festschrift" Gronemann, Walsrode 1986
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph