Hohe Loog (Haardt)

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Hohe Loog
HoheLoog Luftbild.JPG
Höhe 618,7 m ü. NHN [1]
Lage bei Neustadt an der Weinstraße (kreisfreie Stadt), Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Gebirge Haardt, Pfälzerwald
Dominanz 1,73 km → Kalmit, 672,6 m ü. NHN
Schartenhöhe 60,8 m ↓ Hahnenschritt, Sattel zwischen Kalmit und Zwergberg, an Landesstraße 515
Koordinaten 49° 19′ 57″ N, 8° 5′ 43″ O49.3325833333338.0953333333333618.7Koordinaten: 49° 19′ 57″ N, 8° 5′ 43″ O
Hohe Loog (Haardt) (Rheinland-Pfalz)
Hohe Loog (Haardt)
Gestein Gesteine des Unteren und Mittleren Buntsandsteins[2]
Alter des Gesteins 251–243 Millionen Jahre
Besonderheiten Panoramablick vom Hohe-Loog-Haus nach Osten in die Oberrheinische Tiefebene

Die Hohe Loog, gelegentlich auch falsch der Hohe Loog, ist ein 618,7 m ü. NHN hoher Berg in der Haardt, einem Mittelgebirgszug am Ostrand des Pfälzerwalds. Sie liegt im Gebiet der kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz.

Der Name leitet sich von Loog für „Grenzzeichen“ ab.[3]

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Hohe Loog erhebt sich im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord und Naturpark Pfälzerwald. Ihr Gipfel liegt 3,6 km südwestlich des Zentrums von Neustadt an der Weinstraße, 3,2 km westnordwestlich von Diedesfeld und 4 km nordwestlich von Maikammer; 1,7 km südwestlich befindet sich jener der Kalmit, dem höchsten Berg der Haardt.

Nach Norden fällt die Hohe Loog in das Kaltenbrunner Tal ab. Östlich schließt sich die fast zwei Quadratkilometer große Hohe-Loog-Ebene (583,4 m) an. Die Nordostschulter des Berges ist der Rutschsteinberg, der südöstliche Ausläufer der Rittersberg (531,8 m) mit einem Sühnekreuz, der in den Schlossberg (379,2 m) mit dem Hambacher Schloss übergeht. Der Südsüdostsporn ist die Sommerseite (540,8 m) mit dem jenseits davon befindlichem Südsüdostausläufer Sommerberg (501,9 m). Der Südwestausläufer ist der Zwergberg (592,5 m) und der Westausläufer der Sternberg (511,3 m).

Bis auf die Südwestflanke der Hohen Loog reichen Teile des Vogelschutzgebiets Haardtrand (VSG-Nr. 6514-401; 147,28 km²).[4]

Geologie[Bearbeiten]

Die Hohe Loog besteht aus Lagen des mittleren Buntsandsteins: In unteren und mittleren Lagen steht Unterer Buntsandstein (Rehberg- und Schlossbergschichten) und im Gipfelbereich Mittlerer Buntsandstein (Karlstal-Felszone) an.[2] Die Gesteine sind 251 bis 243 Millionen Jahre alt.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten]

Die Hohe Loog gehört zum Naturraum Pfälzerwald, der in der Systematik des von Emil Meynen und Josef Schmithüsen herausgegebenen Handbuches der naturräumlichen Gliederung Deutschlands und seinen Nachfolgepublikationen[5] als Großregion 3. Ordnung klassifiziert wird. Betrachtet man die Binnengliederung des Naturraums, so gehört die Hohe Loog zum Mittleren Pfälzerwald und hier zum Gebirgszug der Haardt, welche den Pfälzerwald zur Oberrheinischen Tiefebene hin abgrenzt.[6]

Zusammenfassend folgt die naturräumliche Zuordnung der Hohen Loog damit folgender Systematik:

  1. Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
  2. Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
  3. Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
  4. Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald
  5. Region 5. Ordnung: Haardt

Berghöhe[Bearbeiten]

Auf der Gipfelregion der Hohen Loog (618,7 m)[1] sind auf topographischen Karten die Höhenangaben 616,1 m (nordwestlich vom Hohe-Loog-Haus) und 614,8 m (125 m östlich des Hauses) verzeichnet.[1]

Gipfel[Bearbeiten]

Auf der bewaldeten Gipfelregion der Hohen Loog befinden sich einige Sandsteinfelsen. Nahe dem Gipfel steht das vom Pfälzerwald-Verein bewirtschaftete Hohe-Loog-Haus, von dem eine hervorragende Aussicht zum Kalmitmassiv und in die Oberrheinische Tiefebene möglich ist.[2]

Routen zum Gipfel[Bearbeiten]

Die Hohe Loog ist über mehrere durch den Pfälzerwald-Verein markierte Wanderwege erreichbar. Von Neustadt erfolgt der Zugang über das Kaltenbrunner Tal oder den Nollenkopf. Vorbei am Hambacher Schloss und Rittersberg ist der Berg von Diedesfeld erreichbar. Ein weiterer Aufstieg ist durch das Klausental von Maikammer aus möglich. Der kürzeste Weg führt vom Wandererparkplatz am Bergsattel Hahnenschritt unterhalb der Kalmit zum Gipfel.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohe Loog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c LANIS: Hohe Loog auf topographischer Karte. Abgerufen am 19. Februar 2014 (auf naturschutz.rlp.de).
  2. a b c Landesamt für Geologie und Bergbau, Rheinland-Pfalz (Hrsg): Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz (Kartenviewer). Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  3. Grenzzeichen, Untergänger und „Geheime Zeugen“ (PDF; 368 kB), Karl-Heinz Hentschel, abgerufen am 17. Oktober 2011.
  4. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  5. Bundesanstalt für Landeskunde: Geographische Landesaufnahme. Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000. Bad Godesberg 1952–1994. → Online-Karten, Blatt 160: Landau i. d. Pfalz (Adalbert Pemöller, 1969; 47 S.).
  6. Helmut Beeger u. a.: Die Landschaften von Rheinhessen-Pfalz − Benennung und räumliche Abgrenzung. In : Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 63, Heft 2, Trier 1989, S. 327–359.