Hodo I. (Lausitz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hodo (Lausitz))
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hodo I. (auch Odo; * um 930; † 13. März 993) war ab 965 Markgraf der Mark Lausitz, ab 966 Graf im Gau Nizizi, 972–974 Graf im Gau Zizizi mit der Dorfmark Trebnitz und ab 974 Graf im Nordthüringgau.

Leben[Bearbeiten]

Der Machtbereich (durch eine rote Linie umschlossen) des Markgrafen Hodo im Jahr 974

Hodo war ein Verwandter, vielleicht sogar ein Sohn von Gero, Markgraf der Ostmark, Vertrauter von König Otto I. und Erzieher dessen Sohns Otto II.. Nach der Teilung der Sächsischen Ostmark unmittelbar nach Geros Tod, 965, erhielt er die Mark Lausitz als Herrschaftsgebiet zugewiesen.

Er verbrachte viel Zeit in den Abwehrkämpfen und der Unterwerfung der Elbslawen an der Ostgrenze des Ostfrankenreichs. Hodo drang bei seinen Kriegszügen bis an die Warthe vor und konnte zeitweise die Polanen in eine gewissen Abhängigkeit vom Reich bringen. Er wurde dann aber am 24. Juni 972 von Cidibur, dem Bruder des Polanen-Fürsten Mieszko I., in der Schlacht bei Zehden in der Nähe der heutigen Stadt Zehden beinahe vernichtend geschlagen, womit Mieszko die Sicherung der polnischen Westgrenze erreichte und Richtung Pommern expandieren konnte.

Hodo beteiligte sich 983 erfolglos an der Niederschlagung des Großen Slawenaufstands der Liutizen und Abodriten, die sich gegen die ab 928 erfolgte Eroberung ihrer Gebiete durch das Ostfrankenreich und speziell das Herzogtum Sachsen unter den Ottonen zur Wehr setzten.

Hodo beerbte im Jahr 979 Teile der Herrschaft des Markgrafen Thietmar I., bekam aber nicht dessen Marken Meißen und Merseburg. Er lag in beständigem Streit mit den Erzbischöfen von Magdeburg. Er konnte die Nachfolge seines Sohnes Siegfried in der Mark Lausitz nicht gegen die Ansprüche des Markgrafen Gero, eines Sohnes von Thietmar I., durchsetzen.

Hodo starb 993 und wurde im Kloster Nienburg an der Saale beerdigt.

Familie und Nachkommen[Bearbeiten]

Hodo war verheiratet mit Frederuno († 28. Oktober 1015), von der man annimmt, dass sie eine Tochter des Markgrafen Christian von Serimunt war. Sie hatten folgende namentlich bekannte Kinder:

Literatur[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Markgraf der Lausitz
965–993
Gero