Hohenbergia

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Hohenbergia
Hohenbergia stellata, Teil ihres dekorativen Blütenstandes mit roten Hochblättern und blauen Blüten.

Hohenbergia stellata, Teil ihres dekorativen Blütenstandes mit roten Hochblättern und blauen Blüten.

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Hohenbergia
Wissenschaftlicher Name
Hohenbergia
Schult. & Schult.f.
Hohenbergia stellata, Habitus dieser Trichterbromelie und ihr über 1 m hoher, dekorativer Blütenstand.

Die Hohenbergia sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie Bromelioideae in der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). In dieser Gattung gibt es etwa 54 Arten.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung hat eine disjunkte Verbreitung: einige Arten kommen nur auf den Antillen (speziell Jamaika) vor, die meisten anderen Arten haben ihre Areale in Brasilien, es gibt auch Arten in Guatemala.

Aufgrund ihrer Größe findet man diese Arten selten in privaten Sammlungen in Gebieten, in denen sie durch Auftreten von Frösten nicht im Freien gepflegt werden können. Aber in manchen tropischen Parks und Gärten und auch in fast allen botanischen Gärten findet man diese relativ anspruchslosen, aber dekorativen Pflanzen, am häufigsten Hohenbergia stellata.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Hohenbergia-Arten sind Trichter- bzw. Zisternenbromelien. Es sind meist große Arten mit über 1 m Trichterdurchmessern und Blütenständen, die über 1 m hoch sind. Die meisten Arten sind Epiphyten. Die derben Blätter sind immer am Rande bewehrt (wie alle Vertreter der Bromelioideae), mit einer Stachelspitze, Saugschuppen sind hauptsächlich auf der Blattunterseite zu sehen. In den Blatttrichtern sammeln sich oft größere Mengen an Wasser. In vielen Trichtern gibt es kleine Biotope mit mehreren Tierarten, Algen und Wasserpflanzen.

Die Blüten sitzen zu vielen in meistens ansehnlichen, lange haltbaren Blütenständen (Infloreszenzen), sie sind zusammengesetzt aus zapfenförmigen Teilblütenständen. An den Blütenständen sitzen oft auffällig gefärbte Hochblätter (Brakteen); es dominiert die Farbe Rot (meistens mit einem Blauanteil), es gibt auch weiße.

Die Blüten sind höchstens kurz gestielt. Die radiärsymmetrischen, dreizähligen Blüten sind häufig blau oder blau-violett, es gibt auch gelbe und weiße. Bei den blaublühenden Arten sind Vögel die Bestäuber. Die Blüten sind seitlich zusammengedrückt. Die drei Kelchblätter sind zu einer kurzen Röhre verwachsen. Die drei Kronblätter sind oberhalb des Fruchtknotens frei. Die Kronblätter besitzen an ihrer Basis Schüppchen (Ligula). Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die inneren Staubblätter sind mit den Kronblättern verwachsen. Die Fruchtknoten sind unterständig.

Blütenformel: \star \; K_{(3)} \;  C_3 \; A_{3+3}  \; G_{\overline{(3)}}

Die Früchte sind Beeren; im reifen Zustand sind sie oft stark gefärbt; hier dominieren Rot bis Blau. Die Früchte werden von Tieren (vor allem von Vögeln, seltener von Fledertieren und Affen) gefressen. Die Samen werden unverdaut wieder ausgeschieden und gelangen mit dem Kot auf Äste.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Hohenbergia wurde 1830 durch Joseph August Schultes und Julius Hermann Schultes in J. J. Roemer & J. A. Schultes: Syst. veg., 7 (2): LXXI, S. 1251 (Caroli a Linné ... Systema vegetabilium: secundum classes, ordines, genera, species. Cum characteribus differentiis et synonymis. Editio nova, speciebus inde ab editione XV. Detectis aucta et locupletata. Stuttgardtiae) aufgestellt. Als Lectotypus wurde 1923 Hohenbergia stellata Schult. & Schult. f. festgelegt. Der Gattungsname Hohenbergia ehrt einen Prinzen des Königreich Württemberg, der unter dem Namen Hohenberg ein Mäzen der Botanik war; die Schultes schreiben dazu "Nomen in honorem reg. alt. Principis de Würtemburg, qui nomine Hohenberg amabilem scientiam altissimo cult excoluit.". [1]

Es gibt etwa 54 Hohenbergia-Arten [2]:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jason R. Grant An Annoted Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache)
  2. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenbergia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien