Hohenberg an der Eger
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Wunsiedel im Fichtelgebirge | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Schirnding | |
| Höhe: | 525 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,19 km² | |
| Einwohner: |
1464 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 179 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95691 | |
| Vorwahl: | 09233 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WUN (wahlweise REH)[2] | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 79 127 | |
| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 5 95706 Schirnding |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Hoffmann (parteilos) | |
| Lage der Stadt Hohenberg a.d.Eger im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge | ||
Hohenberg an der Eger (amtlich: Hohenberg a.d.Eger) ist eine Stadt im Osten des oberfränkischen Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schirnding.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Hohenberg an der Eger liegt am östlichen Rand des Naturparks Fichtelgebirge. Durch die Stadt fließt die Eger. Der 653 m hohe Steinberg ist die höchste Erhebung in der Stadt. Hohenberg liegt direkt an der tschechischen Grenze. Zur tschechischen Nachbargemeinde Libá (Liebenstein) besteht ein Grenzübergang in Hammermühle/Dubina (Eichelberg).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Hohenberg an der Eger hat zehn amtlich benannte Ortsteile[3]:
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Geschichte [Bearbeiten]
Auf einem steil zur Eger abfallenden Fels steht die Burg, die im Zusammenhang mit der Sicherung der Reichsburg Eger in der Zeit der Staufer entstanden ist. Erstmals wird urkundlich 1222 ein Bertholdus de Honberg in einer Waldsassener Schenkungsurkunde genannt. Dem reich begüterten Rittergeschlecht gehörte auch die Burg von Wunsiedel und das Burglehen von Eger. Vom Letzten des Geschlechts, Kneußel von Hohenberg, erwarb Burggraf Friedrich III. von Nürnberg 1285 Wunsiedel, wenig später fiel auch Hohenberg an ihn; Hohenberg und Wunsiedel waren damit die ersten Erwerbungen der Hohenzollern im Gebiet der Reichsstadt Eger. 1322 wurde Hohenberg zwar zusammen mit Eger an den Böhmenkönig Johann von Luxemburg verpfändet, die Auslieferung Hohenbergs unterblieb jedoch. 1413 wurde Hohenberg dem Egerer Landgericht endgültig entzogen, es entstand das Amt Hohenberg, eines der sechs Ämter im Sechsämterland des Markgraftums Brandenburg-Bayreuth. Um die Burg entstand eine dörfliche Siedlung mit Herbergen, einer Schenkstatt und einer Mühle. Ort und Burg Hohenberg waren bis 1799 mit dem Privileg einer kaiserlichen Freistätte ausgestattet. Vier steinerne Säulen (jetzt im Burghof zu sehen) standen an den Eingangswegen des Ortes und grenzten einen Schutzbereich ab. Gelang es Rechtsbrechern, den Schutzbereich zu erreichen, standen sie im Asyl des Kaisers und waren zunächst frei von Verfolgung.
1814 gründete Carolus Magnus Hutschenreuther hier die erste Porzellanfabrik, die spätere C.M. Hutschenreuther AG Hohenberg, im nordostbayerischen Raum. In der ehemaligen Fabrikantenvilla ist heute das Deutsche Porzellanmuseum, eine Abteilung des Porzellanikons (mit den Standorten Hohenberg an der Eger und Selb), untergebracht.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Neuhaus an der Eger eingegliedert. Am 1. April 1980 kam ein Stück des gemeindefreien Gebietes Wunsiedel im Fichtelgebirge hinzu.[4]
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahlen 2008 und 2002 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:
| Partei | 2002 | 2008 |
|---|---|---|
| CSU | 6 Sitze | 6 Sitze |
| SPD | 6 Sitze | 6 Sitze |
| Gesamt | 12 Sitze | 12 Sitze |
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Partnergemeinden der Stadt sind:
- Balatonkeresztúr in Ungarn (seit 1991)
- Hohenberg in Niederösterreich (seit 1981)
- Libá in Tschechien (seit 2007)
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
Deutsches Porzellanmuseum, auf 2000 m² werden Porzellane aus drei Jahrhunderten gezeigt, die einen umfassenden Einblick in Kulturgeschichte und Wandel der Porzellanerzeugnisse geben. Dreimal jährlich wechseln Sonderausstellungen mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern und Themen. Das Museum gehört zusammen mit den 16 Kilometer entfernten Porzellanmuseen in Selb zum Museumskomplex Porzellanikon.
Burg Hohenberg [Bearbeiten]
Die Burg Hohenberg ist die besterhaltene Burg im Fichtelgebirge. Sie bildet ein Sechseck mit drei runden und zwei eckigen Türmen sowie der Vorburg. Auch der Wehrgang ist teilweise erhalten. Im Burghof steht das Fürstenhaus von 1666 (ehemaliges märkgräfliches Jagdschloss), weiterhin befinden sich dort Geleitsäulen und ein steinerner Getreidemetzen aus staufischer Zeit.
Carolinenquelle [Bearbeiten]
Unmittelbar an der Eger befindet sich östlich von Hohenberg in der Nähe der Straße nach Fischern die Carolinenquelle.[5] Die Anlage, die Teil des Netzes von Quellen im Egergebiet beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze ist, wurde im Rahmen der grenzüberschreitenden Aktion „Sprudelndes Egerland“ renoviert.[6]
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Hohenberg an der Eger
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
- Hohenberger Tapetenmanufaktur GmbH
- Gewandschneiderei Your-Dark-Dream GbR
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Hugo Auvera (1857–1918), Ökonom, Königlicher Kommerzienrat, Mitinhaber und Geschäftsführer der Porzellanwerke C.M. Hutschenreuther AG in Hohenberg
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Kurt Mantel (* 12. Juni 1905; † 6. Mai 1982 in Freiburg im Breisgau), Forstwissenschaftler
Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen [Bearbeiten]
- Hans von Kotzau, Amtmann von Hohenberg
- Carolus Magnus Hutschenreuther, gründete in Hohenberg die erste Porzellanfabrik im nordbayerischen Raum.
Literatur [Bearbeiten]
- Harald Stark: Die Familie Notthafft - auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben. Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X
- Dietmar Herrmann: Rund um Hohenberg an der Eger, in: Der Siebenstern Heft 4/2012, S. 187
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Landkreis Rehau
- ↑ Bayerische Landesbibliothek Online
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 701.
- ↑ Bayern-Online: Carolinenquelle in Hohenberg im Fichtelgebirge
- ↑ Viel Arbeit an der Quelle Frankenpost. 23. Februar 2011
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite des Deutschen Porzellanmuseums
- Literatur über Hohenberg a.d. Eger
- Hohenberg an der Eger: Wappengeschichte vom HdBG
- Hohenberg an der Eger: Amtliche Statistik des LStDV
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