Hohenwart
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Pfaffenhofen an der Ilm | |
| Höhe: | 395 m ü. NN | |
| Fläche: | 52,21 km² | |
| Einwohner: |
4410 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 84 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86558 | |
| Vorwahl: | 08443 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PAF | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 86 128 | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 1 86558 Hohenwart |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Manfred Russer (CSU) | |
| Lage des Marktes Hohenwart im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm | ||
Hohenwart ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Hohenwart liegt in der Region Ingolstadt.
Es existieren folgende Gemarkungen: Deimhausen, Freinhausen, Haidforst, Hohenwart, Klosterberg, Koppenbach, Lindach, Seibersdorf, Weichenried, Thierham, Schlott.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ursprung Hohenwarts lag bei einer ehemaligen Burg der Rapotonen. Die Letzten dieses Geschlechts gründeten in der Wehranlage 1074 ein Frauenkloster. 1356 erhielt Hohenwart das Marktrecht und wurde Ende des 14. Jahrhunderts vom Klosterberg an die Ufer der Paar verlegt.
Der Markt Hohenwart gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Pfaffenhofen des Kurfürstentums Bayern. Hohenwart besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Das ehemalige Kloster Hohenwart befindet sich seit 1878 im Besitz der Regens-Wagner-Stiftungen Dillingen und beherbergt Einrichtungen für lernbehinderte Hörgeschädigte.
Bei der Kreisgebietsreform wurde Hohenwart am 1. Juli 1972 vom Landkreis Schrobenhausen dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zugeordnet.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Deimhausen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Seibersdorf und Weichenried hinzu.[2] Schließlich folgten Freinhausen, Klosterberg und Koppenbach am 1. Januar 1978.[3]
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen zeigt auf goldenem Hintergrund den Heiligen Georg auf einem schwarzen Ross. Er durchbohrt mit seiner Lanze einen sich am Boden windenden, grünen Lindwurm.
Wappengeschichte: Der heilige Georg war der Patron des ehemaligen Benediktinerinnenstifts auf dem Klosterberg und galt deshalb auch als Schutzpatron des Marktes Hohenwart, der sich als Siedlung um das Kloster entwickelt hatte. Der Markt führte schon Mitte des 14. Jahrhunderts ein eigenes Siegel, das 1349 erstmals in einer Urkunde erwähnt wird und seit 1374 in Abdrucken überliefert ist. Das Marktsiegel zeigte bis 1606 als Bild den heiligen Georg auf einem Fußgestell stehend, nimbiert, im Kettenpanzer mit kurzem Waffenrock, in der Rechten eine Lanze, am linken Arm ein Kreuzschild, haltend, jedoch ohne Lindwurm. Da das alte Siegel durch jahrhundertelangen Gebrauch abgenutzt und nicht mehr lesbar war, baten Bürgermeister und Rat um Erneuerung und Verbesserung ihres Abzeichens. Ein Entwurf für das neue Wappen mit dem Ortspatron wurde vorgelegt. Herzog Maximilian I. verlieh dem Markt das verbesserte Wappen, auf dem der heilige Georg über dem grünen Lindwurm in blauer Rüstung und roter Lanze auf dem Pferd reitend gezeigt wird. In dieser Form findet sich das Wappen auch in der Folgezeit in den Siegeln und in der heraldischen Literatur.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970: 3.336, 1987: 3.407, 2000: 4.112 und 2010: 4876 Einwohner gezählt.
Gebäude[Bearbeiten]
- St. Johannes Baptist im Weiler Englmannszell
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Manfred Russer (CSU), sein Stellvertreter ist Thomas Reis aus Deimhausen.
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 611.000 Euro (€), davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 37.000 €.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 116 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 693. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 640 Hektar (ha), davon waren 192 ha Ackerfläche und 445 ha Dauergrünfläche.
Bildung[Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2006):
Kindergärten[Bearbeiten]
- Kindergarten Wolfoldus
- Kindergarten Wolfoldus an der Schulstraße
- Kindergarten St. Johannes, Weichenried
- Schulvorbereitende Einrichtung für hörgeschädigte Kinder (Regens Wagner)
Schulen[Bearbeiten]
- Grund- und Hauptschule Hohenwart
- Regens-Wagner-Schule Hohenwart - privates Förderzentrum für lernbehinderte Hörgeschädigte
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
Weblinks[Bearbeiten]
Baar-Ebenhausen | Ernsgaden | Geisenfeld | Gerolsbach | Hettenshausen | Hohenwart | Ilmmünster | Jetzendorf | Manching | Münchsmünster | Pfaffenhofen a.d.Ilm | Pörnbach | Reichertshausen | Reichertshofen | Rohrbach | Scheyern | Schweitenkirchen | Vohburg a.d.Donau | Wolnzach
