Hohenfels (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Hohenfels
Hohenfels (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Hohenfels hervorgehoben
49.20277777777811.85390Koordinaten: 49° 12′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 137,1 km²
Einwohner: 2053 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92366
Vorwahl: 09472
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 134
Marktgliederung: 42 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Pfarrer-Ertl-Platz 3
92366 Hohenfels
Webpräsenz: www.markt-hohenfels.de
Bürgermeister: Bernhard Graf (Unabhängige Parteifreie Wählergemeinschaft)
Lage des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
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Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Hohenfels ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Hohenfels ist die östlichste Gemeinde im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Regensburg. Die Gemeinde gehört zur Metropolregion Nürnberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Hohenfels hat 42 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Großbissendorf, Hohenfels, Markstetten und Raitenbuch.

Geschichte[Bearbeiten]

Bergfried der Burg Hohenfels

Auf einem Bergrücken im Ortskern steht die Ruine der Burg Hohenfels aus dem 12. Jahrhundert.

Der Markt Hohenfels war seit 1383 Teil der Kurpfalz und bis 1799 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der Grundherrschaft Hohenfels. Hohenfels besaß ein Marktgericht mit weitgehenden Eigenrechten. Er wurde 1799 vollständig mit Bayern vereinigt. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

In den Baracken des Truppenübungsplatzes richtete die US-Militärregierung 1945 ein Lager für Displaced Persons (DP) ein, in dem ehemalige Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter bis zu ihrer Heimkehr in ihre Ursprungsländer untergebracht wurden. Seit 1946 erinnert ein Gedenkstein an ihre Befreiung, ebenso seit 1948 das „Polenkreuz“, das von Häftlingen des Lagers Hohenfels-Lechow im Ortsteil Nainhof aufgerichtet wurde.[3]

Katholische Nebenkirche St. Sebastian

Im äußersten Nordosten des Truppenübungsplatzes und damit noch im Gemeindegebiet von Hohenfels steht die Burgruine Hohenburg, die sich oberhalb des im benachbarten Landkreis Amberg-Sulzbach gelegenen Kernorts der Gemeinde Hohenburg befindet; sie stammt von etwa 1000 n. Chr.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinden Bergheim, Enslwang, Frabertshofen, Kirchödenhart und Unterödenhart wurden 1939 für die Einrichtung eines Truppenübungsplatzes der Wehrmacht abgesiedelt. Sie wurden in den Heeresgutsbezirk Hohenfels umgegliedert und am 1. Oktober 1944 aufgelöst. Am 1. Januar 1950 wurde der Heeresgutsbezirk aufgelöst und in die Gemeinde Nainhof-Hohenfels eingegliedert. Das Gebiet wurde bereits im Jahr 1951 abgesiedelt, aber erst am 1. Oktober 1970 in die Gemeinde Hohenfels übernommen.[4]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Großbissendorf, Markstetten und Raitenbuch eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2381
  • 1987: 2095
  • 2000: 2119

Am 30. Juni 2010 lebten 2087 [6] Einwohner in Hohenfels. Dabei wurden US-Staatsbürger, die am Truppenübungsplatz stationiert sind und in Hohenfels leben, nicht berücksichtigt, da sie dort nicht gemeldet waren.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Bernhard Graf (UPW), Vorgänger war Heinrich Boßle (CSU/Unabhängige Frauen und Männer).

Gemeindesteuereinnahmen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 625.000 Euro, davon waren 133.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit Mai 2010 besteht ein Partnerschaftsabkommen mit dem tschechischen Strašice.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein silberner Felsenberg mit hoher Spitze, an die sich in gekrüpfter Stellung ein linksblickender, rot gezungter goldener Löwe klammert.“

Das Wappen ist seit 1560 bekannt und wurde 1743 erneut bestätigt.

Religion[Bearbeiten]

In Hohenfels befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Ulrich. Zusätzlich noch einige kleinere Kapellen wie die Kapelle St. Sebastian, die Filialkirchen St. Ägidius in Raitenbuch und St. Leonhard in Großbissendorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Ulrich

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Hohenfels (Oberpfalz)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 34 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 32 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 491. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 630 ha. Davon waren 72 ha Ackerfläche und 558 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 75 Kindern
  • Grundschule: 1 mit 4 Klassen, 5 Lehrern und 61 Schülern

Sonstiges[Bearbeiten]

Bei Hohenfels liegt der Joint Multinational Readiness Center (JMRC), einer der größten Truppenübungsplätze in Deutschland. Dieser steht unter amerikanischer Verwaltung und wird hauptsächlich von der US-Armee benutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111104/191213&attr=OBJ&val=952
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 148
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 438.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 650.
  6. Mitteilungsblatt des Hohenfelser Landes März 2011 Seite 4 http://www.markt-hohenfels.de/nathus/fdserver/155/file_5428.pdf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien