Hofgiebing und Grüngiebing

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Hofgiebing von Norden

Die beiden Kirchweiler Hofgiebing und Grüngiebing sind Gemeindeteile von Obertaufkirchen. Sie liegen etwa in der Mitte zwischen Schwindegg, Schwindkirchen und Oberornau im Gattergebirge im oberen Rimbachtal bzw. Mainbachtal. Die beiden Ortsteile werden nur vom Schlossberg-Rücken voneinander getrennt.

Hofgiebing[Bearbeiten]

In dem 33 Einwohner zählenden Ort, in dem es ein Ausflugslokal gibt, war früher der Herrschaftssitz einer Hofmark beheimatet. Das unter anderem dem kurfürstlichen Kämmerer Franz Gustav Freiherr von Gobel auf Hofgiebing gehörende Hofmarkschloss, bestand aus einem Satteldach- und einem Krüppelwalmdachbau (mit Dachreiter). Diese waren Breitseite an Langseite aneinander gebaut. Der Besitz ging auf Jakob von Frauenhofen, 1580 an die Edlen von Haunsperg, 1620 an Herzog Albrecht von Bayern und 1627 an Friedrich von Hörwarth über. Durch Heirat fiel dann Hofgiebing an die Fugger, die es bis 1804 besaßen und in diesem Jahr an Freifrau von Moreau weitergaben. Im Jahre 1849 wurde das kleine Renaissanceschloss abgetragen, nur die freistehende Kapelle ist als Filialkirche noch erhalten. Die Koordinate des Orts ist: 48° 13′ 59″ N, 12° 13′ 27″ O48.233131312.224076

Filialkirche (ehemalige Schlosskapelle) St. Johannes der Täufer[Bearbeiten]

Der spätgotische durch Johann Philipp Wagner barock umgestaltete Bau, ein Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, hatte einen romanischen Vorgänger. Im Innern reicher Stuck und Choraltar im Rokokostil und Deckenfresken von 1768 von Johann Michael Singer (Taufe Christi, Letztes Abendmahl). 1986 wurde eine Wandmalerei (Sonnenuhr mit Engeln und Marterwerzeugen) freigelegt. In die Westwand ist ein Dachreiter mit einer barocken Zwiebelhaube eingestellt. Gehört zur Pfarrei Obertaufkirchen.

Kulturelles[Bearbeiten]

Im Hofgiebinger Gasthaus Wörthmüller finden von der SG Oberornau e.V. regelmäßig aufgeführte Theaterstücke statt. Das Gasthaus ist auch das Vereinslokal des örtlichen Schützenverein Rimbachquelle.

Grüngiebing[Bearbeiten]

Über den 38 Einwohner zählenden Ort ist nicht soviel bekannt. Zur Pfarrei Schwindkirchen gehört die Kirche St. Margereth. Die Kirche gehörte bis 1878 zur Pfarrei Obertaufkirchen und mit ihr bis 1817 zum Bistum Salzburg. Das Erbauungsjahr der gotischen Kirche ist unbekannt. Die Rotunde war im 18. Jahrhundert sehr beliebt und weist auf frühbarocke, italienische Vorbilder zurück. Der Turm wurde 1871 neu aufgeführt. Durch die Säkularisation dürften Leuchter, Kanontafeln, Tabernakel und die Evangelisten in die Kirche gekommen sein und stellen besondere Schmuckstücke dar. Die Koordinate des Orts ist: 48° 14′ 17″ N, 12° 13′ 21″ O48.238164712.2225719

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]