Hohenweiler

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hohenweiler (Begriffsklärung) aufgeführt.
Hohenweiler
Wappen von Hohenweiler
Hohenweiler (Österreich)
Hohenweiler
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 8,42 km²
Koordinaten: 47° 35′ N, 9° 47′ O47.58849.78125503Koordinaten: 47° 35′ 18″ N, 9° 46′ 53″ O
Höhe: 503 m ü. A.
Einwohner: 1.266 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 150 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6914
Vorwahl: 05573
Gemeindekennziffer: 8 02 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 41
6914 Hohenweiler
Website: www.hohenweiler.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Langes
Gemeindevertretung: (2010)
(15 Mitglieder)
15 Überparteiliche BürgerInnenliste Hohenweiler
Lage der Gemeinde Hohenweiler im Bezirk Bregenz
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Über dieses Bild
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Gemeinde Hohenweiler
Gemeinde Hohenweiler
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Hohenweiler ist die nördlichste Gemeinde des österreichischen Bundeslands Vorarlberg und hat 1266 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hohenweiler liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz nördlich des Bodensees auf 503 Metern Höhe. 44,2 % der Fläche sind bewaldet.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Hohenweiler. Der Ort grenzt an die österreichischen Gemeinden Hörbranz und Möggers sowie an die deutsche Gemeinde Sigmarszell im Landkreis Lindau.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei der Gmündmühle fanden sich Reste eines römischen Burgus, ein turmartiges Gebäude, das zur Verstärkung der Grenzbefestigung zwischen den Kastellen im Abstand von etwa 1,5 bis 2 Kilometer, mit einer fast quadratischen Grundfläche von 10 bis 12 Metern Seitenlänge errichtet wurde.[1]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Hohenweiler seit der Gründung 1861. Von 1945 bis 1955 war der Ort Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag 2007 bei 10,0 Prozent.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern, die alle der Überparteilichen BürgerInnenliste Hohenweiler (einzige Liste, die bei der Wahl 2010 kandidierte) angehören. Bürgermeister ist Wolfgang Langes. Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 977.400 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 2.966.700 €. Der Schuldenstand betrug 2001 1.874.700 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hohenweiler

Gmündmühle[Bearbeiten]

Gmündmühle (1740) im Ortsteil Gmünd

Direkt am Grenzbach zu Bayern liegt der Ortsteil Gmünd. Auf bayerischer Seite befindet sich ein mittelgroßes Sägewerk, wenige Meter entfernt auf Vorarlberger Seite liegt das malerische Gasthaus und Pension "Gmündmühle".

Das Gasthaus ist ein Fachwerkhaus, das um 1740 erbaut und danach um weitere Wirtschaftsgebäude, ebenfalls in Fachwerkbauweise, erweitert wurde. Die Einrichtung des Lokals entspricht größtenteils noch der ursprünglichen Ausstattung. Eine besondere Rarität sind zwei in Holzwände eingebaute Wanduhren, von denen die ältere (um 1760) noch funktionstüchtig ist.

Klosterkirche Maria-Stern Gwiggen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Abtei Mariastern (Gwiggen)
Kloster Maria Stern (Gwiggen)

Das Kloster wurde erbaut 1895 von Laurentius Wocher, der von 1893 bis 1895 als Abt der Mehrerau tätig war. Im Gegensatz zu den Kirchen in Frastanz oder Silbertal zeigt es eine Art voralpine Gotik, die sich nur auf eine gotische Grundstruktur bezieht und ohne Pathos auskommt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2007 19 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 51 Beschäftigten und 4 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 541.

Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 48,8 %.

Bildung[Bearbeiten]

Am Ort gibt es (2006/07) 54 Schüler. In Hohenweiler gibt es zudem einen Kindergarten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Römer an Bodensee und Allgäu. S. 13–16, hier S. 14. In: Werner Dobras: Chronologie des Landkreises Lindau. Verlag W. Eppe, 1985. ISBN 3-89089-004-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien