Hofladen

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Hofladen

Als Hofladen wird ein Geschäft bezeichnet, das direkt an einen landwirtschaftlichen Betrieb angeschlossen ist und in dem Produkte vom Hof verkauft werden.

Häufig werden in Hofläden auch zugekaufte Waren angeboten. Es gibt Hofläden, die nur ein begrenztes Warenangebot anbieten und andere, die viele Produkte verkaufen, je nach Konzept. Da "Hofladen" kein geschützter Begriff ist, kommt es vor, dass auch Geschäfte, die keine Anbindung an einen landwirtschaftlichen Betrieb haben und ausschließlich Zukaufware vertreiben, sich als solchen bezeichnen.

Im Sinne der Gewerbeordnung[Bearbeiten]

Ob eine Direktvermarktung im Hofladen im Sinne der Gewerbeordnung (Deutschland) als Gewerbe angezeigt werden muss, ist abhängig vom Anteil selbst erzeugter angebotener Produkte, dem Verarbeitungsgrad, dem Standort und den Umsatz des Hofladens. Die Vermarktung selbst erzeugter landwirtschaftlicher Naturprodukte, z.B. Milch, Eier, Wolle oder Honig ab Hof kann der landwirtschaftlichen Urproduktion zugeordnet werden und stellt kein Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung dar. Eine geringfügige Erweiterung um fremde Produkte von bis zu 10 % führt noch nicht zur Annahme eines Gewerbes. Eine Vermarktung von bearbeiteten und veredelten Produkten über die erste Verarbeitungsstufe hinaus wird in der Regel nicht mehr als landwirtschaftliche Urproduktion angesehen. Als landwirtschaftliche Urproduktion werden als Verkaufsstandort ein eigens hergerichteter Raum im Hofbereich (Hofladen) oder der Verkauf auf Wochen- oder Bauernmärkten angesehen. [1]

Übersteigen die Umsätze eines Hofladens dauerhaft mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes bzw. 51.500€, so wird dieser als selbstständiger Gewerbebetrieb beurteilt. [2]

Ladenschlussregelungen[Bearbeiten]

Der bloße landwirtschaftliche Verkauf aus der Scheune oder vom Hof ohne besondere Verkaufsvorrichtungen ist ohne Einhaltung der Ladenschlusszeiten möglich. Dies gilt auch, wenn der Verkauf nur vorübergehend vom Hof aus oder am Straßenrand, etwa während der Erntesaison bei Obst, Spargel, anderem Gemüse und Kartoffeln erfolgt. Da ein Hofladen i.d.R. einen festen, ausgestatteten Raum hat, ist er an die regulären Ladenöffnungszeiten gebunden [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Direktvermarktung - Wichtige Rechtsvorschriften für die Direktvermarktung. 2011, abgerufen am 14. Juli 2014.
  2. Landwirtschaftliche Zeitschrift Rheinland: Direktvermarktung - Wann droht Gewerblichkeit. 2009, abgerufen am 14. Juli 2014. Nr. 47, 2009, S. 16–17.
  3. Regierungspräsidium Stuttgart: Info Direktvermarktung. 2013, abgerufen am 14. Juli 2014.
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