Hodenhagen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Heidekreis | |
| Samtgemeinde: | Ahlden | |
| Höhe: | 24 m ü. NN | |
| Fläche: | 20,15 km² | |
| Einwohner: |
3151 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 156 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 29693 | |
| Vorwahl: | 05164 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HK | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 58 014 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstr. 28 29693 Hodenhagen |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl-Gerhard Tamke (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Hodenhagen im Landkreis Heidekreis | ||
Hodenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Heidekreis in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Hodenhagen liegt an der Aller im Aller-Leine-Tal. Nachbargemeinden sind Walsrode, Eickeloh, Grethem, Ahlden und Böhme.
Geschichte [Bearbeiten]
Das Adelsgeschlecht derer von Hodenberg hatte seinen Sitz in der Burg Hodenhagen, die 1244 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.[2] Sie lag etwa 1 km östlich des heutigen Dorfes in unbewohntem Gebiet an einem wichtigen Flussübergang über die Meiße. Die Burg wurde bei kriegerischen Auseinandersetzungen bereits 1289 geschleift. Daran erinnert ein am ehemaligen Standort aufgestellter Gedenkstein aus dem Jahre 1856.[3] Infolgedessen verlegten die Burgherren ihren Sitz weiter westlich in den heutigen Ortsteil Hudemühlen und bildeten so den Ursprung des heutigen Ortes Hodenhagen. Vermutlich errichteten die von Hodenhagen zunächst nur einen Hof mit wehrhaften Bauelementen. 1448 wird Hudemühlen als Burg erwähnt, die Karten zufolge noch im 17. Jahrhundert Umwallungen besaß. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg in ein prachtvolles Renaissanceschloss, allerdings in Fachwerkbauweise, umgewandelt. Es bestand aus drei Hauptgebäuden und einem Wirtschaftsgebäude. Darüber hinaus wies es einen Rund- und einen Rechteckturm auf. Anfang des 19. Jahrhundert war das Schloss durch Abriss beseitigt worden.
Die zur Samtgemeinde Ahlden gehörende Gemeinde Hodenhagen ist vergleichsweise jung, sie wurde am 1. Oktober 1936 mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Riethagen, Hudemühlen-Burg und Hudemühlen-Flecken gegründet.[3] Die Ortsteile selbst sind wesentlich älter, die erste urkundliche Erwähnung der Siedlungen Riethagen und Hudemühlen stammt aus dem Jahre 1330.[2] Für die 1936 entstandene Gemeinde wurde der historische Name des Geschlechtes deren von Hodenhagen gewählt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Die evangelische St. Thomas- und Maria-Kirche wurde 1768 erbaut. Der gewölbte Chor stammt aus dem Jahr 1424.
Am Ortsrand von Hodenhagen liegt der Serengeti-Park. Alljährlich findet in Hodenhagen das Brinkfest statt; eine Veranstaltung, die am dritten Sonnabend im August Besucher aus dem gesamten Landkreis Heidekreis zum gemeinsamen Feiern einlädt.
Der Legende nach spielte in den Jahren 1584–1588 der Kobold Hinzelmann auf dem Schloss Hudemühlen den Bewohnern und Gästen allerlei Streiche.
-
Merian-Kupferstich vom Renaissanceschloss Hudemühlen 1654
-
Einfahrt des Serengeti-Parks
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Hodenhagen hat zugleich Anschluss an die A 7 (Abfahrt Westenholz) und an die Eisenbahnstrecke Soltau - Hannover (Heidebahn). Östlich von Hodenhagen liegt der Flugplatz Hodenhagen (EDVH).
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Bodo von Hodenberg (1604–1650), Verwaltungsbeamter und Dichter
- Reinhard von Adelebsen (1826–1883), Reichstagsabgeordneter aus Hudemühlen
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ a b Jürgen Heymel: "Hodenhagen. Aus der Geschichte eines Dorfes" Gronemann, Walsrode 1994
- ↑ a b Sabine Lemke: "50 Jahre Gemeinde Hodenhagen. Eine Festschrift" Gronemann, Walsrode 1986
Ahlden (Aller) | Bad Fallingbostel | Bispingen | Böhme | Bomlitz | Buchholz (Aller) | Eickeloh | Essel | Frankenfeld | Gilten | Grethem | Hademstorf | Häuslingen | Hodenhagen | Lindwedel | Munster | Neuenkirchen | Rethem (Aller) | Schneverdingen | Schwarmstedt | Soltau | Walsrode | Wietzendorf
Osterheide (gemeindefreier Bezirk)

