Hohenwarth (Landkreis Cham)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenwarth
Hohenwarth (Landkreis Cham)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenwarth hervorgehoben
49.20396812.934455507Koordinaten: 49° 12′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 507 m ü. NN
Fläche: 24,23 km²
Einwohner:

1992 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93480
Vorwahl: 09946
Kfz-Kennzeichen: CHA
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 135
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 7
93480 Hohenwarth
Webpräsenz: www.hohenwarth.de
Bürgermeister: Franz Xaver Gmach
Lage der Gemeinde Hohenwarth im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Hohenwarth ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Hohenwarth liegt im Bayerischen Wald. In einem Talkessel zwischen Hohen Bogen und Kaitersberg.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Hohenwarth hat 19 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Ansdorf, Gotzendorf und Hohenwarth. Seit Auflösung der Gemeinde Gotzendorf (1. Januar 1972) wird die Gemarkung Gotzendorf mit der Nachbargemeinde Rimbach geteilt.

Geschichte [Bearbeiten]

Hohenwarth wird zum ersten Mal um 1180 in einer Urkunde des Klosters Reichenbach erwähnt. Nach 1280 war das Gebiet im Besitz der Hohenwarther. 1402 entstand eine geschlossene Hofmark mit vielen Rechten, ebenfalls ist erstmals eine Kirche erwähnt. In der Mitte des Jahrhunderts wurde eine Burg erbaut, die um 1550 aber schon Ruine war.

Hans der Hohenwarther übergab Anfang des 15. Jahrhunderts den Besitz an das Kloster Rott. Etwas später fiel Hohenwarth an die Notthafft, von denen es 1549 die Eyb erwarben. 1589 ließ Ludwig von Eyb die jetzige alte Kirche bauen.
siehe auch Burgstall Wachsteinfelsen

Die Hofmark ging im 17. Jh. an die Kädinger, dann die Reittorner, vorübergehend die Gemmel und schließlich an die Poyßl über. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde von etwa 1650 bis 1655 das heutige Schloss gebaut. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1848 wurde das Patrimonialgericht aufgehoben. Das Schloss, zuletzt im Besitz der Hafenbrädl, ging in bürgerliche Hände über. Im Jahr 1860 wurde die 1922 zur Pfarrkirche erhobene Kirche St. Johannes erbaut. Zwischen 1978 und 1980 war die Gemeinde Hohenwarth Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Grafenwiesen.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Ansdorf und Teile der Gemeinde Gotzendorf eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

  • 1970: 1.903 Einwohner
  • 1987: 2.129 Einwohner
  • 2000: 2.182 Einwohner
  • 2011: 1.992 Einwohner
Das Rathaus von Hohenwarth

Politik [Bearbeiten]

Bürgermeister ist Franz Xaver Gmach.
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 965 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 118 T€.

Wappen [Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot auf grünem Dreiberg zwischen zwei silbernen Kirchtürmen mit blauen Spitzdach ein goldener Zinnenturm. Wappen seit 1982.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Johannes
  • Die Pfarrkirche Sankt Johannes Baptist wurde 1860 bis 1862 im neugotischen Stil erbaut und besitzt eine reiche neugotische Ausstattung. An den Seitenwänden zieht sich um den Hochaltar herum in Fensterhöhe ein gemalter Teppich.
  • Die alte Kirche (Schlosskapelle bzw. Friedhofskapelle) wurde 1589 fertiggestellt. Von der spätgotischen Anlage blieb nur der Chor erhalten. Sie hat einen barocken Altar des frühen 18. Jahrhunderts, aus dem auch einige Grabsteine stammen.
  • Die Hussitenkapelle hat ihren Ursprung möglicherweise in der Zeit der Hussitenkriege.
  • Das Schloss, heute Schlossbräugaststätte Vogl, entstand auf der Grundlage eines Vorgängerbaues in den Jahren 1650 bis 1655. Die Anlage besteht aus vier Flügeln um einen Hof. Die Brauerei wurde 1969 aufgegeben.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Hohenwarth (Landkreis Cham)

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 101 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 847. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 78 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.728 ha, davon waren 1.394 ha Ackerfläche.

Verkehr [Bearbeiten]

Straßenverkehr [Bearbeiten]

Hohenwarth liegt an der Staatsstraße 2138, die von Lam nach Bad Kötzting führt, zwischen Arrach und Grafenwiesen.

Eisenbahnverkehr [Bearbeiten]

Hohenwarth liegt an der Bahnstrecke Lam - Bad Kötzting - Cham die von der Oberpfalzbahn betrieben wird und besitzt die Bahnhöfe Hohenwarth sowie Hohenwarth-Campingplatz.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 52 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 22 Lehrern und 351 Schülern

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]

  • Heinrich Brandl (* 22. Juli 1885 in Simpering; † 13. Dezember 1951 in Bad Kötzting), Politiker (BVP), Reichstagsabgeordneter

Literatur [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/173949&attr=OBJ&val=916
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 499

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Hohenwarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien