Hohe Geige

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Hohe Geige
Hohe Geige von der Hundsbachalm (von Nordwesten)

Hohe Geige von der Hundsbachalm (von Nordwesten)

Höhe 3393 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Ötztaler Alpen
Dominanz 7,8 km → Verpeilspitze
Schartenhöhe 456 m ↓ Nördliches Pollesjoch
Koordinaten 47° 0′ 19″ N, 10° 54′ 28″ O47.005410.90773393Koordinaten: 47° 0′ 19″ N, 10° 54′ 28″ O
Hohe Geige (Tirol)
Hohe Geige
Erstbesteigung 1853 bei Vermessungsarbeiten durch einen Hauptmann Ganahl
Normalweg von Südwesten von der Rüsselsheimer Hütte aus

Die Hohe Geige ist ein Berg in den Ötztaler Alpen im österreichischen Bundesland Tirol mit einer Höhe von 3393 m ü. A..[1], nach anderen Angaben 3395 m ü. A.[2] Er ist die höchste Erhebung im Geigenkamm, einer von Süden nach Norden verlaufenden Bergkette. Nach Norden, Osten und Westen sendet der Berg ausgeprägte Grate, über die Kletterrouten und Wege zur Besteigung des Gipfels führen. Zuerst bestiegen wurde die Hohe Geige im Jahre 1853 im Rahmen der Landesvermessung durch einen Hauptmann Ganahl. Die erste touristische Begehung gelang Theodor Petersen und dem Bergführer C. Benzien im Jahr 1873.

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Die Hohe Geige liegt im Zentrum des von Norden nach Süden verlaufenden Geigenkamms. Sie ist im Norden und Osten von Gletschern flankiert. Westlich des Nordgrats zieht sich der Rötkarlferner bis kurz unter den Gipfel und östlich erstreckt sich der doppelt so ausgedehnte, etwa zwei Kilometer lange, Äußere Pirchlkarferner in einem rechten Winkel von Nord nach Ost. Südlich des Äußere wilde Schneide genannten Ostgrats liegt der Innere Pirchlkarferner. Benachbarte Berge sind im Verlauf des Nordgrats der Hohe Kogel mit 3296 Metern, im Osten die 3021 Meter hohe Fotzenkarstange und im Süden der Ampferkogel (3186 m). Die Westflanke der Hohen Geige fällt ab ins Pitztal, die Ostseite ins Pollestal, ein westliches Nebental des Ötztals beim Weiler Huben bei Längenfeld. Der nächste bedeutende Ort ist Planggeroß, ein Ortsteil der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal, das etwa 3,5 Kilometer Luftlinie südwestlich der Hohen Geige liegt.

Touristische Erschließung[Bearbeiten]

Als Stützpunkt für eine Besteigung der Hohen Geige dient heute die auf einer Höhe von 2323 Metern liegende Rüsselsheimer Hütte (ehemalige Chemnitzer Hütte), östlich oberhalb von Planggeroß. Von dort aus führt der Normalweg, der leichteste Anstieg, von Südwesten aus in einer Gehzeit von etwa, laut Literatur, 3½ Stunden zum Gipfelkreuz der Hohen Geige. Eine Kletterroute im Schwierigkeitsgrad UIAA II führt in vier Stunden über den Westgrat. Bereits 1887 wurde der Nordgrat zum ersten Mal im Aufstieg begangen, dieser Weg führt jedoch über die nördlich gelegen Gletscherabschnitte und stellt dadurch eine Hochtour dar, die Gletschererfahrung und entsprechende Ausrüstung erfordert. Der Weg der Erstbesteiger führte 1873 von der östlich gelegenen Vorderen Pollesalm (1776 m) über den Inneren Pirchlkarferner zum Gipfel. 1935 wurde erstmals der Ostgrat, genannt die Äußere Wilde Schneide, in sieben Stunden und in teilweiser schwerer Kletterei im UIAA-Grad III bezwungen.

Literatur und Karte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.austrianmap.at BEV 1:50.0000
  2. Walter Klier: Alpenvereinsführer Ötztaler Alpen. Bergverlag Rother. München 1993. ISBN 3-7633-1116-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohe Geige – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien