Hokkaidokürbis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Hokkaidokürbis (Cucurbita maxima 'Red Hokkaido')

Als Hokkaidokürbis (jap. 栗カボチャ, kuri-kabocha) werden mehrere von der japanischen Insel Hokkaidō stammende kleine Sorten des Riesenkürbis (Cucurbita maxima) bezeichnet.

Es sind breitrunde, orangerote Speisekürbisse mit einem Gewicht von etwa 1 bis 2 Kilogramm, deren dünne Schale – anders als bei den meisten übrigen Kürbissorten – beim Kochen weich wird und mitverzehrt werden kann – die Kerne und Fasern sollten entfernt werden. Das Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma ähnlich Maroni und eine stabile Konsistenz, obwohl es kaum spürbare Fasern enthält.

Verwendung[Bearbeiten]

Beim Hokkaido kann die Schale mitverzehrt werden, lediglich die Kerne werden entfernt.

Diese Kürbissorte passt sich vielen Geschmacksrichtungen an, harmoniert aber besonders gut mit Ingwer und Chili und kann vielseitig für Suppen, Aufläufe oder als Gemüse verwendet werden. Der Hokkaidokürbis kann auch roh gegessen oder in Salaten verwendet werden.

Die Kerne des Hokkaido werden getrocknet. Danach kann man sie aussäen oder verzehren. Die Dicke der Kernschale kann variieren, wodurch sie nicht immer schmackhaft sind.

Nährwerte pro 100 g Kürbis
Energie 63 kcal
Eiweiß 1,7 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 12,6 g
Ballaststoffe 2,5 g
Vitamin C 32,1 mg
Kalium
Vitamin A
Vitamin E
Vitamin B-Komplex
Kalzium
Magnesium
Folsäure
Antioxidantien
Carotinoide

Geschichte[Bearbeiten]

Den bis dahin in Japan unbekannten Kürbis brachten 1878 US-amerikanische Agrarberater nach Hokkaidō. Dort wurde aus der harten und geschmacksarmen Sorte Hubbard des Riesenkürbis der Kuri aji (jap. 栗味, dt. „Kastaniengeschmack“) gezüchtet. Seit den 1990er Jahren wird er auch in Europa angebaut und ist regelmäßig im Handel erhältlich.[1]

Anbau und Lagerung[Bearbeiten]

Hokkaido wird oft im Gewächshaus oder auf einer Fensterbank vorgezogen, um ihn dann nach den letzten erwarteten Spätfrösten ins Freiland zu pflanzen. Ob diese Methode im deutschsprachigen Raum zu einer Verbesserung des Ertrags führt, ist umstritten.[2] Ca. 8 Pflanzen pro m² ergeben den höchsten Ertrag. Mit der Pflanzdichte nimmt die Größe der einzelnen Frucht ab.[2] Allerdings können sowohl größere als auch kleinere Früchte vorteilhaft sein, je nach den spezifischen Bedürfnissen der Konsumenten (angeschnittene Hokkaidos verlieren ihre Haltbarkeit).

Hokkaido kann von September bis Dezember geerntet werden. Anders als viele typische Lagergemüse sind Kürbisse frostempfindlich und sollten bei 10 bis 15 °C gelagert werden. Unversehrte Kürbisse mit intaktem Stielansatz halten sich mehrere Monate.

Blüte des Hokkaidokürbis

Literatur[Bearbeiten]

  • Brigitte Schöner, Hans Streicher: Kürbis. Die besten Sorten anbauen, zubereiten, dekorieren. BLV Buchverlag München, 3. Auflage 2005

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung Magazin: H – Hokkaidokürbis, abgerufen am 4. April 2011
  2. a b Kleinere Hokkaidos durch größere Pflanzdichte? Allmende e. V, 4. Januar 2014, abgerufen am 24. Januar 2014.