Hohe Pforte
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Die Hohe Pforte (im Osmanischen: bâb-ı-âlî oder babıali, im Türkischen: paşa kapısı, im Arabischen الباب العالي al-bābu l-ʿālī) war ursprünglich im arabischen Sprachraum die allgemeine Bezeichnung der Eingangspforte zu Städten und königlichen Palästen, später insbesondere die zum Sultanspalast in Istanbul.
Die Bezeichnung rührt daher, dass an den Toren von Städten oder Herrscherpalästen nach alter orientalischer Sitte die Empfangszeremonien für ausländische Botschafter und Gesandte abgehalten wurden. Die Wache an der Hohen Pforte wurde im Osmanischen Reich durch die kapıkulu gestellt, eine spezielle Infanterieeinheit der osmanischen Armee.
Von 1718 bis 1922 wurde der Begriff zur Bezeichnung des Sitzes des osmanischen Großwesirs beziehungsweise der osmanischen Regierung (Diwan) verwendet, im Gegensatz zum Hof des Sultans (yıldız köşk). So sagte man von ausländischen Botschaftern in Konstantinopel, sie seien "an der Hohen Pforte" akkreditiert.