Holger Danske
Holger Danske ist ein dänischer Sagenheld, der zuerst im altfranzösischen Chanson de geste Erwähnung fand.
Nach der Legende war Holger der Sohn Gudfreds, des Königs von Dänemark. In einer Überlieferung hatte er einen Sohn, welcher von Karl, dem Sohn Karls des Großen erschlagen wurde. Holger sann auf Rache, stellte Charlot nach, erschlug ihn und schaffte es beinahe, Karl den Großen selbst zu töten. Er widerstand Karl dem Großen über sieben Jahre und schloss dann mit ihm Frieden, um an seiner Seite gegen die Sarazenen ins Feld zu ziehen, wo er in der Schlacht den Riesen Brehus erschlug.
Wie Friedrich Barbarossa und König Arthur sollte Holger nach der dänischen Legende wiederkehren; er wohne im Schloss von Kronborg, sein Bart wachse herunter bis zum Boden, und er schlafe dort bis zu dem Tag, da Dänemark höchste Gefahr drohe. Zu jener Zeit werde er aufstehen und die Nation in die Freiheit führen.
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Historischer Hintergrund [Bearbeiten]
Um 800, als das Reich Karls des Großen seine Blüte erreicht hatte, führte der dänische König Gudfred oder Godfrid einen langjährigen erfolgreichen Krieg gegen die fränkische Expansion nach Friesland und Schleswig. Nach langen Fehden wurde zwischen beiden Herrschern Frieden geschlossen.
Umsetzungen [Bearbeiten]
Poul Andersons Fantasyroman Three Hearts and Three Lions (ISBN 0671721860) ist teilweise eine Nacherzählung des Holger-Stoffes. Sein Protagonist Holger Carlsen, ein dänischer Widerstandskämpfer wird in eine allegorische Parallel-Welt versetzt.