Holding Graz

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Holding Graz - Kommunale Dienstleistungen GmbH
Logo GRAZ AG
Rechtsform GmbH
Gründung 1960
Sitz Andreas Hofer Platz 15, 8010 Graz
Leitung Wolfgang Malik
Umsatz 146.532,5 Mio. EUR (GB 2012)[1]
Branche Infrastrukturdienstleistung
Website www.holding-graz.at
Logo der ehemaligen Graz AG

Die Holding Graz - Kommunale Dienstleistungen GmbH (früher: Grazer Stadtwerke AG bzw. Graz AG) ist eine Holdinggesellschaft, in der mehrere grazer kommunale Dienstleistungsunternehmen gebündelt sind. Die Stadt Graz ist mit 99,46 %, die Grazer Bau- und Grünlandsicherungsgesellschaft m.b.H. mit 0,54 % an der Holding Graz beteiligt. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die Holding Graz gliedert sich in 5 Teilbereiche.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Mit den Holding Graz Linien betreibt die Holding Graz das öffentliche Nahverkehrsnetz in Graz. Weiters ist der Flughafen Graz seit 2004 im Besitz der Holding Graz.

Ökoservice[Bearbeiten]

Das Ökoservice der Holding Graz besteht aus den Sparten Wasserwirtschaft und Abfallentsorgung.

Energie[Bearbeiten]

Die Holding Graz ist mit 49 % an der Energie Graz GmbH & Co. KG beteiligt.

Kommunikation & Werbung[Bearbeiten]

Die Sparte "Kommunikation & Werbung" umfasst das Telekommunikation- und Werbewirtschaftsangebot der Holding Graz.

Kommunales Service[Bearbeiten]

Das kommunale Service der Holding Graz teilt sich in die Geschäftsbereiche Bestattung, Immobilienservice und Freizeit.

Geschichte des Unternehmens[Bearbeiten]

1960 wurde die Aktiengesellschaft Grazer Stadtwerke AG mit den Geschäftsbereichen "Verkehrsbetriebe", "Strom", "Gas", "Fernwärme" und "Wasser" gegründet. Erstmals wurde Stadtgas mittels einer eigenen Ölspaltanlage produziert. Drei Jahre später wurde die Fernwärmeversorgung für Graz aufgenommen, wobei das Fernheizkraftwerk in der Grazer Puchstraße die ersten Kunden mit Wärme versorgte.

Im Jahre 1978 wurde die Gasversorgung vom bisher verwendeten Stadtgas auf eine Direktversorgung mit Erdgas umgestellt.

1985 wurden dem Unternehmen die Geschäftsbereiche "Bestattung", "Sport-, Freizeitanlagen und Gastronomiebetriebe" eingegliedert. Im selben Jahr übernahm die Grazer Stadtwerke AG die Firma "Ankünder", die "Steiermärkische Ankündigungsgesellschaft m.b.H.".

1990 nimmt das Umspannwerk "Keplerbrücke" seinen Betrieb auf.

1993 gründet die Grazer Stadtwerke AG die "Freizeitbetriebe der Grazer Stadtwerke GmbH" und betreibt das Freizeitzentrum Eggenberg. Im selben Jahr wird erstmals Trinkwasser aus dem südlichen Hochschwab bei Friesach in das Grazer Wassernetz eingespeist.

Im Jahre 1997 wurde der Bereich "Sport-, Freizeitanlagen und Gastronomiebetriebe" in die "Freizeitbetriebe der Grazer Stadtwerke GmbH" eingebracht. Im selben Jahr werden "Bestattung der Grazer Stadtwerke GmbH", die "Citycom Telekommunikation GmbH", die "Grazer Energieagentur GmbH" und die "Citykom Austria Telekommunikation GmbH" eingegliedert.

1998 wird das Profitcenter "WDS Wärmedirektservice" zur Aufnahme in die "Energieanlagen-Planung und Service GmbH" abgespaltet und in "WDS Wärmedirektservice der Grazer Stadtwerke GmbH" umbenannt. Nach einer Bauzeit von 3 Jahren wird der neue Hochbehälter Rosenberg in Betrieb gesetzt. Die Speicherquote steigt dadurch von 45 auf 70 Prozent des durchschnittlichen täglichen Wasserbedarfes.

1999 feiert die elektrische Straßenbahn in Graz ihr 100-jähriges Jubiläum. Weiters wurde das Stromverteilnetz mit der Bereinigung der alten dreistufigen Struktur (20 kV, 10 kV, 380 V) auf zwei Spannungsebenen (20 kV, 400 V) auf modernen Standard gebracht. Mit der STEWEAG wurde, als Vorbereitung auf die Liberalisierung am Strommarkt, eine Vertriebspartnerschaft für Strom gegründet.

Durch die Liberalisierung des Strommarktes ab 1. Oktober 2001 wurden die Rahmenbedingungen für den Bereich Strom neu festgesetzt. Nach 2-jähriger Bauzeit wurde in der Kärntnerstraße die neue GVB-Autobuswerkstätte mit Waschstraße eröffnet. Im selben Jahr wurde ebenfalls "das Bad zur Sonne" in den Bäderbetrieb der "Grazer Freizeitbetriebe" aufgenommen.

Im Jahre 2002 wurde die Wasserdienstleistungsgesellschaft "Styrian Aqua Service GmbH" als Tochtergesellschaft der "Grazer Stadtwerke AG" gegründet. Vorausblickend auf die bevorstehende Abspaltung der Energiebereiche in die "Energie Graz GmbH" wurde die "Grazer Stadtwerke Energie Holding" gegründet. Die Abspaltung der Bereiche Strom, Erdgas und Fernwärme in die "Energie Graz GmbH" erfolgte am 1. August 2002. Durch die Abspaltung veränderte sich die Eigentümerstruktur dahin gehend, dass seither die Stadt Graz 99,84 % und die "Grazer Bau- und Grünlandsicherungsgesellschaft" 0,16 % der Aktien hält.

Im Jahre 2004 erwarb die "Grazer Stadtwerke AG" den Flughafen Graz. Das Unternehmen wurde neu strukturiert und in folgende 5 Kernkompetenzen aufgeteilt.

  • Verkehr
  • Ökoservice
  • Energie
  • Kommunikation & Werbung
  • Kommunale Services

Am 21. Mai 2008 wurde die "Grazer Stadtwerke AG" in GRAZ AG - Stadtwerke für kommunale Dienste umbenannt. Bereits im Juni 2009 beschloss die Hauptversammlung die Graz AG in eine GmbH umzuwandeln. Seit 30. Oktober 2010 nennt sich das Unternehmen daher Holding Graz.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Graz AG: Geschäftsbericht 2012
  2. Chronik der Holding Graz