Holger Aden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Holger Aden
Spielerinformationen
Geburtstag 25. August 1965
Geburtsort HamburgDeutschland
Größe 180 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend

0000–1985
Niendorfer TSV
TSV DuWo 08 Hamburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1985–1987
1987–1988
1988–1989
1989
1990–1992
1993–1996
2003
SC Concordia Hamburg
Altona 93
1. SC Norderstedt
Bayer 04 Leverkusen
Eintracht Braunschweig
VfL Bochum
SV Straelen
52 (17)
32 (15)
34 (22)
2 0(0)
98 (52)
42 (20)
Stationen als Trainer
1999–2000
2009
2013
Union Günnigfeld
Vorwärts Kornharpen
SV Schermbeck
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Holger Aden (* 25. August 1965 in Hamburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer. Bekannt wurde er in der Saison 1992/93, als er mit 28 Ligatoren die meisten Treffer in den deutschen Profiligen erzielte, jedoch des eines Wechsels zwischen beiden Ligen weder in erster noch in zweiter Bundesliga Torschützenkönig wurde.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Aden begann seine Karriere im höherklassigen Fußball in der Oberliga Nord, in der er zwischen 1985 und 1989 54 Tore für SC Concordia Hamburg, Altona 93 und 1. SC Norderstedt erzielte. Mit der Empfehlung von 22 Treffern aus der Spielzeit 1988/89 wechselte Aden im Sommer 1989 zu Bayer 04 Leverkusen, für den er im August 1989 zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga kam. Er konnte sich jedoch nicht durchsetzen. In der Winterpause 1989/90 ging Aden zum Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Dort stellte sich sofort der Erfolg ein; während der ersten zweieinhalb Spielzeiten in Braunschweig erzielte Aden im Schnitt in fast jedem zweiten Spiel ein Tor. Im Herbst 1992 markierte er in den ersten 22 Spielen bis zur Winterpause der Zweitligasaison 1992/93 19 Tore.

Der VfL Bochum befand sich gleichzeitig in der ersten Liga in einer kritischen Lage, in der Hinrunde war man mit nur 18 erzielten Toren Letzter der Tabelle. Der VfL löste Aden aus seinem Vertrag bei der Eintracht ab und holte ihn nach Bochum. Aden erzielte noch neun Erstligatreffer in den verbleibenden Spieltagen der Saison, dennoch stieg der VfL ab. In der folgenden Zweitligasaison war Aden von häufigen Verletzungen betroffen und kam deshalb nur zu wenigen Einsätzen. Nach Bochums direktem Wiederaufstieg 1994 war Aden gesundheitlich wiederhergestellt, jedoch verletzte er sich am fünften Spieltag gegen den SC Freiburg bei einem erfolgreichen Torschuss das linke Kreuzband. Von dieser Verletzung erholte er sich nicht mehr richtig, sodass er zum Ende der Saison 1995/96 ohne weiteren Einsatz in der Bochumer Profimannschaft seine Karriere beendete.[2]

Aden trainierte um die Jahrtausendwende den Bochumer Kreisligisten Union Günnigfeld und war Betreiber einer nach ihm benannten Fußballschule, die 2004 ihren Betrieb einstellte. In der Saison 2002/03 kehrte er wie auch seine früheren Profi-Kollegen Peter Közle und Torsten Wohlert für den damals ambitionierten Verbandsligisten SV Straelen aufs Spielfeld zurück. Bis zum 2. November 2009 trainierte er den Landesligisten Vorwärts Kornharpen, den er aufgrund von Differenzen mit dem Vereinsvorstand verließ.[3]

Ab 13. Januar 2013 war er Trainer des Oberligisten SV Schermbeck,[4] verließ aber Ende August 2013 auf eigenen Wunsch den Verein.[5]

Aden spielt immer noch regelmäßig für die Traditionsmannschaft des VfL Bochum als Stürmer.

Vereinsspiele im Profibereich[Bearbeiten]

  • Bayer 04 Leverkusen (Juli-Dezember 1989)
    • 1. Bundesliga (4 Spiele/kein Tor)
  • Eintracht Braunschweig (Januar 1990–Dezember 1992)
    • 2. Bundesliga (1990/91 Staffel Nord) (98 Spiele/52 Tore)
  • VfL Bochum (Januar 1993–Juni 1996)
    • 1. Bundesliga (22 Spiele/13 Tore)
    • 2. Bundesliga (20 Spiele/7 Tore)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulf Kirsten und Anthony Yeboah erzielten als Torschützenkönige der 1. Liga je 20 Tore; Siegfried Reich als 2. Ligatorschützenkönig 27. Tore; Aden dagegen 19 Tore in 2. Liga und neun in 1. Liga.
  2. Holger Aden: (K)ein ganz besonderes Spiel“ aus dem Bochumer Stadionmagazin „Mein VfL“, Ausgabe vom 19. März 2006;
  3. „Disharmonie mit dem Vorstand“ Bericht von RevierSport online vom 4. November 2009.
  4. „Ex-Profi Holger Aden wird neuer SVS-Trainer“ Bericht von derwesten.de vom 13. Januar 2013.
  5. „Schlebach löst beim SV Schermbeck Holger Aden ab“ Bericht von derwesten.de vom 29. August 2013.