Hoffeld (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hoffeld
Hoffeld (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hoffeld hervorgehoben
50.3711111111116.82400Koordinaten: 50° 22′ N, 6° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 5,15 km²
Einwohner: 287 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53534
Vorwahl: 02693
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 030
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.adenau.de
Ortsbürgermeister: Marco Jax
Lage der Ortsgemeinde Hoffeld im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild

Hoffeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Geographie[Bearbeiten]

Hoffeld liegt im Zentrum der Eifel sowie innerhalb des Landschaftsschutzgebiets „Rhein-Ahr-Eifel“ am östlichen Fuße des Burgkopfs (500 m ü. NN) mit seinem Bergsee. Zu Hoffeld gehört der Wohnplatz Waldhof.[2] Die Ortsgemeinde grenzt im Westen an Nordrhein-Westfalen. Nachbargemeinden sind Müsch im Norden, Wirft im Osten, Trierscheid im Süden sowie Dorsel und Blankenheim (Ortsteil Ahrdorf) im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 975. Aus den Akten von Barweiler und Kirmutscheid des Diözsanarchives Trier geht hervor, dass 975 der Trierer Archidiakon Wicfried der Abtei St. Maximin in Trier eine Hufe Land in „Huffelt“ übergab. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Prekarievertrag, ein seit dem 6. Jahrhundert ausgebildetes kirchliches Recht der Landleihe an Geistliche zu deren Lebensunterhalt.

Bis vor ein paar Jahrzehnten gab es in Hoffeld größere Basaltvorkommen, die abgebaut wurden. Verbaut wurde der hochwertige Säulenbasalt unter anderem beim Bau des Hindenburgdamms zwischen dem schleswig-holsteinischen Festland und der Insel Sylt. 1981 wurde der Basaltabbau eingestellt. Aus der früheren Basaltgrube ist ein See entstanden, der vom Anglerverein Hoffeld gepachtet wird.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hoffeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 209
1835 230
1871 194
1905 221
1939 289
1950 297
Jahr Einwohner
1961 320
1970 344
1987 322
1997 360
2005 333
2013 287

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hoffeld besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. In der vorherigen Wahlzeit von 2009 bis 2014 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Dorfmuseum

Im Dorfzentrum stehen viele gut erhaltene Fachwerkhäuser. Das Dorfmuseum ist in einem von diesen Häusern untergebracht. Bevor die Ortsgemeinde das Haus Mitte der 1980er-Jahre kaufte, wohnte dort lange eine zehnköpfige Familie. Die Ausstellung soll präsentieren, wie die Menschen früher auf engstem Raum lebten. Vor dem Museum befindet sich ein Brunnen der mit Säulen aus Hoffelder Basalt gebaut wurde.

Das „Feye Haus“

Das sogenannte „Feye-Haus“, eines der ältesten noch erhaltenen Bruchsteinhäuser von Hoffeld (laut Backesinschrift erbaut 1712) stand über 30 Jahre leer. Nach Renovierung und Umbau wird das Gebäude heute als Gaststätte genutzt.

Der „Hoffelder See“

In dem ehemaligen Basaltsteinbruch auf dem Burgkopf oberhalb des Dorfes liegt ein kleiner See mit klarem Wasser, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, von einem Angelverein genutzt wird und rundum abgezäunt ist.

Die Kapelle
  • Sie besteht aus einem weiß gestrichenen Ziegelsteinsichtmauerwerk mit Satteldach in Gitterträgerkonstruktion, unter dem ein Lichtband aus Sichtbeton eingebaut ist. Der Spitzturm ragt 10 m hoch über die Giebelspitze, mit aufgesetzter Messingkugel unter einer Kreuzspitze 12,80 m hoch. Dach und Turm sind mit Kunstschiefer eingedeckt.
  • Der Kapelleninnenraum hat eine Größe von 14,80 x 11,32 m. Die Höhe vom Fußboden bis zur Giebelspitze beträgt 10,80 m. Auf dem Boden ist eine 30 cm hohe, 3,70 m breite und 7 m lange Estrade eingebaut, auf der Hoch- und Zelebrationsaltar stehen. Der Hochaltar stammt aus der alten Kapelle und wurde vor der Wiederaufstellung von Restaurator Walter Dick, Wasenbach, renoviert, wobei auf Sockelaufbau und Türwänden des ehemaligen Sakristeiverschlages alte Malereien freigelegt wurden. Den Altar krönt das Wappen des Johanniterordens Adenau. Der Zelebrationsaltar wurde von Bildhauer Georg Gehring, Adenau, gestaltet. Es ist ein Steinblock aus Anröchter Dolomit in den Maßen 120 x 90 x 100 cm. Die Eckausarbeitungen zeigen ein Weinblatt mit Traube. An den beiden Längsseiten sind Wandbänke auf Steinwangen eingebaut. Die übrigen Sitzbänke stammen aus der alten Kapelle.
  • Man gelangt an der Süd- und Nordseite durch Windfänge in die Kapelle hinein. Zwischen den beiden Windfangeingängen liegen Sakristei und Toilette. Bei der Gestaltung der Eingangstür zur Sakristei wurden Natursteintürrahmen in Bogenform und die alte mit Nägeln beschlagene Holztür der alten Kapelle verwendet. Der Fußboden von Innenraum und Sakristei sind aus Anröchter Dolomit.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hoffeld (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 5 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen