Holmium(III)-chlorid

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Kristallstruktur
Kristallgitter von Holmium(III)-chlorid
__ Ho3+     __ Cl
Raumgruppe

C2/m

Allgemeines
Name Holmium(III)-chlorid
Andere Namen

Holmiumtrichlorid

Verhältnisformel HoCl3
CAS-Nummer
  • 10138-62-2
  • 14914-84-2 (Hexahydrat)
PubChem 24992
Kurzbeschreibung

hellgelber Feststoff[1][2]

Eigenschaften
Molare Masse 271,29 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

3,7 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt
Siedepunkt

1470 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37/39
Toxikologische Daten

5.165 mg·kg−1 (LD50Mausoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Holmium(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Holmium(III)-chlorid kann durch Reaktion von Holmium(III)-oxid und Ammoniumchlorid bei 200–250 °C gewonnen werden.[6]

\mathrm{Ho_2O_3 + 6 \ NH_4Cl \longrightarrow 2 \ HoCl_3  + 6 \ NH_3 +  2 \ H_2O}

Das Hexahydrat entsteht durch Reaktion von Holmium mit Salzsäure. Durch Reaktion mit Thionylchlorid kann dieses zur Anhydratform umgesetzt werden.[6]

\mathrm{2 \ Ho + 6 \ HCl \longrightarrow 2 \ HoCl_3 + 3 \ H_2}

Holmium(III)-chlorid kann auch direkt aus den Elementen Holmium und Chlor synthetisiert werden.[7]

\mathrm{2 \ Ho + 3 \ Cl_2 \longrightarrow 2 \ HoCl_3}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Holmium(III)-chlorid und sein Hexahydrat sind hellgelbe Feststoffe, die löslich in Wasser sind. Das Hexahydrat beginnt bei 64 °C Kristallwasser abzugeben.[1] Holmium(III)-chlorid besitzt eine monokline Kristallstruktur entsprechend der von Aluminium(III)-chlorid.[6]

Verwendung[Bearbeiten]

Holmium(III)-chlorid wird zur Herstellung von reinem Holmium verwendet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 2007, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 488 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d e f g Datenblatt Holmium(III) chloride, anhydrous, powder, 99.9% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. April 2012 (PDF).
  3. Americanelements: Holmium Chloride
  4. Datenblatt Holmium(III) chloride hexahydrate, 99.9% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 30. April 2012 (PDF).
  5. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. a b c Handbook of Preparative Inorganic Chemistry, 2nd Ed. Edited by G. Brauer, Academic Press, 1963, NY.
  7. Webelements: Holmium
  8.  John Emsley: Nature's building blocks: an A-Z guide to the elements. Oxford University Press, 2003, ISBN 978-0-19850340-8, S. 181 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).