Hohenfeld (Kitzingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt ist übermäßig bebildert. Hilf mit, die Illustrationen auf ein angemessenes Niveau an repräsentativen Bildern zu reduzieren und sie gleichmäßiger im Artikel zu verteilen. Verschiebe die restlichen Abbildungen in eine Galerie bzw. Kategorie auf Wikimedia Commons, die du am Ende dieses Artikels verlinkst.

Dass ein Bild im Artikel sinnvoll ist, kannst du beispielsweise daran erkennen, dass der Artikeltext darauf Bezug nimmt.

49.71777810.157222196Koordinaten: 49° 43′ 4″ N, 10° 9′ 26″ O

Hohenfeld
Stadt Kitzingen
Hl. Margarete an der Bergkirche
Höhe: 196 m
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Eingemeindet nach: Kitzingen
Postleitzahl: 97318
Vorwahl: 09321
Hohenfeld (Bayern)
Hohenfeld

Lage von Hohenfeld in Bayern

Hohenfeld ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Kitzingen in Unterfranken. Das Dorf liegt mainabwärts und südlich von Kitzingen auf der rechten Mainseite. Die urkundlich belegte Geschichte Hohenfelds beginnt 1148. Der Ort war stets aufgesplittert unter wechselnden Herrschaftsgeschlechtern und Klöstern. 1814 kam er endgültig zu Bayern.

Hohenfeld war eine selbstständige Gemeinde, bis der Ort 1975 nach Kitzingen eingemeindet wurde. Zum kulturellen Erbe der Gemeinde zählt die Bergkirche St. Margarete. Von dieser auf der Anhöhe liegenden Wallfahrtskirche wird nachweislich 1329  berichtet. Weiterhin befinden sich im Zentrum des Ortes die 1709 fertiggestellte Ortskirche sowie der fränkische Ortskern.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Hohenfeld liegt geschützt im nordbayerischen Unterfranken am östlichen Ufer des Mains im Maindreieck.

Panorama Hohenfelds von der Bergkirche aus

Die Staatsstraße 2271 von Kitzingen nach Marktbreit und Ochsenfurt führt als Umgehungsstraße am Ort vorbei.

Der Ortsteil hat ca. 1000 Einwohner und ist ungefähr 1,5 km² groß. Er erstreckt sich über eine Länge von 3,5 Kilometern vom Campingplatz Schiefer Turm in Kitzingen mainabwärts bis zur örtlichen Kläranlage

Geologie[Bearbeiten]

Hohenfeld gehört zum fränkischen Schichtstufenland. Es befindet sich auf der Muschelkalk– und Unterkeuperschicht.

Klima[Bearbeiten]

Der Ort liegt geschützt im Maintal. Es herrscht mildes und niederschlagsarmes Klima vor.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten]

Der Ort hieß 1148 Hovelt. Das Grundwort ist althochdeutsch felt, was Ebene, Flachland, Weidefläche und Fläche heißt. Als Bestimmungswort kommt das Adjektiv hoch dazu.

Spätere Namensformen waren:

  • 1153 Hohevelt
  • 1165 Hoevelt oder Hofelt
  • 1240 Hoheuelt
  • 1251 Hohenvelt

Alle Namensvariationen bedeuten „hohes Feld“. Sie sind Hinweis auf die Höhenlage der ersten Ansiedlung.[1]:12

Anfänge[Bearbeiten]

Zum ersten Mal wurde Hohenfeld 1148 urkundlich erwähnt.[2]:54

14 58 berichtet die Dorfordnung von einem „dorffrid und banczeund“, einer Einfriedung. 1619 verbesserte der Ort die Schutzvorrichtungen mit  einem Angelstein am oberen Tor. An beiden Toren erhielten fünf Schranken zur Abwehr Pfannen, Ringen und Spitzen.[1]:15

Grundherren[Bearbeiten]

Dorfherrschaften waren teilweise gleichzeitig das Spital Kitzingen, das Kloster Heidenfeld, das Franziskanerkloster Würzburg und mehrere Rittergeschlechter. Schließlich teilten sich die Markgrafen von Brandenburg–Ansbach und das Fürstbistum Würzburg den Ort. Das Königreich Preußen beanspruchte ab 1796 die Alleinherrschaft. Ab 1806 gehörte das Dorf zum Königreich Bayern, ab 1810 vier Jahre lang zum Großherzogtum Würzburg und ab 1814 wieder zu Bayern.[2]:54

Spital Kitzingen[Bearbeiten]

Das wohl vom Frauenkloster der Stadt gegründete Spital bezog seine Einnahmen aus Besitzungen und Rechten in der Stadt und umliegenden Dörfern. Es verarmte im 12. Und 13. Jahrhundert.  Durch Schenkungen des Nürnberger Schultheißen Konrad Groß sowie zweier Würzburger, der Brüder Wolf und Rüdiger Teufel aus Kitzingen, konnte das Bürgerspital Kitzingen im Jahre 1344 neu belebt werden. Zu den Schenkungen gehörte auch großer Besitz in Hohenfeld. Denn das Spital besaß das Recht der Vogtei in Hohenfeld ab 1346. Um 1400 besaß das Spital etwa ein Drittel des Ortes. Die einträglichen Einnahmen sind bis zum Jahre 1851 dokumentiert. Dann verschwanden aus den Abrechnungen alle grundherrlichen Rechte. Sie wurden für immer abgelöst und dem Staate überwiesen.[1]:18, 21, 22

Franziskanerkloster Würzburg[Bearbeiten]

Heinrich Keilholz und seine Frau Anna vermachten 1389 ihren Besitz dem Franziskanerkloster Würzburg. Der Besitz bestand aus einem großen sowie zwei kleinen Häusern, 195 Morgen Ackerland, Weinbergen und Wiesen. Diese Besitzungen wurden an brandenburgische und würzburgische Ortsbürger weitergegeben.[1]:23–26

Kloster Heidenfeld[Bearbeiten]

Graf Hermann von Vohburg und Gattin Alberade von Banz stifteten im Jahre 1060 Grundbesitz in Hohenfeld der Propstei Heidenfeld. Bischof Johann II. von Brunn übertrug dem Kloster die Frühmesse, die Beguinenklause sowie Höfe im Dorf und der Umgebung. 1529 veräußerte das Kloster allen Besitz im Ort an Junker Esram von Hutten zu Michelfeld. Die Erträge aus der Frühmessstiftung erhielt die Gemeinde Hohenfeld.[1]:27

Rittergeschlechter[Bearbeiten]

Die Edlen von Hohenfeld werden von 1148 bis 1303 in Urkunden immer wieder genannt. Rudolf von Hohenfeld zum Beispiel 1230 im Zusammenhang mit Schenkungen an das Kloster Ebrach.[1]:35

Die Dorfordnung von 1458 benennt Junker Jörg Fuchs von Bimbach als einen von vier Dorfherren. Ihr Besitz gelangte an die Schenken von Limpurg. 1501 kam er an Wilhelm von Bebenburg, 1507 an dessen Sohn Georg und 1512 an Georgs Bruder Wilhelm. Dieser findet sich in der Urkunde zur Dorfkapelle. Mit dem Tode des kinderlosen Wilhelm 1567 fiel sein Besitz an die Markgrafen von Brandenburg. Er wurde 1533 weitergegeben an Esram von Hutten. Dieser besaß seit 1529 bereits Lehen des Klosters Heidenfeld im Dorf. Esram von Hutten hatte gleichzeitig Lehen der Markgrafen von Ansbach und des Hochstifts Würzburg. Von den Brüdern Bernhard und Georg Ludwig von Hutten gingen die Besitzungen am 28. Februar 1611 an den Ansbachischen Rat Anselm von Thüna.[1]:28–30

Seit 1312 sind die Herren von Seckendorff als Zehntherren in Hohenfeld nachweisbar. Dieser sog. Noldische Zweig benannte in der Dorfordnung von 1448 Erkinger von Seckendorff als Grundherr. Noch vor seinem Tode 1659 verkaufte Wolf Christoph von Seckendorff die Besitzungen in Hohenfeld an Friedrich von Hirschhorn (1570 – 1632). Der kurpfälzische Erbtruchseß Friedrich von Hirschhorn hatte keine Kinder. Das Erbe ging an dessen Vetter Johann Heinrich Schärtlein von Burtenbach. Von ihm löste am 27. März 1635 Rittmeister Reinhold von Weiden zu Fröhstockheim und Rödelsee den Nachlass ab. Dieser war verheiratet mit Magdalena Christina von Crailsheim. Hans Joachim von Seckendorff war der Bruder von Wolf Christoph. Er übertrug seinen  grundherrlichen Besitz im Ort, in Obernbreit, Martinsheim und Enheim am 22. Februar 1623 an den verwandten Friedrich von Crailsheim in Fröhstockheim. Dessen Sohn Christian Friedrich (1618–1680) wie auch Reinhold von Weiden verkaufen ihre Güter, Untertanen und alle Rechte im Dorf schließlich am 3. April 1662 an den Markgrafen Albrecht II. von Brandenburg–Ansbach.[1]:32–34

Großen Besitz hatte die Adelsfamilie Keilholz. Sie stifteten die Frühmesse zu Hohenfeld. Durch ihre Schenkungen erhielten das Kloster Ebrach, das Bürgerspital in Kitzingen, die Klöster der Franziskaner, Dominikaner und Karmeliter in Würzburg Vermächtnisse in Hohenfeld.[1]:35

Neuzeit[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Kreisstadt Kitzingen eingegliedert.[3]

Politik und Kommunales[Bearbeiten]

Rathaus von Hohenfeld

Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

Jahr 1666 1703 1838 1840 1852 1856[4] 1861[5] 1900 1910 1930 1987[6]
Personen ca. 300 250 511 520 533 519 487 403 394 399 763

Quelle ohne Einzelnachweis: Eduard Krauß Hohenfeld am Main[1]:14

Religion[Bearbeiten]

Die Mehrzahl der Bevölkerung gehörte bis 1910 dem protestantischen Glauben an.

Jahr 1814/1815 1862 1890 1900 1910
Protestanten 468 452 400 403 362
Katholiken 1 2 58 28 32
Juden 20 20 1

Quelle: Eduard Krauß Hohenfeld am Main[1]:14

Wappen[Bearbeiten]

Das Dorfwappen zeigt die Heilige Margarete. Sie ist eine der 14 Nothelfer. Die älteste Darstellung des Ortswappens existiert auf der Inschriftentafel am südlichen Portal der Bergkirche. Das älteste Siegelwappen enthält ein Siebenerbuch von 1596.[1]:13–14

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altortkern mit Dorfbrunnen und Maibaum
Bergkirche von Hohenfeld

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Dorfmitte[Bearbeiten]

Hohenfeld hat einen pittoresken, typisch fränkischen Altortkern mit Brunnen. Er liegt erhöht und ist umgeben von Fachwerkhäusern. Dieser Dorfplatz bildet den Schnittpunkt der engen Straßen durch den Ort.

Bergkirche[Bearbeiten]

Besonders sehenswert ist die auf einer Anhöhe gelegene Bergkirche St. Margarete von Hohenfeld.

Der erste nachweisbare Hinweis berichtet von einem Friedhof. In der Urkunde vom April 1251 bestätigt Bischof Hermann von Würzburg den Tausch einer Stiftung. Irmgard, die Witwe des Ritters Rudolf von Hohenfeld, vermachte Güter in Schwebheim „et tribus iugeris vinearum ante crimiterium in Hohenvelt“, d.h. Weinberge vor dem Friedhof in Hohenfeld dem Klosters Ebrach. Zeuge war unter anderem „Eberhardus prepositus de Hunvelt“. Da im Mittelalter christliche Begräbnisstätten stets um Gotteshäuser herum angelegt waren, kann auf eine bereits vorhandene Kirche geschlossen werden.[1]:109 Die früheste Bausubstanz reicht bis ins Mittelalter zurück. Das Turmuntergeschoss ist aus dem 13. Jahrhundert. Es enthielt ursprünglich den Chorraum der Vorgängerkirche.[2]

Erwähnt wird die Bergkirche schließlich 1329. In diesem Jahr erhielt der Würzburger Fürstbischof Wolfram Wolfskeel von Grumbach (1322/33) vom Deutschen Orden das Patronatsrecht über die Pfarrkappelle zu Hohenfeld in der Nähe von Kitzingen und größeren Besitz.[1]:110

Die Kirche diente als Wallfahrtskirche. Vermutlich gehörte sie zum hier ansässigen Beginenkloster. Unter den Fehden der Ritterschaft litten vor allem die Beginenhäuser auf dem Lande. 1422 kam die letzte Begine aus der Klause auf dem Kirchberg in Aschaffenburg nach Hohenfeld.[7]Die jetzt zugemauerte Türe führte vom Kloster in die Kapelle.  Beginen waren eine Gemeinschaft von Frauen. Sie lebten ohne lebenslängliches Gelübde zusammen mit dem Ziel der tätigen Nächstenliebe. In Beginenklöstern fanden auch armen Frauen und Witwen Aufnahme.[8] 1336 stiftete Heinrich Schenk von Rosenberg eine Frühmesse in der Pfarrkirche zu Hohenfeld. Auch Meisterin Margareta von der Beginenklause, sowie die Beguinen Gutha von Zimmern, Elisabeth von Würzburg sowie Christine und Elisabeth von Hemmersheim und die Gläubigen zu Hohenfeld ergänzten die Stiftung mit Besitzungen, Geld und Ertragsabgaben. Weiterhin schenkte 1390 Anna Keilholz der Frühmesse Grundbesitz. Ein kleiner Weingarten aus ihrer Stiftung sollte zum Bau der Kirche und des Friedhofs dienen.[1]:110–113

1520 wurden Chor und Langhaus errichtet. Das Langhaus erhielt nach Süden eine Erweiterung in den Jahren 1601–1602. Über diese Baumaßnahme, die damaligen Dorfherren und Geistlichkeit berichtet eine Tafel über dem Südeingang. Jodocus Falck aus Kitzingen war als Pfarrer zu dieser Zeit hier tätig. Den Ort regierten die Herren von Seckendorff, die Herren von Hutten und das Spital zu Kitzingen. Neben ihren Namen sind sie auf dem Stein gleichzeitig in ihren Wappen vertreten. St. Margarete als Kirchenpatronin fand im Schild rechts unten Platz.[9]:91

Eine große Instandsetzung von 1971 bis 1976 führte unter dem Chor zur Freilegung eines Altarfundamentes in einer halbkreisförmigen Apsis. Auch konnte die Längswand nach Süden erhalten werden. Sie stammt vermutlich als der Zeit der Karolinger. Ebenso entdeckten die Verantwortlichen Fundamente einer romanischen Saalkirche. Freigelegt und restauriert wurden das Schnitzwerk und die Bemalung der Renaissancekanzel sowie das Gestühl. Für die Nachwelt konnten durch die Renovierung einige alte Kunstwerke erhalten werden wie die um 1500 entstandene Darstellung des Schweißtuchs Christi mit Stabwerkumrahmung und der Altar mit der gotischen Mensa. Er wurde nur etwas nach Osten gerückt. Die maßwerkgeschmückte Türumrahmung der Sakristei stammt aus der Bauzeit des Chores.[10]

Auch im Friedhof wurde in einer Bronzeplastik St. Margarete mit dem Drachen dargestellt. Der in Mainfranken mit seinen Holzschnitten zum Frankenwein sehr bekannte Bildhauer und Holzschneider Richard Rother (1890-1980), Namensgeber der Kitzinger Realschule, liegt auf dem Friedhof der Bergkirche Hohenfeld begraben.

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Der Vorgängerbau der heutigen Ortskirche entstand unter dem letzten katholischen Geistlichen. Laurentius Adelhoven amtierte von 1512 bis ca.1529 in Hohenfeld. Unter ihm errichteten die Gläubigen eine Kapelle. Sie war der Hl. Maria geweiht. Als Begründung wurde der beschwerliche Weg zur Bergkirche für alte und kranke Personen sowie zur Winterszeit angegeben. Der Neubau diente sowohl kirchlichen als auch weltlichen Zwecken. Der Keller wurde als Lagerraum für Erträge aus landwirtschaftlichen Kirchenstiftungen genutzt. Das Erdgeschoss enthielt den Raum für den Gottesdienst. Darüber lagen die Ratsstube und der Tanzboden. An der Kirchentüre fanden Verordnungen Platz.[1]:113, 245-246

Sehr früh wurde Hohenfeld evangelisch. Ludwig von Hutten, die Bürgermeister und der Rat zu Kitzingen schrieben am 27. Juli 1529 an den Markgrafen Georg. Die Absender berichteten vom Ableben des Pfarrers. Nach einer Verordnung des Markgrafen sollte ohne sein Wissen und seine Zustimmung kein neuer Pfarrer an Orten mit seiner Centgerichtsbarkeit eingesetzt werden. Die Schreiber baten den Markgrafen für die Besetzung um einen evangelischen Pfarrer.[1]:115, 118

Nach dem Anschluss an die Reformation verlor die Frühmessstiftung ihren eigentlichen Sinn. Damit das „lehen nicht gar in verderbnus komme“ übertrug das Kloster Heidenfeld 1537 es an die Dorfbewohner. Diese hatten sich daran ursprünglich auch beteiligt. So entstand eine Armenstiftung in Hohenfeld.[1]:119,120

Streitigkeiten über unklare kirchliche Verhältnisse zwischen Würzburg und Brandenburg belasteten das Miteinander der evangelischen und katholischen Gläubigen. Kein eingesetzter Pfarrer konnte das Amt unparteiisch führen und beiden Seiten gerecht werden.  An Stelle der viel zu kleine Dorfkapelle planten die Bewohner einen Kirchenneubau bereits 1611. Dafür legten sie Zinsen zurück. Kriegszeiten verzögerten ihn erheblich. 1705 begann der Bau des Turms mit Glockenstuhl und am 30. Oktober 1706 konnte der Turmknopf aufgesetzt werden. Von 1708–1709 entstand das Langhaus. Eine Inschrift im Kirchenschiff hält als Ferigstellungsjahr der heutigen evangelischen Pfarrkirche 1709 fest. Renovierungen der Kirche fanden mehrmals statt: 1723/24, 1738/39 und 1741/42. Im Jahr 1783 wurden sowohl der Turm der Dorfkirche als auch der Bergkirche repariert. 1860 musste innen getüncht werden. Gleichzeitig stattete man das Gotteshaus mit einem neuen Altar aus. Kanzel und Taufstein wurden restauriert. Auch 1896 und 1907 erneuerten die Verantwortlichen die Ortskirche.[1]:246–249

Die neue Pfarrkirche wurde im Markgrafenstil gebaut. Das Innere ist schlicht und besitzt durch die doppelstöckigen Emporen zahlreiche Sitzplätze. An der Decke des Langhauses befindet sich die Lutherrose. Der Chorraum mit fünf Achteckseiten liegt im Osten.

Aus dem Vorgängerbau stammt die Kanzel mit schlichtem Schalldeckel von 1650. Von ihrem achteckigen Korpus blicken die vier Evangelisten auf die Gemeinde.  Auch das im gleichen Jahr von Familie Stühler gestiftete Chorgestühl ist ein Zeugnis der Vorgängerkirche.[9]:89–90

Hinter dem einfachen Altar von 1860 befindet sich die Empore mit der Orgel. 1714 bis 1716 berichten Rechnungen von Ausgestaltungsarbeiten. Orgelmacher Joh. Adam Brandenstein aus Kitzingen fertigte das neue Orgelwerk. Maler Kaspar Tröster aus Fröhstockheim verschönerte die Orgel und auch den Chorraum. Bildhauerarbeiten am Musikinstrument führte der Kitzinger Joh. Schneider aus. 1722/23 setzte der Orgelbauer ein neues Register aus Zinn ein. 1802 war eine Reparatur durch Orgelbauer Voit aus Schweinfurt nötig und erneut 1853 durch Orgelbauer Schubert aus Nenzenheim. Schließlich nahm 1875 Orgelbauer Steinmeyer aus Oettingen im Ries eine gründliche Überholung vor mit Einbau eines neuen Spieltisches.[1]:247, 248

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Eduard Krauß, Dr. med., Ehrenbürger und Verfasser der Ortschronik
  • Alexandre Laemlein (1813–1871), französischer Maler deutscher Herkunft
  • Paul Schattenmann (* 6. Februar 1892 in Hohenfeld; † 28. November 1967 in Nürnberg)[11]

Sport[Bearbeiten]

Der TSV Hohenfeld ist der Sportverein des Stadtteils Hohenfeld.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolf–Armin Frhr. v. Reitzenstein: LEXIKON FRÄNKISCHER ORTSNAMEN. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978 3 406 59131 0.
  •  Landkreis Kitzingen (Hrsg.): Kunst– und Kulturführer durch den Landkreis Kitzingen. 2 Auflage. Farbendruck Brühl, Marktbreit 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenfeld (Kitzingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t  Dr. med. Eduard Krauß: Hohenfeld am Main. Die Geschichte eines unterfränkischen Dorfes. Konrad Triltsch, Würzburg 1933.
  2. a b c  Dr. Helga Walter: Die Kitzinger Ortsteile. Hohenfeld. In: Landkreis Kitzingen (Hrsg.): Kunst– und Kulturführer durch den Landkreis Kitzingen. 2 Auflage. Farbendruck Brühl, Marktbreit 1993.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 748.
  4.  Johannes Gistel: Neueste Geographie und Statistik des Königreichs Bayern. Schorner, Straubing 1856, S. 277 (http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10373869_00289.html?prox=true&phone=true&start=119&ngram=true&hl=scan&fulltext=hohenfeld&rows=7&mode=simple&context=hohenfeld, abgerufen am 2013-06-31).
  5.  k. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern mit ihrer Bevölkerung im Dezember 1861. Pössenbacher, München 1863 (http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10380158-7, abgerufen am 9. Oktober 2013).
  6. Hohenfeld (Kitzingen). Abgerufen am 28. Juli 2013.
  7.  Martin Balduin Kittel: Die Bau-Ornamente aller Jahrhunderte an Gebäuden der königlichen Stadt Aschaffenburg. Wailandt’sche Druckerei, Aschaffenburg 1859, Abschnitt (S.11), S. 15 (http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10338837_00016.html?prox=true&phone=true&start=28&ngram=true&hl=scan&fulltext=hohenfeld&rows=7&mode=simple&context=hohenfeld, abgerufen am 28. Juni 2013).
  8.  Hans Bauer: Hohenfeld. Die in Stein gehauene Dorfchronik. In: Das Kitzinger Land (= Kostbarkeiten, Denkmäler und Kuriositäten. Bd 1). 1 Auflage. HartDruck GmbH, Volkach 2004, ISBN 3-930840-12-X, S. 78–79.
  9. a b  Evang.–Luth. Dekanat Kitzingen (Hrsg.): „Zur Südspitze des Maindreiecks“ – Tour 2. 1. Hohenfeld. In: Gesegnetes Land. Wege durch das Evangelische Dekanat Kitzingen am Main. Kitzingen 2012.
  10.  In Hohenfeld einen Schlußpunkt zur Kirchenrenovierung gesetzt. In: MAIN–POST. Kitzingen / Gerolzhofen. 17. April 1976, S. 9.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFriedrich Wilhelm Kantzenbach: PROTESTANTISCHE KIRCHENGESCHICHTSFORSCHUNG IM RAHMEN DER BAYERISCHEN HISTORIOGRAPHIE. S. 590, 591, abgerufen am 2013–08–30.