Hohenau (Niederbayern)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Freyung-Grafenau | |
| Höhe: | 804 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,12 km² | |
| Einwohner: |
3353 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 78 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94545 | |
| Vorwahl: | 08558 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FRG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 72 127 | |
| Gemeindegliederung: | 24 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dorfplatz 22 94545 Hohenau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Eduard Schmid (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Hohenau im Landkreis Freyung-Grafenau | ||
Hohenau ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt am Naturpark Bayerischer Wald.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald. Der Ort Hohenau liegt auf einer Höhe von 805 Metern üNN- Der Nationalpark Bayerischer Wald beginnt unmittelbar nördlich der Gemeinde. Hohenau befindet sich an der B 533 auf halbem Weg zwischen Grafenau und Freyung (jeweils 10 km entfernt). Nach Passau sind es 40 km und zur tschechischen Grenze bei Philippsreut 25 km. Der Hauptort Hohenau liegt in einer Höhenlage von 812 Metern.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde hat 24 amtlich benannte Ortsteile:[2]
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Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Die Gemeinde grenzt im Osten an die Stadt Freyung, im Süden an die Gemeinde Ringelai, im Westen an die Stadt Grafenau und im Norden an die Gemeinden Neuschönau und Mauth.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort Hohenau, der einen weiten Anger umschließt, wurde um 1380 gegründet. Große Besitzungen des heutigen Gemeindebereiches befanden sich damals im Besitz des Herrschaftsgeschlechts der Puchberger zu Wildenstein, an die heute noch die Erasmus-Kapelle in Buchberg erinnert; diese ehemalige Burgkapelle ist das einzige Überbleibsel, das an den Glanz und den Ruhm der Ritter von Wildenstein erinnert. Ihr direkt gegenüber liegen die nur noch rudimentär erhaltenen Reste der Veste Neuenpuchberg, welche Anfang der 1990er Jahre freigelegt wurden. Sie wurde im 15. Jahrhundert unter Hartlieb von Puchberg, Ministerial der Passauer Bischöfe und gleichzeitig Vasall der Herzöge Bayerns, als nördliche Grenze des Abteilandes errichtet.
Der Name Hohenau ist auf die Landschaft, die „hohe Au“, zurückzuführen. Hohenau war seit mindestens 1476 Benefizium der Pfarrei Perlesreut und wurde im 16. Jahrhundert zur Pfarrei erhoben, die bis 1803 dem Kollegiatstift St. Salvator in Passau inkorporiert war. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde um 1737 erbaut 1964 vergrößert.
1834 brannte das Dorf zuletzt ab.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. April 1971 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Wasching eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1978 kam im Zuge der Gebietsreform in Bayern Schönbrunn am Lusen dazu.[4] Durch die Eingemeindungen wurde das Gemeindegebiet erheblich vergrößert. Zur Gemeinde Hohenau gehören somit 24 Ortschaften und Weiler.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:
- CSU: 8 Sitze (46,8 % der Stimmen)
- SPD-FWG: 4 Sitze (26,5 % der Stimmen)
- Freie Wähler: 2 Sitze (13,9 % der Stimmen)
- Junge Wähler Union: 2 Sitze (12,8 % der Stimmen)
Bürgermeister [Bearbeiten]
1. Bürgermeister ist Eduard Schmid (CSU), der bei der Kommunalwahl 2008 im ersten Wahlgang mit 71,23 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.
Wappen [Bearbeiten]
Hohenau
Das seit 1968 geführte Wappen zeigt in Gold aus einem grünen Hügel einen geschliffenen Edelstein, aus dem eine zweiblättrige Pflanze mit zwei roten Blüten erwächst.
Der Edelstein verweist auf das Carbidwerk Freyung, die Pflanze stellt ein Sumpf-Blutauge dar, die das Große Weihermoos im Gemeindegebiet prägt.
Schönbrunn am Lusen
Bogenförmig geteilt von Grün und Gold; oben schräg gekreuzt eine silberne Axt und eine Glasblasrohr mit Glaskugel; unten eine stilisierte Blumenblüte mit rotem Mittelblatt und zwei seitlichen blauen Blättern.
Die Axt das Werkzeug zur Rodung und Siedlungbau und die Glaspfeife das bedeutendste Handwerksgerät zur Glasherstellung. Das in der Volkskunst beliebte Blumenmotiv erinnert an die besonders im vorigen Jahrhundert ausgeübte, weit verbreitete Hinterglasmalerei.
Gemeindepartnerschaften [Bearbeiten]
Hohenau unterhält eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Toszek (deutsch Tost).
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Geotop Buchberger Leite
- Burgruine Neuenbuchberg
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Hohenau (Niederbayern)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 533 von Grafenau nach Freyung.
Im Öffentlichen Nahverkehr ist die Gemeinde mit Regionalbussen der RBO erschlossen. Daneben verkehren die Igelbusse mit zwei Linien in den Sommermonaten durch das Gemeindegebiet. Daneben verkehren Winterigelbusse in den Weihnachts- und Faschings-Schulferien.
Im Gemeindegebiet Hohenau gilt das Bayerwald-Ticket. Seit dem 1. Mai 2010 ist die Gemeinde neben weiteren Bayerwaldgemeinden an dem GUTi - Gästeservice Umwelt-Ticket beteiligt, das seinen Gästen kostenlosen Beförderung auf allen Bahn- und Busverbindungen im Bayerwald-Ticket-Tarifgebiet anbietet.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111213/102818&attr=OBJ&val=654
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 628.
Weblinks [Bearbeiten]
- Hohenau (Niederbayern): Wappengeschichte vom HdBG
- Gemeinde Hohenau
- Hohenau (Niederbayern): Amtliche Statistik des LStDV
- Joseph Klämpfl, Der ehemalige Schweinach- und Quinzing-Gau. Eine geographisch-historische Beschreibung eines großen Theiles des untern bayerischen Waldes und der angrenzenden Gegend am rechten Ufer der Donau. Passau 1831.
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