Hollywood Ten

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Die Hollywood Ten ist die Bezeichnung für zehn Drehbuchautoren, Schauspieler und Regisseure aus Hollywood, die sich geweigert hatten, vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten von Amerika zur Untersuchung „unamerikanischer Umtriebe“ über Mitgliedschaften in der kommunistischen Partei auszusagen, und Anfang 1948 zu Haftstrafen verurteilt wurden.

Die Einsetzung des ersten Komitees für unamerikanische Umtriebe (HUAC) des Repräsentantenhauses war 1934 von Samuel Dickstein zur Abwehr nationalsozialistischer Unterwanderung betrieben worden, weitere Ausschüsse untersuchten aber bald auch Kommunisten, Trotzkisten und Japaner. Nach dem Zweiten Weltkrieg, zu Beginn des Kalten Krieges, widmete sich das HUAC der Bekämpfung kommunistischer Mitarbeiter der Filmindustrie. Nach Aussagen von Antikommunisten wie Walt Disney und dem Vorsitzenden der Filmschauspieler-Gewerkschaft, dem späteren Präsidenten der USA, Ronald Reagan, stellte das Komitee eine „schwarze Liste“ von etwa 100 Personen zusammen, die es als Kommunisten verdächtigte und von denen es einige vorlud.

Aus dieser Gruppe verweigerten unter anderem die zehn bald als Hollywood Ten bekannten Personen unter Berufung auf den fünften Zusatzartikel der US-Verfassung die Aussage. Sie wurden wegen Missachtung des Kongresses zu 6 bis 12 Monaten Haft verurteilt. Nach Verbüßung ihrer Haftstrafen fanden einige von ihnen in ihren Berufen keine Arbeit mehr.

Zu den Hollywood Ten gehörten:

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Cargnelli, Michael Omasta: Berufsverbot in Hollywood. Hysterische Atmosphäre und Schwarze Listen. In: Filmbulletin. 43. Jg., Nr. 4, Okt. 2001, ISSN 0257-7852, S. 37–51.

Filme zum Thema[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]