Hohenleimbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hohenleimbach
Hohenleimbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hohenleimbach hervorgehoben
50.4113888888897.0602777777778512Koordinaten: 50° 25′ N, 7° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Brohltal
Höhe: 512 m ü. NHN
Fläche: 10,17 km²
Einwohner: 362 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56746
Vorwahl: 02655
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 206
Adresse der Verbandsverwaltung: Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Webpräsenz: www.hohenleimbach.de
Ortsbürgermeister: Thorsten Kurt Kabuth
Lage der Ortsgemeinde Hohenleimbach im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild
Südansicht von Hohenleimbach
Ganzansicht von Hohenleimbach

Hohenleimbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Brohltal an, die ihren Verwaltungssitz in Niederzissen hat.

Geographie[Bearbeiten]

Hohenleimbach ist die höchstgelegene Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Brohltal und befindet sich in deren Westen. Die Hohe Acht als höchste Erhebung in der Eifel befindet sich ca. fünf Kilometer südwestlich vom Ort Hohenleimbach entfernt.

Zu Hohenleimbach gehört der etwa anderthalb Kilometer nordöstlich gelegene Ortsteil Lederbach jenseits der Bundesstraße 412 sowie der Alexanderhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals 1425 als Lehen eines Peter von Thys in Leimbach erwähnt, wurde der Ort bis ins 20. Jahrhundert so genannt und war Teil der Herrschaft Kempenich, dem Kempenicher Ländchen. Mitunter tauchte seit dem 18. Jahrhundert auch die als Spottname verwandte Bezeichnung Wüst-Leimbach bzw. Wüstleimbach (lokaler Dialekt: Wüstlämisch) auf, da viele Gehöftwüstungen wegen der kargen Felder und der bitteren Armut zu verzeichnen waren, deren Bewohner dann meist nach Amerika auswanderten. So sank die Einwohnerzahl im 18. Jahrhundert weit unter hundert. Auf der Tranchot-Müffling-Karte von 1809 ist Hohenleimbach als Wüxt-Leimbach verzeichnet.

Der Gemeinderat suchte seit langem, dem Dorf einen anderen Namen zu geben. Seit dem 3. März 1916 durfte der Ort nach einhelligem Gemeinderatsbeschluss vom 31. Januar 1914 gemäß kaiserlichem Erlass seinen Namen in „Hohenleimbach“ umbenennen, womit der Name Wüstleimbach langsam verschwand. Vor Jahrhunderten lag etwas unterhalb des heutigen Ortes an der Einmündung des Lederbachs in die Nette der Weiler Rembach, der, 1337 erstmals und 1404 mit vier Höfen genannt, bereits im 17. Jahrhundert wegen Armut und Wegziehens seiner Einwohner wüstgefallen ist.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hohenleimbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 152
1835 188
1871 159
1905 231
1939 260
1950 264
Jahr Einwohner
1961 284
1970 315
1987 277
1997 335
2005 371
2012 362

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hohenleimbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: „In Rot, darin ein goldener Laubbaum (Linde) über einem symmetrischen silbergebordeten roten Balkenkreuz, eine linke silberne Flanke, darin ein blauer Doppelwellenfaden.“

Der goldene Laubbaum symbolisiert die Dorflinde in der Ortsmitte. Für die Zugehörigkeit zu Kurtrier (bis 1794) steht das silberumrandete rote Balkenkreuz sowie die Schildfarben Rot und Silber, die blauen Wellenfäden für den Zusammenfluss von Leder- und Leimbach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Ortsgemeinde existiert eine 1963 erbaute Dorfkapelle, in deren Innern sich ein hoher, sitzender Dachreiter und ein farbiger Säulenaltar aus dem 18. Jahrhundert befindet. Die Gemeindehalle wurde bereits erweitert und saniert und steht für das Vereinsleben zur Verfügung. Zu den wichtigsten Landmarken im Ort gehört die „Kaiserlinde“, ein großgewachsener Baum am Dorfplatz, der zur Erinnerung an die Völkerschlacht in Leipzig gepflanzt wurde und eines der Symbole im Gemeindewappen ist. Auch der weitere Baumbestand in Hohenleimbach ist gepflegt und gut erhalten.

Im weiteren Sinne zu den Sehenswürdigkeiten kann die Kohlestraße zählen, ein heute als Wanderweg angelegter Handelsweg. Sie führt durch die westlich von Hohenleimbach gelegene Langhard, ein 1227 erstmals erwähntes großes zusammenhängendes Waldgebiet, das besonders während des 18. Jahrhunderts eine große Köhlertätigkeit zu verzeichnen hatte und nicht völlig infolge Besiedelung und Wandlung in Agrarflächen in jener Zeit verschwand. Die Kohlestraße war ein Holzkohletransportweg für Pferdefuhrwerke von den Kohlenmeilern (ab Vinxtbach) durch die Eifel zu den Hüttenwerken im Saarland, teils auf einer alten Römerstraße, im Mittelalter und im 16./17. Jahrhundert ausgebaut.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde ist überwiegend land- und forstwirtschaftlich geprägt. Viele der Einwohner sind als Arbeitnehmer in der nahe gelegenen Stadt Adenau und in Gewerbebetrieben in Kempenich beschäftigt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Becker: Heimatbrauchtum im Kempenicher Ländchen. In: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1987, Bad Neuenahr-Ahrweiler 1986
  • Bernhard Koll: Adelshöfe in der früheren Herrschaft Kempenich. In: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1985, Bad Neuenahr-Ahrweiler 1984
  • Bernhard Koll: Die Herren der Herrschaft Kempenich im 15. und 16. Jahrhundert. In: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1987, Bad Neuenahr-Ahrweiler 1986
  • Bernhard Koll, Oliver Schüller u.a.: Zwischen Hoher Acht und Laacher See - Aus der Geschichte des Kempenicher Ländchens. Heimatfreunde Kempenich, Kempenich 1993; hrsgg. zur 900-Jahrfeier von Kempenich
  • Zwischen Hoher Acht und Laacher See - Aus der Geschichte des Kempenicher Ländchens. Heimatfreunde Kempenich e. V., Kempenich 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenleimbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 7 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen