Hohenbucko

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Hohenbucko führt kein Wappen
Hohenbucko
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenbucko hervorgehoben
51.76666666666713.466666666667131Koordinaten: 51° 46′ N, 13° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Schlieben
Höhe: 131 m ü. NHN
Fläche: 43,04 km²
Einwohner: 663 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04936
Vorwahl: 035364
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 237
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Herzberger Straße 7
04936 Schlieben
Bürgermeister: Andreas Polz (parteilos)
Lage der Gemeinde Hohenbucko im Landkreis Elbe-Elster
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Über dieses Bild

Hohenbucko ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Die Gemeinde Hohenbucko gehört seit 1992 dem Amt Schlieben mit Sitz in der Stadt Schlieben an.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Hohenbucko und Proßmarke.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche

Der Ort wurde 1346 im Meißner Bistumsmatrikel als Hoenbockaw erstmals urkundlich erwähnt.[2] 1419 wird der Ort als Buckow bei Schlieben genannt. Der Name ist eine sorbisch-deutsche Mischung Hohen- weil auf einer Anhöhe gelegen, -bucko (von Bukowina) bedeutet Rotbuche, Rotbuchenwald.[3]

Hohenbucko lag an einer alten Handelsstraße. Die Bewohner lebten von Ackerbau und Holzwirtschaft. Um 1512 führte der Schenk von Landsberg räuberische Überfälle gegen das Dorf und ließ es niederbrennen. Auch im Dreißigjährigen Krieg erlitten die Bewohner von Hohenbucko viele Grausamkeiten abwechselnd von kaiserlichen (1631) und schwedischen Truppen (1637). Im Jahr 1634 wütete die Pest im Ort.[4]

Zum 31. Dezember 2001 wurde aus den Gemeinden Hohenbucko und Proßmarke die neue Gemeinde Hohenbucko gebildet.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1875.
- Blaue Linie: Bevölkerungsentwicklung des Gebietes in den heutigen Grenzen (2013).
- Gepunktete Linie: Normierte Bevölkerungsentwicklung des Landes Brandenburg.
Hohenbucko:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013 [6]
Jahr Einwohner
1875 790
1890 790
1910 800
1925 798
1933 811
1939 750
1946 1 152
1950 1 195
1964 1 020
1971 982
Jahr Einwohner
1981 952
1985 935
1989 903
1990 882
1991 850
1992 843
1993 847
1994 848
1995 838
1996 831
Jahr Einwohner
1997 809
1998 801
1999 771
2000 778
2001 777
2002 778
2003 749
2004 738
2005 727
2006 712
Jahr Einwohner
2007 709
2008 696
2009 691
2010 686
2011 683
2012 674
2013 663

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Postmeilensäule in Hohenbucko

Bauwerke[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Hohenbucko stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Dorfkirche, ein rechteckiger Findlingsbau aus dem 13. Jahrhundert.
  • Kursächsische Postmeilensäule von 1750, die Poststraßen von Leipzig nach Frankfurt (Oder) und von Dahme nach Sonnewalde und Kirchhain verliefen durch Hohenbucko.
  • Proßmarker Kirche ebenfalls Feldsteinbau

Museen[Bearbeiten]

Auf dem Dachboden des einstigen Dorfkonsums befindet sich mit dem „Dachboden der Erinnerungen“ eine private Ausstellung, welche an die Zeit der Konsum-Läden in der DDR erinnert und viele Ausstellungsstücke aus dieser Zeit präsentiert.[7][8]

Verkehr[Bearbeiten]

Die PKW-Dichte liegt erheblich über dem Brandenburger Durchschnitt (2014:=548). Dies zeigt, dass die örtliche Bevölkerung stärker auf ein Auto angewiesen ist als im Landesschnitt. Trotz fallender Bevölkerung verändert sich die Zahl der zugelassenen PKW kaum. Die dadurch steigende PKW-Dichte zeigt die zunehmende Abhängigkeit der Bevölkerung vom Auto.

Motorisierung in Hohenbucko 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[9] 443 449 453 448 435 424 430
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 625 645 656 653 637 629 649

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Märkische Oderzeitung. 13. Juli 2006, S. 9.
  3. A. Richter: Der Kreis Schweinitz. In: Eine kleine Heimatkunde für die Schulen des Kreises. 1912.
  4. Hans-Dieter Lehmann: Bilder aus dem Schliebener Amtsbereich, Hohenbucko. In: Schliebener Amtsnachrichten. 19. Mai 1995.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Hohenbucko Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 19. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 47, Potsdam, den 21. November 2001, S. 786 PDF
  6. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  7. Homepage des „Dachbodens der Erinnerung“
  8. Erinnerungen gibt es gratis. In: Lausitzer Rundschau. Region: Herzberg, 26. Mai 2009.
  9. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenbucko – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien