Hollerbacher Malerkolonie

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Die Hollerbacher Malerkolonie bezeichnet eine Gruppe von Malern, die sich im Odenwalddorf Hollerbach (heute ein Stadtteil von Buchen (Odenwald)) zwischen 1904 und 1915 zusammenfanden.[1] Gemeinsam wurde gemalt, gejagt, Sport getrieben und musiziert.

So unterschiedlich wie ihre Herkunft, so unterschiedlich waren ihre Kunstanschauungen und Werke. Die meisten kannten sich vom Studium in Karlsruhe. Abseits aller großstädtischen Hektik fanden sie in Hollerbach auf dem Lande ihre Bildmotive. Durch die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs löste sich die Malerkolonie auf, da sich die Wege der Künstler trennten.[2]

Die einzelnen Maler waren:

  • Franz Wallischeck, * 3. Dezember 1865 in Wiesloch als Sohn eines Dekorations- und Kirchenmalers; † 23. Februar 1941 in Karlsruhe; Studium an der Kunstgewerbeschule in München, an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Studienreisen nach Rom, Florenz, Niederlande, Belgien, Paris und London; Atelier in Karlsruhe; er war der „erste Hollerbacher“ und kam wohl nach Hollerbach, nachdem er 1897/1998 die Mudauer Kirche ausgemalt und die Jagd in Hollerbach gepachtet hatte.
  • Arthur Grimm, * 11. Februar 1883 in Mudau; † 23. Februar 1948 in Mudau; er traf Franz Wallischeck und zieht mit Wilhelm Guntermann 1907 nach Hollerbach. Malte Landschaftsbilder, Stillleben.
  • Wilhelm Guntermann, * 19. März 1887 in Bensheim als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns; † 23. November 1976 in Darmstadt; Studium an der Karlsruher Kunstakademie; malte große Bilder, Landschaften und Bauern, Pferde und Kühe.
  • Waldemar Coste, * 26. Mai 1887 in Kiel; † 28. Februar 1948 in Glinde bei Hamburg; malte Schluchten und Waldstilleben
  • Rudi Burckhardt, * 10. Juli 1888 in Basel als Sohn eines Bankiers; † 26. Dezember 1974 in Pully bei Lausanne
  • Ejner Quaade, * 1885 in Dänemark; † 1966; malte Talpartien und Bäume
  • Harold Bruntsch, * 16. Juli 1891 in Alameda; † 15. November 1959 in San Francisco

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Sieber: Die Hollerbacher Malerkolonie: Ein Kapitel badischer Kunstgeschichte. Verein Bezirksmuseum Buchen, 1980, 112 S., ISBN 3-923-69901-8

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. Westermann: Westermanns Monatshefte. Ausgaben 7-12, 1978, S. 101.
  2. Badische Heimat – Mein Heimatland. Band 49–50, 1969.

Weblinks[Bearbeiten]