Holloman Air Force Base

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Holloman Air Force Base
Holloman-sledtrack.jpg
Kenndaten
ICAO-Code KHMN
IATA-Code HMN
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 13 km südwestlich von Alamogordo
Straße US 70/US 82
Basisdaten
Eröffnung 1942
Betreiber United States Air Force
Fläche 24.135 ha
Start- und Lande-Bahnen
04/22 3223 m × 91 m
07/25 3901 m × 46 m
16/34 3698 m × 46 m

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Die Holloman Air Force Base ist ein Stützpunkt der US-Luftwaffe (USAF) im Süden New Mexicos, rund 13 km südwestlich von Alamogordo. Sie gehört zum Air Combat Command und beherbergte von 1992 bis 2008 als einzige Basis die Stealth-Flugzeuge F-117 Nighthawk. Seit 2008 beherbergt die Basis die F-22 Raptor. Deren Verlegung nach Tyndall ist geplant, da Holloman die F-16 Fighting Falcon-Ausbildung aus Luke übernehmen soll, welches wiederum ab 2014 zweite F-35 Lightning II-Ausbildungsstätte wird.

Zudem ist dort das Fliegerische Ausbildungszentrum der Deutschen Luftwaffe untergebracht. Die Basis verfügt über drei Start- und Landebahnen: 04/22 (3.225 m Länge), 07/25 (3.900 m) und 16/34 (3.700 m). Rund 4.600 Soldaten waren hier Ende 2003 stationiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde der Stützpunkt am 10. Juni 1942 als Alamogordo Army Air Field, am 13. Januar 1948 erfolgte die Umbenennung in Holloman Air Force Base zu Ehren Colonel George V. Holloman, einem Raketenforscher aus North Carolina.

Während des Zweiten Weltkrieges trainierten Bombercrews der Air Force hier mit B-17, B-24 und B-29 für ihre Kampfeinsätze in Europa und im pazifischen Raum. 1947 begann das Air Materiel Command, der Vorläufer des heutigen Air Force Materiel Command, auf dem Stützpunkt mit der Entwicklung und Tests von unbemannten Luftfahrzeugen und gelenkten Raketen. Lt Col John P. Stapp erreichte am 10. Dezember 1954 mit einem raketengetriebenen Schlitten die Rekordgeschwindigkeit von 1017 km/h (632 Meilen pro Stunde); das Beobachtungsflugzeug dieses Versuchs steuerte Joseph Kittinger, der 1960 selbst mit einer Ballonfahrt in die Luftfahrtgeschichte einging.

Raketenstartplatz[Bearbeiten]

Ein Raketenstartplatz befindet sich bei 32° 53′ 0″ N, 106° 4′ 0″ W32.883333333333-106.066666666671248. Hier wurden seit 1948 zahlreiche Höhenforschungsraketen und militärische Raketen gestartet.

Ferner wurden hier die Geschwindigkeitsweltrekorde für Schienenfahrzeuge aufgestellt. Im Oktober 1982 trieb ein unbemannter Raketenschlitten eine Ladung von 25 Pfund auf eine Geschwindigkeit von 6119 mph (9845 km/h). Am 30. April 2003 folgte auf diesem Startplatz der aktuelle Geschwindigkeitsweltrekord. Das Fahrzeug war ebenfalls ein unbemannter (vierteiliger) Raketenschlitten, der eine Geschwindigkeit von 6480 mph (10430 km/h) erreichte.

Deutsche Luftwaffe in Holloman[Bearbeiten]

Internes Verbandsabzeichen des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe

Nach Schließung der George AFB in Südkalifornien findet seit 1992 hier auch das Flugtraining für Piloten der deutschen Luftwaffe statt, bis Dezember 2004 auf F-4 Phantom-II-Maschinen, seit 1996 auch mit Panavia Tornados.

Am 1. März 1995 gab der damalige „Kommandeur des Deutschen Luftwaffenausbildungskommandos Amerika/Kanada“, Brigadegeneral Adam bekannt, dass ab 1996 die Luftwaffe ihren eigenen Stützpunkt in Holloman einrichtet und die dort stationierten Kampfflugzeuge auch die deutschen Hoheitszeichen tragen werden. Zudem könne die Luftwaffe mit eigener Luftkontrolle und eigenen Einsatzregeln fliegen. Die dort stationierten Tornados tragen tatsächlich deutsche Markierungen, die Phantom hingegen flogen mit US-Markierungen.

Mit der Reduzierung der Tornado-Flotte und dem damit verbundenen Rückgang an benötigten Flugstunden des Ausbildungszentrums plant die deutsche Luftwaffe seit Ende 2011, die Eurofighter Typhoon-Ausbildung vom Fliegerhorst Laage nach Holloman zu verlegen.[1]

Trivia[Bearbeiten]

Der Stützpunkt wurde für einige Filmszenen der Kinofilme Transformers und Transformers – Die Rache genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Germany Confirms Plans to Undertake Eurofighter Training at Holloman AFB. Air Forces Monthly, February 2012, S. 8. Zitiert wird der Kommandeur des Ausbildungszentrums, Oberst Frank Kiesel, der diese Ankündigung am 6. Dezember 2011 gemacht hat.